Sauerampfer – Wildkräuter

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Sauerampfer – Rumex acetosa

Synonyme: Grosser Ampfer, Salatampfer, Sauergras, Sauerknöterich, Wiesen-Sauerampfer

Allgemeines: Der Sauerampfer gehört zur der Familie Knöterichgewächse (Polygonceae). Die krautige Pflanze ist ausdauernd und mehrjährig. Sie kann eine Höhe zwischen 30 und 100 cm erreichen.

Sauerampfer - Rumex acetosa
Sauerampfer – Rumex acetosa

Die Stängel sind aufrecht wachsend, knotig gegliedert und rötlich überlaufen. Die großen, grünen Blätter sind pfeilförmig.

Sie haben einen säuerlichen Geschmack, ähnlich wie Rhabarber. Die kleinen rötlich-grünen Blüten stehen in lockeren Rispen zusammen. Sie erscheinen in den Monaten Mai bis August.

Wirkstoffe: Im Sauerampfer sind neben Vitamin C auch Oxalsäure, Kaliumbioxalat Eisen, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Gerbsäure, Hyperosid und Alkalisalze vorhanden.

Verbreitung/Standort: Der Wiesen- Sauerampfer ist über ganz Mitteleuropa verbreitet. Er liebt einen sonnigen Standort, gedeiht aber auch noch in schattigen Lagen. Bevorzugt findet man ihn auf nährstoffreichen, sandigen Lehm- und Tonböden. Er wächst auf feuchten Wiesen, Weiden, auf Erdhaufen und auch am Straßenrand. Meist tritt der Sauerampfer in großen Beständen auf.

Ernte: Die Blätter können vom Frühjahr bis Juli geerntet werden. Je später im Jahr die Ernte erfolgt, desto bitterer sind sie im Geschmack. Daher sollte immer erst ein Blatt gekostet werden. Eine Verarbeitung der Blätter sollte möglichst noch frisch erfolgen, denn sie welken sehr schnell.

Sauerampferblätter eignen sich nicht zum Trocknen, da sie erheblich an Aroma verlieren. Sie sollten daher dann lieber eingefroren werden. Zum Einfrieren sind nur frische Blätter geeignet. Man legt sie dazu in ein Gefäß mit Wasser und stellt sie dann in das Gefrierfach. Ebenso kann anstelle von Wasser auch Öl verwendet werden.

Gesundheit: Dem Sauerampfer werden eine schhleimfördernde, entzündungshemmende, antibakterielle, adstringierende, blutbildende, blutreinigende, harntreibende, fiebersenkende, verdauungsfördernde und wurmtreibende Wirkung nachgesagt. Eine Anwendung kann innerlich und auch äußerlich erfolgen.

Der Einsatz von Sauerampfer kann Linderung bei Leber- und Magenbeschwerden, Verstopfung, Durchfall, Hautausschlägen, Pickel und auch Schwellungen bringen. Sauerampfer kann auch bei Frühjahresmüdigkeit, durch das enthaltene Vitamin C, gute Dienste leisten.

Schon bei den alten Ägyptern wurde der Sauerampfer bei Verdauungsbeschwerden verwendet. Ein frisch oder auch aus Samen aufgebrühter Tee wirkt verdauungsfördernd.

Küche: Sauerampfer kann als Rohkost oder auch gekocht verzehrt werden. Das beliebte Wildkraut wird gern als Salatgewürz, in Saucen, Suppen und Omeletts verwendet. Verwendung finden aber nur junge Blätter. Als Gemüsebeilage kann er zusammen mit Spinat gekocht werden.

Eine cremige Sauerampfersuppe ist heiß und auch eisgekühlt ein Genuss. Der Sauerampfer gehört daneben auch zu den sieben Kräutern, die zur Herstellung der Frankfurter Grünen Sauce benötigt werden.

Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure und Alkalisalze sollte nicht zu viel verwendet bzw. verzehrt werden. In hohen Dosen wirkt er leicht giftig und es kann zum Erbrechen und Durchfall kommen.

Daneben sollten auch Schwangere und Menschen mit Blasen-und Nierensteinen, Rheuma, Gicht und Eisenmangel vorsichtig beim Verzehr sein.

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