Rosskastanie – Bäume im Garten

Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

Die Rosskastanie stammt aus den Wäldern des Balkans. Von dort fand sie vor über 400 Jahren ihren Weg nach Deutschland. Bei uns wurde sie im Jahre 2009 zur „Arzneipflanze des Jahres“ und im Jahr 2005 zum „Baum des Jahres“ gekürt.

Aesculus hippocastanum
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

Aufgrund ihrer Schnellwüchsigkeit, der Schatten spendenden Krone und ihren tollen Blüten, wird sie gern als Allee- und Parkbaum gepflanzt.

Die Rosskastanie kann bis zu 300 Jahre alt werden und dabei eine Wuchshöhe von 30 Metern erreichen. Die Blüten des Kastanienbaumes werden im Volksmund auch Kerze genannt, da ihr Blütenstand aufrecht und weithin sichtbar ist. Die Blütezeit beginnt, je nach Wetter, im April/Mai und endet im Juni.

Nach der Blütezeit bildet der Kastanienbaum große, bestachelte Kapselfrüchte aus. Diese reifen bis zum September/Oktober des Jahres. In den Kapselfrüchten befinden sich 1 bis 3 Samen. Fallen die Kapseln nach ihrer Reifung auf den Boden, zerplatzt die Kapselhülle und heraus fallen die braun glänzenden Samen (Kastanie).

Für die Menschen sind die Samen, aufgrund ihres bitteren Geschmackes, ungenießbar. Heimische Wildtiere, wie Rehe und Rothirsche schätzen die Kastanie aber sehr.

Das Holz des Kastanienbaumes wird zu Möbelfurnieren verarbeitet. Aus den Samen werden Stoffe gewonnen, die zur Herstellung von Kosmetika notwendig sind.

Aber auch im medizinischen Bereich hat die Kastanie Einzug gehalten. Ihre Samen, Borke, Blüten und Blätter liefern für die Pharmazie Wirkstoffe, die eine entzündungshemmende- und gefäßverstärkende Wirkung haben. Präparate aus der Rosskastanie kommen unter anderem bei Magengeschwüren, Krampfandern und Hämorrhoiden zum Einsatz.

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