Risikolebensversicherung – Schutz für die ganze Familie

Spätestens, wenn ein Paar heiratet und eine Familie gründet, sollte es sich ernsthaft mit der finanziellen Absicherung auseinandersetzen. Denn Eltern tragen nicht nur für sich die Verantwortung, sondern vor allem für den gemeinsamen Nachwuchs.

Ein Dilemma
Die Risikolebensversicherung zum Schutz der Familie

Katastrophen wie ein Unfall oder eine tödliche Krankheit brechen zufällig über Ihr Glück herein – und das oft unerwartet und schnell. Für diese Fälle stehen Vorsorgenden verschiedenste Absicherungsmodelle bereit.

Es kann jederzeit etwas passieren – Möglichkeiten der (finanziellen) Absicherung

Neben der obligatorischen Krankenversicherung, die in Deutschland seit einigen Jahren Pflicht ist, gibt es zahlreiche weitere Versicherungen. Doch längst nicht jede Versicherung lohnt sich. Für Eltern sind die folgenden Versicherungen sinnvoll:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Gebäude- und Hausratversicherungen (auch für Mieter)
  • Risikolebensversicherung

Eine besonders interessante Variante ist die Risikolebensversicherung. Verstirbt der Haupt- oder Alleinverdiener der Familie innerhalb des Versicherungsraumes, sind die Hinterbliebenen finanziell abgesichert. Sollte der Versicherte nicht versterben, läuft die Versicherung ganz einfach aus. Es geht also nicht um Gewinn, sondern um die reine Sicherheit für die Hinterbliebenen.

Dabei ist der große Vorteil der verhältnismäßig niedrige Beitragssatz. Sind die Kinder noch finanziell von ihren Eltern abhängig und/oder müssen hohe Kredite abbezahlt werden, ist die Versicherung am sinnvollsten. Denn in diesen Fällen ist die Familie besonders auf ein sicheres Einkommen angewiesen.

Die Risikolebensversicherung: Für Hauptverdiener mit Kindern und Darlehensbelastung

Ein unerwartet früher Tod: Viele Haupt- oder Alleinverdiener möchten ihre Familie für diesen Fall absichern. Was erwartet Interessierte bei einem Versicherungsabschluss? Zunächst wird die Versicherungslaufzeit festgelegt, die sich zum Beispiel nach der offenen Kreditbelastung oder dem Alter der Kinder richtet.

Die Kinder sollten finanziell bis nach Ende der Ausbildung oder dem Studium unterstützt werden. Nur innerhalb der vereinbarten Laufzeit kann es bei Ableben zu einer Auszahlung der Versicherungssumme kommen. Geleistete Beiträge werden im Fall des Überlebens nicht zurückgezahlt, sonst würde sich das Geschäft für die Versicherung nicht lohnen.

Allerdings sind die Beiträge im Vergleich zu anderen Lebensversicherungen wie der Kapitallebensversicherung niedrig. Der monatliche Beitragssatz richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen des Versicherten, wie Alter und Gesundheitszustand. So zahlen Nichtraucher, unter vierzig-Jährige und gesunde Menschen weniger als Raucher, die über Fünfzig sind und mit risikoreichen Erkrankungen wie Diabetes leben müssen.

Der Gesundheitszustand ist ein wesentliches Kriterium, der in der Regel durch schriftliche Angaben des Versicherten festgehalten wird. Es kommt nur selten zu einer ärztlichen Untersuchung. Die Beitragshöhe richtet sich auch nach der Länge der Laufzeit und der Höhe der Versicherungssumme. Die Beiträge lassen sich steuerlich absetzen.

Etwas komplizierter wird es, wenn die Versicherungssumme festgelegt werden soll. Bei Krediten allein ist es einfacher, denn die Summe steht ja bereits fest. Nur bei Kindern lässt sich schlecht sagen, wieviel Geld tatsächlich nötig sein wird. Allgemein ist immer auch die Einberechnung des voraussichtlichen Einkommens der Hinterbliebenen, zum Beispiel durch eine Rente, sinnvoll.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Versicherungssumme am Bruttojahreseinkommen des Hauptverdieners festzulegen. Sie soll rund das Drei- bis Fünffache davon betragen. Auch das führende Versicherungsunternehmen Allianz empfiehlt ausreichenden Versicherungsschutz und gibt noch weitere nützliche Tipps zum Abschluss einer Risikolebensversicherung.

Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, sollte sich mit der Erbschaftssteuer auseinandersetzen. Wird die Auszahlung an die bezugsberechtigte Person, also den überlebenen Partner ausgezahlt, wird die Steuer fällig, sofern bestimmte Freibeträge überschritten werden. Eine mögliche Alternative ist es, wenn jeweils ein Partner auf den anderen die Versicherung abschließt. Im Falle des Todes erhält der Versicherungsnehmer das Geld, was bei der Erbschaftssteuer durchaus einen Unterschied macht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.