Safran – Gewürze Lexikon

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Safran – König der Gewürze

Safran wird auch als der König der Gewürze genannt. Nicht zu unrecht, denn Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Gewonnen wird er aus den Blüten der Pflanze „Crocus Sativus“.

Safran - Aus Crocus Sativus
Wie sieht Safran aus? – Aus Crocus Sativus

Je Blüte können lediglich drei Stempelfäden geerntet werden. Für die Ernte von einem Kilo werden bis zu 200.000 Pflanzen benötigt.

Da die Fäden nicht maschinell geerntet werden können, ist hier mühsame Handarbeit angesagt. Darin liegt auch die Begründung für die Kostbarkeit dieses Gewürzes. Safran wurde bereits in der griechischen Mythologie erwähnt. Der Legende nach soll Zeus auf einem Bett aus Safran geschlafen haben. Um den König der Gewürze spinnen sich zahlreiche Legenden, dessen Heilwirkung ist jedoch allgemein bekannt und geschätzt.

Anbaugebiete und Verbreitung von Safran – Wie sieht Safran aus?

Es wird angenommen, dass sich das Gewürz aus dem alten Kreta über die Welt verbreitet hat. Eine sichere Aussage bezüglich des Ursprungslandes ist jedoch nicht bekannt. Da die zarten Pflanzen besondere klimatische Verhältnisse lieben, lässt sich Safran nicht überall auf der Welt anbauen.

Heute liegen die wichtigsten Anbaugebiete im Iran. Etwa 96% des weltweiten Anbaus werden hier kultiviert und geerntet. Der Iran verfügt über perfekte klimatische Verhältnisse für den Crocus Sativus. So lassen sich pro Jahr ca. 120 Tonnen des roten Goldes pflücken.

Indien und Griechenland sind die weiteren wichtigsten Anbaugebiete. In deutlich kleinerem Maß wird das Gewürz in Marokko und Spanien angebaut. Die Mengen sind hier mit etwa 1,3 Tonnen pro Jahr relativ klein. Auch Mitteleuropa kann mit eigenen Anbaugebieten aufwarten. So wird zum Beispiel in Österreich der Wachauer Safran und der pannonische Safran angebaut.

Besonders interessant ist aber das kleine Dorf Mund in der Schweiz. Hier wird auf einer Fläche von etwa 2.500 Quadratmetern Safran angebaut. Ist die Ernte in Sicht, kommt das ganze Dorf zum Pflücken zusammen.

Heilkräfte, Mythen und Legenden

Dem Safran werden Heilkräfte zugeschrieben, er galt im alten Griechenland auch als bewährtes Potenzmittel. In der Antike hieß es, dass Safran nur den Göttern und Königen vorbehalten war. Sie trugen Kleider, die mit Safran gefärbt worden waren.

Das Gewürz gilt als blutstillend, vitalisierend und nervenstärkend. Verwendet werden die Stempelnarben in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), aber auch in der heimischen Naturheilkunde. Außerdem gilt dieses Gewürz als Beautywunder.

Aus den Stempelfäden kann unter Zugabe weiterer Gewürze und Duftstoffe Parfüm hergestellt werden.

Als Gewürz wird Safran wegen seines leicht herb-würzigen Geschmacks geschätzt. Sparsam angewendet verleiht er Speisen eine besondere Note und eine rötliche Farbe.

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