Sexstellung Missionarsstellung

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So funktioniert die Missionarsstellung

Die Missionarsstellung zählt zu den grundlegendsten Sexstellungen überhaupt. Fast jeder, der schon mal Geschlechtsverkehr hatte, ist mit dieser Position schon einmal in Berührung gekommen.

Missionarsstellung als einfache und klassische Stellung beim Sex
Wie funktioniert die Missionarsstellung?

Dabei liegt die Frau breitbeinig auf dem Rücken, während der Mann auf ihr liegt oder kniet und mit seinem Penis in sie eindringt. Mit abgestützten Armen führt er die typischen Stöße aus.

Vorteile der Missionarsstellung

Wenn der Moment also (wieder) einmal gekommen ist und man(n) seine Liebste auf diese Weise beglücken darf, kommt man(n) gar nicht daran vorbei die Vorteile dieses erfüllenden Moments zu genießen:

  • Die Stellung ist einfach und unkompliziert: Es sind keine großen Verrenkungen und akrobatische Meisterleistungen notwendig
  • Man(n) kann jederzeit den Blickkontakt zueinander halten und sich tief in die Augen schauen, während er zugange ist. Die intime und liebevolle Atmosphäre kommt dadurch klar zum Ausdruck
  • Man kann sich währenddessen küssen
  • die Frau hat genügend Bewegungsfreiheit, um sich mit ihren Händen anderweitig zu stimulieren (z.B. Rubbeln/Reiben der Klitoris; Streicheln der Brüste; Umarmen des Partners etc.)
  • Je nachdem wie weit die Frau ihre Beine spreizt/anwinkelt, kann sie Kontrolle ausüben, in wie weit der Penis in sie eindringt.

Nachteile der Missionarsstellung

Allerdings hat auch die Missionarsstellung als bekannteste aller Sexstellungen so seine Nachteile. Auch wenn seit Jahrhunderten oder besser gesagt schon seit Jahrtausenden die Menschen auf diesen Klassiker vertrauen. Einige Nachteile sind nicht von der Hand zuweisen:

  • Die Frau hat beim Liebesakt in dieser Position eine passive Rolle. Sie muss sich dem Rhythmus des Partners anpassen.
  • Die Möglichkeit allein aufgrund des sich in ihr bewegenden Penis zum Orgasmus zu kommen ist gering. Der Kitzler wird durch das Stoßen des Penis oft nicht genügend stimuliert, so dass Frau selbst Hand anlegen muss, wenn sie zu ihrem Höhepunkt kommen will
  • Was bei der Frau in dieser Stellung nicht klappt, klappt dafür meistens beim Mann umso besser: Denn die Missionarsstellung verschärft das Problem mit der Vorzeitigen Ejakulation. Die enorme zusätzliche Muskelanspannung durch die abgestützten Arme kann den Schuss schneller nach vorne losgehen lassen, als einem lieb ist.
  • Die Frau hat kaum Bewegungsfreiheit. Wenn der Partner dann auch noch (stark) Übergewichtig ist und ihn vielleicht nach einem anstrengenden Arbeitstag doch einmal die Muskelkraft in den Armen verlässt, kann er seine Partnerin regelrecht unter sich „begraben“. Diese Einengung ist für die Partnerin dann sichtlich unangenehm.
  • Da der Mann sich auf einem Arm abstützen muss (freihändig würde es zu Gleichgewichtsproblemen kommen), kann das „blinde Einführen“ des Penis in die Vagina schwierig werden. Dem kann entgegengewirkt werden, in dem ihn die Partnerin an die Hand nimmt.

Namensherkunft der Missionarsstellung

So populär wie diese Stellung bis heute noch ist: Eines bleibt für viele immer noch ein Rätsel: Die Namensherkunft. Viele glauben heute noch, der Name wäre den christlichen Missionaren zu verdanken, die diese Stellung als einzig von Gott gewollt Sexpraktik durchsetzen wollten.

In Wahrheit geht der Name aber auf dieses Gerücht des Sexualforschers Alfred Kinsley (1894-1956) zurück. Er beruft sich dabei auf den Anthropologen Bronsilaw Manilowski.(1884-1942)
Angeblich wären die christlichen Missionare über die ausgefallenen Sexpraktiken der Südseeinsulaner so entsetzt gewesen, dass sie ihnen die Missionarsstellung aufdrängen wollten.

Dabei war es eher umgekehrt: Die Südseeinsulaner machten sich über die eintönige Position der Weißen, bei der Frau passiv war, lustig. Und dennoch fand diese Praktik irgendwann Einzug bei den aufgeschlossenen Südseeinsulanern. Ganz ohne Zwang. Was geblieben ist, ist der Begriff: Missionarsstellung.

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