Salbei – Gewürze Lexikon

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Salbei – Salvia officinalis

Allgemeines: Der immergrüne Strauch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute wird Salbei weltweit kultiviert. Wild wachsender Salbei bevorzugt trockene und felsige Böden. Er gehört zur Familie der Lippenblütler. Man kennt ihn auch unter den Namen Edelsalbei oder Königssalbei. Der mehrjährige Halbstrauch kann zwischen 30 und 80 cm hoch werden.

Salbei - Salvia officinalis
Wie sieht Salbei aus? – Salvia officinalis

Im oberen Bereich verholzen die verzweigten Stängel. Die lanzettlich länglichen Blätter sind grau behaart. Der Handel bietet aber auch farbige Züchtungen mit   bunt gefleckten Blättern an. In den Monaten Juni bis August erscheinen blau-violette Blüten. Diese bilden endständige Quirle.

Im Salbei sind ätherische wie Thujon und Cineol und Saponine, Gerbstoffe und Vitamine enthalten.

Ernte: Der Salbei entwickelt erst im 2. Jahr sein volles Aroma. Junge Blätter und Triebe können von Mai bis Oktober geschnitten werden. Pflanzenteile zum Trocknen sollten man nicht zu spät schneiden. Die Blätter trocknen eine längere Zeit. Es muss hier unbedingt darauf geachtet werden, dass sie nicht schwarz werden oder gar faulen.

Da Salbei eine verholzende Pflanze ist, schneidet man ihn im Spätsommer noch einmal nach, ungefähr handhoch. Dies sollte zeitig geschehen, so dass sich noch neue Triebe vor dem Winter entwickeln können.

Anzucht: Die Salbeipflanzen sollten in einer Keimbox oder im Frühbeet vorgezogen werden. Dazu kann eine Aussaat ab Mitte März bis Mai erfolgen. Von Juni bis Juli können dann die jungen Pflanzen mit einem Pflanzabstand von 30 x 30 cm ins Freiland umgepflanzt werden.

Salbei liebt einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem und kalkhaltigem Boden. Staunässe wird nicht vertragen. Im Winter ist ein luftiger Frostschutz notwendig.

Salbei kann auch in Töpfen auf der Fensterbank kultiviert werden.

Verwendung: Bei der Zubereitung von Speisen sollte man den Salbei mit seinem würzig- bitteren Aroma sparsam dosieren.

Er wird gern zum Würzen von Fischgerichten, besonders Aal und auch Fleisch, Wild, gebratenem Geflügel, Gemüsegerichten, Teigwaren, Soßen, Eier- und Quarkspeisen verwendet. Für die Entfaltung seines vollen Aromas sollte Salbei mitgekocht werden. Er eignet sich auch hervorragend zur Herstellung von Kräuteröl und Kräuteressig.

Salbei ist aber auch für seine verdauungsfördernde, gallentreibende, hustenlindernde, auswurffördernde, antiseptische, entzündungshemmende, schweißhemmende und blähungstreibende Wirkung bekannt. Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle lindert Salbeitee Husten und Halsschmerzen, sowie Magen- und Darmbeschwerden.

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