Wochen der Schwangerschaft

Was passiert in den einzelnen Schwangerschaftswochen?

Die 1. und 2. Schwangerschaftswochen
Eine Schwangerschaft liegt in diesen beiden Wochen nach dem ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung noch nicht vor, denn bei den meisten Frauen kommt es in der Mitte des Zyklus zu einem Eisprung. Der Zeitpunkt der Befruchtung lässt sich allerdings kaum ermitteln, daher werden diese beiden Wochen zur einfacheren Berechnung angesetzt.

Was geschieht in den Wochen der Schwangerschaft?
Alle Schwangerschaftswochen im Überblick

Die 3. Woche
Die Eizelle wurde befruchtet und macht sich auf den Weg in die Gebärmutter, um sich in deren Schleimhaut einzunisten. Bereits jetzt sind viele Merkmale des Babys definiert, beispielsweise das Geschlecht und die Augenfarbe.

Die 4. Woche
Wahrscheinlich werden Sie jetzt mitbekommen, dass Sie schwanger sind, da Sie Ihre Regelblutung erwarten, die aber ausbleibt. Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft machen sich bei vielen Frauen schon bemerkbar:

  • Spannungsgefühl in der Brust
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Übelkeit
  • Müdigkeit

Die 5. Woche
Jetzt beginnt die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des Skeletts des Babys. Sie sollten sich einen Schwangerschaftstest in der Apotheke kaufen, der bereits ab den 5. Schwangerschaftswochen ein zuverlässiges Ergebnis liefert. Gehen Sie zum Frauenarzt und holen Sie sich die Bestätigung. Der Frauenarzt wird nun Ihren Geburtstermin berechnen.

Die 6. Woche
Die Gehirnkammern und die Augen des Babys bilden sich, das Herz beginnt zu schlagen, die Hirnanhangsdrüse wächst, während sich das Neuralrohr schließt. Jetzt bildet sich Fruchtwasser. Herzfrequenz und Atmung der Mutter beschleunigen sich, die Mutter leidet unter Übelkeit und Erbrechen, während der Hormonspiegel steigt und Gebärmutter sowie Brüste wachsen.

Die 7. Woche
Die Herzkammern des Babys, Augen und Nasenlöcher haben sich gebildet, Hände und Füße sind bereits erkennbar. Die Verdauungsorgane und die Bauchspeicheldrüse entwickeln sich, das Rückenmark entwickelt sich weiter. Die Mutter leidet unter Schlafstörungen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen.

Die 8. Woche
Augenlider und Nasenspitze sowie die Herzklappen sind vorhanden, die Ohrmuscheln und das Innenohr sowie Finger und Zehen des Babys entwickeln sich. Die Mutter verspürt häufigen Harndrang, die Gebärmutter ist schon so groß wie eine Pampelmuse. Aufgrund der Dehnung der Mutterbänder ist häufig ein ziehender Schmerz im Unterleib spürbar.

Die 9. Woche
Arme und Beine des Babys sind entwickelt, die Leber nimmt ihre Tätigkeit auf, die Nervenzellen vernetzen sich und können schon Signale an das Gehirn senden. Das Baby beginnt, sich zu bewegen. Die Mutter ist häufig erschöpft, Übelkeit begleitet sie, das Blutvolumen erhöht sich stark.

Die 10. Woche
Alle Organe des Babys sind vorhanden, der Hals, die Lippen und die Ohren haben sich gebildet. Zwischen Fingern und Zehen befinden sich noch Schwimmhäute. Die Mutter hat bereits an Gewicht zugenommen, das Hautbild verändert sich.

Die 11. Woche
Hand- und Fußnägel des Babys wachsen, die Geschlechtsorgane entwickeln sich, unter der Haut bilden sich die ersten Haarfollikel. Die Mutter verspürt vermehrten Harndrang, bei Müdigkeit, Erschöpfung und Übelkeit.

Die 12. Woche
Das Baby hat konstanten Herzschlag und beginnt zu saugen, von der Hirnanhangdrüse werden Hormone produziert. Die Zähne bilden sich, das Baby beginnt mit dem Saugen. Die Übelkeit der Mutter lässt jetzt nach, der Bauch wird dicker.

Die 13. Woche
Die Knochen des Babys sind aus dem Knorpelgewebe entstanden, der übrige Körper wächst schneller als das Köpfchen. Die Mutter kann die Gebärmutter ertasten, die langsam vom Beckenboden zum Bauch wandert.

