Sexuelle Belästigung im Internet

Wie kann man Kinder vor sexuellen Übergriffen im Internet schützen?

Das Internet bietet neben kleineren Betrügereien auch sexuell motivierten Straftätern einen neuen Raum. Dieser Raum sollte von den Eltern auch tatsächlich als solcher betrachtet werden.

Belästigung im Internet
Schutz vor sexueller Belästigung im Internet

Tatort: Internet ist an für sich bestens geeignet, um unerkannt zu bleiben, denn er hält etwas parat, was das wahre Leben nicht vermag: absolute Anonymität und keine Zeugen.

Somit findet gerade dieser neue Tatort regen Zuspruch. Leider sind hier vor allem die Kinder, die sich mit den Regeln dieser neuen Welt noch nicht so besonders gut auskennen, die Leidtragenden. Zum Glück gibt es aber ein paar Grundregeln, mit denen es auch den Jüngsten möglich ist, sich gefahrenlos in der Welt des Netzes zu bewegen.

Anonymität der Täter versus Offenheit der Opfer

Täter kommen im Internet sehr leicht an Bilder, Mail-Adressen, Telefonnummern und sogar Adressen ihrer Opfer. Da Kinder und Jugendliche diese oft sogar öffentlich auf bekannten Seiten posten, ist es für sie ein Kinderspiel und das Wissen darum allein nicht strafbar.


Kindersuchmaschinen für mehr Sicherheit beim Surfen im Internet


Meist nehmen die Täter über diese Informationen irgendwann Kontakt zu ihren Opfern auf, machen sich oft jünger, als sie sind, und täuschen gemeinsame Interessen vor. Manchmal sind es auch Chatrooms oder öffentliche Foren, über die ein erster Kontakt stattfindet.

In diesen Foren sammeln sich Jugendliche mit gemeinsamen Interessen (zum Beispiel Portale, in denen junge Leute eigene Geschichten einstellen können, die dann bewertet werden), so dass eine Kontaktaufnahme über das gemeinsame Hobby noch unauffälliger ist. Der Täter benutzt meist ein unechtes Profil, das heißt, seine eigenen Daten (Geburtsdatum, Wohnort, Schulausbildung) entsprechen wie oben schon erwähnt nicht der Realität.

Die trügerische Sicherheit des Internets

Das Problem ist auch, dass sich viele Kinder und Jugendliche in den eigenen vier Wänden geschützt fühlen. Die Welt im Netz ist virtuell, also erscheint auch die Gefahr nur virtuell zu sein und nicht den Weg in die Realität zu finden. Doch ab wann beginnt sexueller Missbrauch? Es muss nicht immer zu einem Treffen mit dem Täter kommen, um von sexuellem Missbrauch zu sprechen.

Manche Täter schicken den Opfern Bilder mit sexuellen Motiven oder Filme mit sexuellen Inhalten – auch das ist schon eine kriminelle Handlung, weil es das Kind, je jünger und unerfahrener es ist, verstören und ängstigen kann. Auch anzügliche Mails oder die Aufforderung, selbst Bilder zu schicken, sind sexuell motivierte Straftaten.

Die perfekte Welle für sicheres Surfen – Tipps für Kids

Oberstes Gebot ist Anonymität. Veröffentliche weder deine Adresse noch deine Telefonnummer im Internet. Sende auch niemals einem Fremden deine Daten, schon gar keine Kontodaten oder Familienbilder. Wenn du einen Nickname benutzt, dann sollte er weder deinen echten Namen enthalten noch dein Alter preisgeben, wie zum Beispiel Lisa99.

Hieraus kann der Täter schließen, dass Lisa im Jahr 1999 geboren wurde. Verwende allgemeine Zahlen und Namen. Auf Seiten wie Facebook oder SchülerVZ fällt man eher auf, wenn man kein eigenes Foto einstellt. Achte aber hier darauf, dass das Foto keine Einladung für sexuelle motivierte Täter ist.

Realität gegen virtuellen Raum

Das Netz ist ein Raum, ein Raum ohne Grenzen und mit unbegrenzten Möglichkeiten. Hier tummelt sich alles: vom netten Freund über den Kleinkriminellen bis hin zum Bankräuber und Kinderschänder. Oft kleiden sich gerade die schlimmsten Verbrecher mit dem harmlosesten Gewand. Sei dir bewusst, dass nicht hinter jeder netten Kontaktaufnahme auch wirklich ein Freund steckt.

Wenn dir etwas komisch vorkommt, rede mit deinen Eltern darüber. Lass dich nicht zu etwas verleiten, das du nicht möchtest. Private Bilder und Telefonnummern gehören ebenso wie Reistermine nicht in die Hände von Fremden. Mache dir bewusst, dass sich hinter den virtuellen Profilen echte Menschen verbergen. Nicht jeder ist ein Freund – und ob MickeyMouse17 wirklich der süße Typ mit der besten Stimme ist, für den er sich ausgibt, bleibt fraglich.

Keine Treffen mit Internet-Bekannten

Triff dich niemals mit einem Bekannten, den du nur aus dem Internet kennst. Hier lauert eine der größten Gefahren. Reagiere nicht auf Einladungen dieser Art! Im Gegenteil: Kommen sie dir komisch vor, solltest du dieses Profil sofort dem Administrator des Forums melden.

Dasselbe gilt für den Fall, wenn dich jemand mit Inhalten sexueller Art konfrontiert, seien es Videos, Fotos oder Texte mit entsprechenden Andeutungen. Der Betreiber der Seite kann dann unverzüglich die Polizei einschalten.

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