Tabus & Verhalten in der Sauna

Verhaltensregeln und Verbote in der Sauna

Tabus in unserer Gesellschaft gibt es jede Menge. Und über Tabus spricht man nur ungern. Wer aber bereits in die Welt des Wellness geschnuppert hat und das regelmäßige Saunavergnügen für sich entdeckt hat, der sollte sich um sich seinen Spaß an der Sauna zu bewahren, mit folgenden Tabus konfrontieren:

Frau in der Sauna
Tabus in der Sauna – © Dan Race – Fotolia.com

Vorher:

  • Gestresst oder gar abgehetzt in die Sauna gehen
  • Hungrig/mit vollem Bauch baden
  • Alkohol vor der Sauna
  • Nicht richtig abtrocknen
  • Kalte Dusche zuvor

1. Gehen Sie niemals gestresst oder abgehetzt in die Sauna. Das Schwitzbad wirkt sich dann belastender für Ihren Köper aus.
Nach sportlicher Betätigung steigt zudem die Pulsfrequenz sehr stark an.

2. Ein voller Bauch sauniert nicht gern. Wenn Sie vor dem Schwitzbad ein opulentes Mahl zu sich nehmen, überfordern Sie nur ihren Körper. Der muss dann nämlich neben der anstrengenden Hitze auch noch die Verdauungsarbeit bewältigen und quittiert dies dann unter Umständen mit einem Kreislaufkollaps.

3. „Im Schwitzkasten voll ist keineswegs toll.“ Unter dem Einfluss von Alkohol ist die Arbeit der Kreislaufregulation erheblich gestört. Kreislaufversagen mit Todesfolge wird durch die Einnahme von Alkoholika somit begünstigt.

4. „Nur trocken hinter den Ohren!“ Das reicht auf keinen Fall, um den Schweiß in Strömen im Schwitzkasten fließen zu lassen. Im Gegenteil: So dauert es nur um so länger.

5. „Coole Typen“ trifft man nicht in der Sauna, sondern immer nach einem Saunagang. Schon allein deswegen, weil eine warme Dusche vorher den Körper wesentlich besser auf die Hitze in der Saunakabine und das Schwitzen vorbereitet. Eine kalte Dusche hingegen verzögert diesen Prozess nur.

Im Schwitzkasten:

  • Badebekleidung oder Schmuck tragen
  • Kein Saunahandtuch benutzen
  • Gymnastische Übungen und angeregte Unterhaltungen
  • Dauerschwitzen auf der untersten Bank + mehr als 15 Minuten schwitzen
  • Mehr als drei Saunagänge

1. Lassen Sie alle Hüllen fallen! In der Saunakabine ist nackte Haut das Natürlichste der Welt. Kein Grund sich für Ihre Figur/Ihren Körper zu schämen und ihn hinter Badebekleidung zu verstecken oder mit Schmuck zu zieren. Das führt nur zu unangenehmen Verbrennungen.

2. Nehmen Sie immer Ihr Saunahandtuch mit in die Schwitzkabine. Es schützt nicht nur vor Beschmutzungen und Schweiß, sondern macht auch den Kontakt mit dem heißen Holz angenehmer.

3. „Zappelphilippe müssen draußen bleiben!“ In der durchwegs friedlichen Saunakultur existiert zwar ein Schild mit dieser Aufschrift nicht. Angesichts der Folgen einer erhöhten Kreislauf- und Atembelastung- bei angeregten Unterhaltungen verringert sich die Sauerstoffkonzentration- soll hier aber zu Recht darauf hingewiesen werden, das die Sauna kein Stammtisch oder Fitnessstudioersatz ist.

4. Es ist schier zum Verzweifeln. Wann kommt er denn nun? Der große Schweißausbruch? Gerade viele Saunaneulinge warten oft vergeblich auf den großen Schweißausbruch und kämpfen sich lange Zeit ab, nur um genauso stark zu schwitzen wie der Sitznachbar. Und Sie tun es dann oft länger als nötig. Nicht dazu bevorzugen dann viele die unterste Bank, weil dort die niedrigste Temperatur ist. Dabei ist genau das falsch. „Lieber kürzer, aber intensiver schwitzen!“ gilt in der Sauna. Und seien Sie unbesorgt, wenn der Schweiß nicht gleich in Strömen fließt. Der im Schwitzen ungeübte Körper wird sich mit der Zeit auch daran gewöhnen.

