Pateneltern werden zur Taufe

Wir sollen Pateneltern werden!

Wenn ein Kind vor der Taufe steht, gilt es einen Paten zu finden. Das wird in der Regel jemand sein, der den Eltern besonders nahe steht. Doch welche Erwartungen oder gar Verpflichtungen, welche Rollen und Aufgaben sind damit verbunden?

Pateneltern werden heißt Verantwortung übernehmen
Pateneltern werden, was wird von mir erwartet?

Ein Pate begleitete das Kind aus religiöser Sicht zur Taufe und übernimmt Verantwortung, dass das Kind den Glauben selbst erfahren und leben lernt. Bis zum Jahr 1983 stellte die Patenschaft in der Kirche eine geistige Verwandtschaft dar. Das Wort Pate kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Mit-Vater“. In der katholischen und evangelischen Kirche sind die Bedingungen für eine Patenschaft unterschiedlich.

Es gibt verschiedene Bräuche für’s Pateneltern werden

Das kann die Mitgestaltung der Messe sein, die Gestaltung der Taufkerze, eine Kinderbibel als Geschenk oder ein persönlicher Wunsch oder ein Versprechen fürs Leben, den man schriftlich festhält. In manchen Gegenden ist es üblich, dass die Kinder ihren Paten am Palmsonntag einen Palmstock bringen der schön verziert ist und in der Kirche gesegnet wurde. Der Tauftag kann jährlich ein Grund für ein Treffen werden um sich an die Taufe und das Versprechen zu erinnern.

Heute ist die rein religiöse Begleitung der Pateneltern allerdings teilweise in den Hintergrund gerückt

Von einem Paten wird gewünscht, dass dieser die persönliche Entwicklung des Kindes begleitet und den Eltern in Fragen zur Erziehung zur Seite steht. Manchmal beschränkt sich eine Patenschaft auch rein auf das Beschenken zu feierlichen Anlässen.

Pateneltern sollten sich bemühen, eine persönliche Beziehung zu dem Patenkind aufzubauen und als ihr Ratgeber oder auch Vermittler zwischen den Eltern da zu sein. Früher hatten Paten im Falle des Todes der Eltern die Pflicht der Fürsorge. Jedoch ist eine Patenschaft nicht mit einer Vormundschaft verbunden. Wenn Eltern das wünschen, kann dies im Testament festgelegt werden.

Wichtig wäre mit dem Wunschpaten ein klärendes Gespräch zu führen

Wie sind die Erwartungen, Wünsche und Verpflichtungen an die Pateneltern? Dies erspart Enttäuschungen auf beiden Seiten. Im besten Fall entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Pate, das über Jahre halten kann. Eltern können übrigens selbst keine Paten werden, aber die Großeltern. Auch die Geschwister oder sehr gute Freunde werden gerne gewählt. Wichtig ist, dass man in Sachen Wertevorstellung und Erziehung aufeinander bauen kann.

2 Gedanken zu „Pateneltern werden zur Taufe“

  1. Wer denkt denn wohl wirklich daran das dieser Ernstfall eintreten wird?
    Und wie oft passiert sowas?
    Wichtig ist erstmal das man die Sache auch ernst nimmt.
    Es gibt genug Paten denen das Geburtstagsgeschenk zu stressig ist.
    Und das ist dann für das Kind einfach nur traurig.

  2. Ich habe im Laufe meines Lebens 8 Patenschaften übernommen, als Freund, als Bruder, als Schwager. Alle Patenschaften waren verbunden mit den üblichen Pflichten wie Geschenken zum Geburtstag und Weihnachten, sowie Reden bei Komunion oder Konfirmation. Die letzte Patenschaft habe ich bei einem Jungen angenommen, den ich als letzte Herausforderung angesehen habe ( er wurde erst im Alter von 5 Jahren getauft ), wo man schon absehen konnte, dass er aufgrund charakterlicher Besonderheiten besonderer Hinwendung bedarf. Nun ist der Fall eingetreten, das der Vater frühzeitig verstorben ist und das Patenamt nun eine zusätzliche Verantwortung beinhaltet, der man sich beim Antritt durchaus bewusst sein sollte.

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