Rosmarin – Gewürze Lexikon

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Rosmarin – Rosmarinus officinalis

Allgemeines: Der immergrüne kleine Strauch gehört zur Familie der Lippenblütler. Er ist auch als Anthoskraut, Meertau und Brautkraut bekannt. Seinen Ursprung hat er im Mittelmeerraum und Mittel- und Südeuropa. Hier ist Rosmarin in wilder und auch kultivierter Form anzutreffen. Er wächst bevorzugt auf trockenen und sonnigen Standorten.

Rosmarin - Rosmarinus officinalis
Wie sieht Rosmarin aus? – Rosmarinus officinalis

Die ausdauernde Pflanze kann eine Höhe zwischen 50 und 200 cm erreichen. Die kantigen Stängel können niederliegend oder aufrecht wachsend sein. Im zweiten Jahr beginnen sie zu verholzen.

Die gegenständigen und linealischen Blätter sind an ihren Rändern aufgerollt. In den Monaten März bis September erscheinen die blauvioletten Blüten. Sie bilden in den Blattachseln kurze Trauben.

Rosmarin enthält neben ätherischen Ölen wie Campher auch Terpene, Gerb- und Bitterstoffe und Harze.

Ernte: Im ersten Anbaujahr sollten in der Regel nur einzelne Blätter gepflückt werden. Dann im zweiten Jahr kann eine richtige Ernte erfolgen. Es können jetzt ab Mai bis in den Oktober hinein laufend junge Triebspitzen geerntet werden. Gern wird der Rosmarin auch als Kübelpflanze gehalten. Hier ist eine ganzjährige Ernte möglich.

Rosmarin kann auch getrocknet werden. Dazu schneidet man im Sommer oder während der Blüte die krautigen Pflanzenteile und bindet kleine Sträußchen. Diese werden im Anschluss an einen dunklen und luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Die Aufbewahrung erfolgt kühl und dunkel in geschlossenen Gefäßen.

Anzucht: Der immergrüne Strauch ist frostempfindlich. In kalten Gegenden ist er daher nur in Kübeln kultivierbar. Rosmarin sollte in einer Keimbox oder Frühbeet vorgezogen werden. Die Aussaat erfolgt Mitte März bis Mitte Mai. Die Keimdauer liegt bei 4 Wochen. Die jungen Pflanzen können dann in einem Pflanzabstand von 30 x 30 cm im Juni bis Juli ins Freiland gepflanzt werden.

Der Handel bietet auch Topfpflanzen an. Im Winter ist eine Fichtenreisigabdeckung notwendig. Kübelpflanzen werden frostfrei in einem kühlen und hellen Raum bei 5°C überwintert.

Rosmarin liebt einen windgeschützten, sonnigen Standort. Der Boden muss gut durchlässig sein.

Der Strauch kann daneben aber ganzjährig in der Wohnung kultiviert werden.

Verwendung: Das pikant- bitterwürzige Aroma des Rosmarins erinnert stark an den Geruch eines Pinienwaldes. Besonders eignet sich Rosmarin zum Würzen von Wildgerichten, Fisch-, Schaf-,Hammel- oder Schweinefleisch, Gemüse, Salatsoßen, Eintöpfen, Kartoffel- und Geflügelgerichten und natürlich Pizza.

Rosmarin sollte für ein volles Aroma möglichst mitgekocht werden. Daneben wird Rosmarin auch für Kompott und Eingemachtes und zur Herstellung von Kräuteressig verwendet. Sehr gut lassen sich Rosmarinzweige in Essig und Öl einlegen.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist der Rosmarin auch für seine appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende, anregende, harntreibende, entzündungshemmende und blähungstreibende Wirkung bekannt. Blühendes Rosmarin hat sich als Nervenberuhigungs- und Rheumamittel bewährt.

Ein Bad mit Rosmarinblättern wirkt beruhigend, regt den Kreislauf an und stärkt strapazierte Haut. Im Gurgelwasser wirkt es Entzündungen in der Mundhöhle entgegen.

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