5. Einmal in der Woche in die Sauna und sich maximal drei Gänge im Schwitzkasten gönnen. Auf diese Weise erzielen Sie den größten Nutzen. Bei 2 Saunabesuchen in der Woche empfehlen sich zwei Gänge bei täglichem Besuch reicht ein gang völlig aus. Wenn Sie aber von der „Droge“ Sauna richtig erfasst sind, dass Sie öfters das Saunabad in Anspruch nehmen wollen, ist dies auch kein Problem. Ernsthafte Gesundheitsschäden zieht die Sauna in jedem Fall nicht nach sich. Auch wenn sich bei starker Übertreibung in Einzelfällen Gereiztheit; Müdigkeit und Unausgeglichenheit breit machen können.

Nach dem Saunagang:

  • Warme Dusche vor dem Abkühlen
  • Verzicht auf Luftbad
  • Ungeduscht ins Tauchbecken
  • Schwimmbecken anstelle von Tauchbecken+ Nachschwitzen in warmen Wasser
  • Warmes Fußbad auslassen
  • Unbekleidet in die Ruhephase
  • Nicht ausreichend trinken

1. Gehören Sie auch normalerweise zu den „Warmduschern?“ Wenn Sie diese Frage jetzt mit „Ja“ beantworten, sollten Sie Ihre Gewohnheit mindestens nach dem Schwitzbad ablegen. Sonst könnte es schnell zu einem Wärmestau im Körper kommen. Mit der möglichen Konsequenz: „Kreislaufkollaps“ .

2. Ärgern Sie sich auch das ein oder andere Mal, wenn am Arbeitsplatz ein Frischluftfanatiker selbst bei der kältesten Witterung die Fenster aufreißt? In der Sauna sollten Sie auf frische Luft aber in keinem Fall verzichten. Die frische Luft lindert Ihre durch das Saunabad mächtig aufgeheizten Atemwege. Und zum anderen können Sie die Sauerstoffreserven wieder auffüllen, die in der dünnen Saunaluft verloren gegangen sind.

3. Ein eigenes Becken voller Schweiß. Das gehört üblicherweise nicht zur Grundausstattung einer Saunabadeanstalt. Wenn Sie also zur Hygiene des Tauchbeckens und zum Wohlbefinden aller Badegäste einen Beitrag leisten wollen, duschen Sie Ihren Schweiß vorher ab.

4. Ein paar Runden im Schwimmbecken drehen? Oder es sich im Whirlpool gemütlich machen? So manch einer entwickelt schon seine ganz eigenen Ideen wie er von seinem „Hitzkopf“ runterkommt. Zu empfehlen ist jedoch beides nicht. Die Muskelbelastung beim Schwimmen und die nicht ausreichende Abkühlung durch den Whirlpool strapazieren den Kreislauf nur unnötig.

5. Es klingt paradox. Aber ein warmes Fußbad während der Abkühlphase kann wahre Wunder bewirken. Durch die Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße. Der Körper verhindert so auszukühlen. Mit einem warmen Fußbad steuert man dem entgegen und die Gefäße weiten sich wieder. Die weitere Abkühlung kann ihren gewohnten Lauf nehmen und Gefäßkrämpfe durch ein komplettes Weglassen des Fußbades tauchen gar nicht erst auf.

6. Wenn die Abkühlphase abgeschlossen ist und der Körper sein normales Niveau wieder erreicht hat, sollten Sie es auch dabei belassen. Spielen Sie lieber nicht den Helden und zeigen allen wie lange Sie „cool“ bleiben können. Sonst haben Sie schon bald ne ungeliebte Erkältung am Hals.

7. Flüssigkeit kommt; Flüssigkeit geht. Ein ganz „natürliches“ Prinzip. In der Sauna geht Sie und mit dem Trinken kommt Sie wieder. Mineralwasser; Fruchtschorlen, ungesüßte Kräuter- & Früchtetees können dabei einen guten Dienst leisten. Wie viel Sie an Flüssigkeit verloren haben, können Sie ganz leicht auf der Waage feststellen.

Wenn Sie all diese Tipps beherzigen, steht einem entspannten Tag in der Saunalandschaft nichts mehr im Wege.

 

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