Die 14. Woche
Das Baby beginnt mit dem Atmen und trinkt das Fruchtwasser, die Geschlechtsorgane und das Gesicht entwickeln sich weiter. Die Mutter leidet häufig an
Unruhe

  • Schlaflosigkeit
  • Hämorrhoiden
  • Verstopfung
  • verändertem Hautbild

Die 15. Woche
Die Knochen des Babys festigen sich, die Gelenke und Glieder sind beweglich, di Bauchspeicheldrüse bildet Insulin. Die Haut des Babys ist mit Lanugohaaren bedeckt. Bei der Mutter kommt es zu Wassereinlagerungen im Gesicht, die Brustwarzenhöfe werden dunkler.

Die 16. Woche
Das Baby nimmt Berührungen und Geräusche aus der Umgebung wahr. Die Mutter hat zugenommen, die Plazenta wächst, die Gebärmutter wird größer.

Die 17. Woche
Die Gehirnzellen des Babys vermehren sich, die Lunge entwickelt sich weiter, Fettgewebe bildet sich unter der Haut. Das Baby kann schon greifen. Der Harndrang der Mutter ist inzwischen weniger stark.

Die 18. Woche
Das Baby wächst weniger schnell, Brustdrüsen entwickeln sich, bei Mädchen sind die Eierstöcke vorhanden. Die Mutter leidet unter Rückenproblemen, die Gebärmutter befindet sich direkt unter dem Bauchnabel.

Die 19. Woche
Das Baby kann auf Ruhe, Lärm und Helligkeit reagieren. Die Mutter leidet häufig unter Kopfschmerzen, verstopfter Nase, Schlafstörungen, Schwindelgefühl und Vergesslichkeit.

Die 20. Woche
Die Nervenzellen vermehren sich, während sich die Haut des Babys weiterentwickelt. Bei der Mutter wächst die Brust, sie verspürt die Bewegungen des Kindes, die geraden Bauchmuskeln driften auseinander.

Die 21. Woche
Das Baby trinkt Fruchtwasser, bleibende Haare wachsen, das Skelett wird fester, immer mehr Organe beginnen zu arbeiten. Die Brüste der Mutter bilden Vormilch, Ödeme treten an Beinen und Füßen auf, es kann zur Krampfaderbildung kommen.

Die 22. Woche
Kreislauf, Nerven- und Verdauungssystem des Babys entwickeln sich weiter, Gleichgewichtsorgane sind entwickelt, Geschmacksknospen bilden sich. Die Mutter leidet unter Zahnfleischbluten und Rückenschmerzen, um den Brustwarzenhof entstehen Montgomery-Drüsen.

Die 23. Woche
Das Baby hat bereits einen Schlaf- und Wachrhythmus, sein Körper ist mit Käseschmiere bedeckt. Das Blutvolumen und die Herzaktivität der Mutter steigen an, sie verspürt verstärkten Harndrang.

Die 24. Woche
Das Baby kann die Augen öffnen und aufrecht im Bauch sitzen, die Geschmacksknospen sind entwickelt. Bei der Mutter reicht die Gebärmutter bis an den Rippenbogen, die Mutter leidet unter

  • Sodbrennen
  • Luft schnappen bei Anstrengung
  • Nasenbluten
  • verstopfter Nase

Die 25. Woche
Das Baby bewegt Hände und Füße und lutscht am Daumen. Die Mutter verspürt Kopfschmerzen, Verspannungen in Schultern und Nacken, Spannungsgefühl in Brust und Bauch sowie Rückenschmerzen. An Bauch und Brüsten bilden sich Schwangerschaftsstreifen.

Die 26. Woche
Hirnfurchen des Babys entwickeln sich, die Lunge entwickelt sich weiter, die Wimpern sind vorhanden. Die Mutter leidet unter Krämpfen in den Beinen.

Die 27. Woche
Das Baby öffnet und schließt die Augen, seine Körperfettschichten entwickeln sich immer weiter. Die Mutter leidet unter Schlafproblemen, Rückenschmerzen, Ödemen und verstärktem Harndrang.

Die 28. Woche
Das Gehirn des Babys wird größer, die Gehirnfurchen entwickeln sich weiter. Der Mutter fällt das Atmen schwerer, die Ödeme treten verstärkt auf.

