Kinderkrankheiten – Röteln

Röteln erkennen und richtig behandeln

Röteln und Windpocken sind als sogenannte „kleine Kinderkrankheiten“ ungefährlich, aber man muss sie kennen, um eine Verwechslung mit anderen Krankheiten zu vermeiden und weil man sie nicht einfach übersehen sollte. Es ist zuweilen schwer zu unterscheiden, ob es sich um Röteln handelt oder um Masern.

Röteln und weitere Kinderkrankheiten erkennen und richtig behandeln
Ansteckende Kinderkrankheiten – Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken

Röteln sind eine ansteckende, gutartige Viruskrankheit, die durch ihren masernähnlichen Ausschlag gekennzeichnet ist, die unangenehmen katarrhalischen Erscheinungen dagegen nicht aufweist, auch Fieber und sonstige störenden Allgemeinsymptome stellen sich kaum ein.

Der rötliche Ausschlag tritt meist zuerst im Gesicht auf, befällt aber auch Kopf, Rumpf und Glieder. Nach drei bis vier Tagen blasst er ab. Die Lymphdrüsen am Hals und Hinterkopf sind häufig vergrößert, geschwollen, was zu leichten Schmerzen beim Bewegen des Kopfes führt.

Das Allgemeinbefinden der Kinder ist kaum gestört. Wenn man sie im Bett halten will (was nur bei höherem Fieber nötig ist), stößt man oft auf heftigen Widerstand Sie fühlen sich gesund und wollen nichts von Bettruhe wissen. Inkubationszeit ist 14 bis 21 Tage. Die Ansteckungsfähigkeit ist nicht so allgemein wie bei Masern. Tritt die Krankheit aber in Anstalten oder Schulen auf, so erkrankt bis weilen mehr als die Hälfte. Besonders empfänglich sind Kinder von 5 bis 12.

Schutzimpfung für Schwangere

Eine eigentliche Behandlung ist kaum nötig. Erkrankte Kinder wird man eine Woche vom Schulbesuch fernhalten. Bei sonst ungestörtem Befinden und bei gutem Wetter dürfen sie sogar ins Freie gehen. Der Verlauf der Krankheit ist fast ausnahmslos leicht und komplikationsfrei, so dass Röteln als gutartigste aller bekannten Infektionskrankheiten gelten.

ACHTUNG: Rötelerkrankungen können bei einer Frau in den frühen Schwangerschaftsmonaten zu Entwicklungsstörungen beim wachsenden Kind führen.

Eine werdende Mutter, die in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft einer Ansteckung ausgesetzt wurde, sollte sich deshalb unmittelbar mit ihrem Arzt in Verbindung setzen. In solchen Fällen Ist eine Schutzimpfung möglich, die dazu dient, mögliche Schädigungen bei dem zu erwartenden Kind zu verhüten.

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