Die 29. Woche
Die Lungenbläschen des Babys sind vorhanden, alle Organe entwickeln sich weiter. Die Mutter hat Gleichgewichtsprobleme, die ersten Übergangswehen können auftreten.

Die 30. Woche
Das Baby nimmt seine Fetusstellung ein und kann sich orientieren. Die Mutter nimmt weiter an Gewicht zu, die sich dehnenden Mutterbänder verursachen Schmerzen.

Die 31. Woche
Die Sinnesorgane des Babys funktionieren, die Lunge ist fast ausgereift. Bei der Mutter kommt es zu Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen.

Die 32. Woche
Im Darm des Babys sammelt sich Kindspech an. Da es im Bauch immer enger wird, bewegt sich das Baby weniger stark. Die Brüste der Mutter wachsen weiter und produzieren mehr Vormilch, es kommt zu Übergangswehen.

Die 33. Woche
Das Baby hat in der Regel schon die Geburtsposition mit dem Kopf nach unten eingenommen. Bei der Mutter kann es zu Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen kommen, sie hat teilweise Angst vor der Geburt.

Die 34. Woche
Gehirn und Nervensystem des Babys sind entwickelt, die Plazenta altert. Die Mutter verspürt häufig Juckreiz auf der Haut, sie ist oft kurzatmig.

Die 35. Woche
Bei einem Jungen haben sich die Hoden gesenkt, das Baby nimmt an Gewicht zu, die Lungenreife ist abgeschlossen. Die Mutter leidet aufgrund des eingeengten Magens unter Appetitlosigkeit, alltägliche Dinge fallen immer schwerer.

Die 36. Woche
Das Baby verliert jetzt die meisten Lanugohaare, die Käseschmiere wird weniger, das Baby nimmt an Gewicht zu. Die Mutter leidet unter Juckreiz der Haut, Spannungsgefühl in Brust und Bauch, an Rückenschmerzen, verstärktem Harndrang und Übelkeit.

Die 37. Woche
Das Baby rutscht immer tiefer und nimmt noch mehr an Gewicht zu. Der Bauch der Mutter rutscht nach unten, der Muttermund wird bereits weicher, um sich auf die Geburt vorzubereiten. Es kommt zu Übungswehen.

Die 38. Woche
Die Organe des Babys sind voll entwickelt. Trotzdem das Baby schon für die Geburt bereit ist, nimmt es noch an Größe und Gewicht zu. Die Mutter verspürt vermehrt Unbehagen und Schlaflosigkeit sowie Juckreiz und Spannungsgefühl an Brust und Bauch. Sie wartet auf die Geburt.

Die 39. Woche
Das Baby rutscht immer tiefer in das Becken, um sich auf die Geburt vorbereiten. Vom Körper des Babys sind Lanugohaare und Käseschmiere fast verschwunden. Die Mutter leidet unter starkem Harndrang und einem starken Druck nach unten in ihrem Bauch.

Die 40. Woche
Es kann nicht mehr lange dauern, dann ist das Baby da! Die Schädelknochen des Babys sind weich und noch nicht zusammengewachsen. Während der Geburt können sie ich zusammenschieben, damit das Köpfchen den Geburtskanal passieren kann. Das Baby drückt auf die Gebärmutter, bei den meisten Babys geschieht das mit dem Kopf. Nicht immer kommt das Baby jedoch mit dem Kopf zuerst auf die Welt, denn es gibt Lageanomalien wie die Steißlage oder die Steißfußlage. Die Mutter wartet nun auf die ersten Signale für die Geburt. Sie verspürt nun echte Wehen, von der Scheide geht ein Schleimpfropf ab. Die Fruchtblase platzt, das Baby wird herausgepresst.

Wenn das Baby nicht pünktlich kommt

Ist der Geburtstermin bereits eingetreten, aber das Baby will noch nicht kommen? Sie müssen sich keine Sorgen machen, da nur die wenigsten Babys tatsächlich zum errechneten Termin kommen. Sie sollten aber trotzdem die Hebamme oder den Arzt konsultieren. Der Zustand des Fruchtwassers muss untersucht werden, denn es könnte für das Baby Zeit für den Ausstieg sein. Will es nicht von selbst kommen, wird mit einer Infusion, die Wehen auslöst, nachgeholfen.

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