Richtige Ernährung für Hunde

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Wie ernähre ich meinen Hund richtig?

Über die Frage nach der besten und gesündesten Form der Ernährung für Hunde wurde schon viel gesagt und geschrieben. Wahre und selbst ernannte Experten führen allerlei Argumente für diese oder jene Ernährungsform an.

Wir fühlen uns nicht berufen, eine endgültige Antwort darüber zu geben, ob nun Trockenfutter, Nassfutter oder die sogenannte BARF-Methode, das biologisch artgerechte rohe Futter, das Nonplusultra der Hundeernährung sind. Einige grundsätzliche Gedanken darüber, wie der beste Freund des Menschen gefüttert werden sollte, wird jedem Hundehalter die Entscheidung sicher erleichtern.

Aufstellung der Anzahl der Besitzer von Haustieren
Anzahl der Haustierbesitzer in Deutschland

Bildquelle: Kleinesonne.de

Was sagt der Gesetzgeber?

Nähern wir uns diesem Thema zunächst einmal von der rechtlichen Seite. Im Grundgesetz heißt es in Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Tierschutzgesetz erlassen. Eine erste Fassung wurde im Dritten Reich 1933 verabschiedet. Eine komplette Neuformulierung erfuhr das Tierschutzgesetz 1972. Auf dieser Grundlage erfolgten immer wieder Novellierungen, zuletzt am 28. Juli 2014. In Paragraf 2 heißt es: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  • muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen
  • darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden
  • muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“

Damit ist klar, dass Fleisch ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung eines Hundes sein sollte. Eine Orientierung am Fressverhalten der Wölfe und anderer Wildhunde ist für den Hund als fleischfressendes Haustier essenziell. Fleischfresser heißt aber nicht reiner Fleischfresser. Wölfe fressen ihre Beutetiere mitsamt Haut, Federn, Haaren, Knochen, Blut und dem Inhalt des Magen-Darm-Trakts. Bei Letzterem handelt es sich oft um vegetarische Kost, die nun vorverdaut ist und somit besser im kürzeren Darmtrakt des Wolfes verwertet werden kann.

Hunde brauchen wie der Mensch eine ausgewogene Ernährung

Die im Handel angebotene Tiernahrung für Hunde enthält in der Regel alle Nährstoffe, die das Tier braucht. Eine ausschließliche Fütterung mit Fleisch würde zu Mangelerscheinungen führen. Grundsätzlich brauchen Hunde wie wir Menschen auch folgende Bestandteile in ihrer Nahrung:

  • Wasser
  • Proteine
  • Fett
  • Kohlenhydrate
  • Vitamine
  • Mineral- und Ballaststoffe

Egal, ob Sie sich also für Trockenfutter oder Nassfutter entscheiden, eine Ergänzung des Hauptfutters mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln sorgen für Abwechslung und eine ausgewogene Kost. Manche Hunde entwickeln eine besondere Vorliebe für Quark, Käse oder Fisch. Solche Nahrungszusätze stellen in Maßen verabreicht kein Problem dar und sind sogar empfehlenswert.

In seltenen Fällen vertragen Hunde keine industriell gefertigte Nahrung. Dann muss Herrchen oder Frauchen selbst Hand anlegen und das Hundefutter selbst zubereiten. Wer das Hundefutter selbst kocht, hat die vollständige Kontrolle darüber, was sein Hund zu sich nimmt. Allerdings ist Selberkochen mit einem erhöhten Zeitaufwand verbunden und

verlangt auch ein Wissen über den Nährstoffbedarf des Hundes und die Zusammensetzung der Zutaten. Auch der Energiebedarf muss richtig eingeschätzt werden. Dieser ist abhängig davon, was der Hund den ganzen Tag tut. Ein Husky, der an Hundeschlittenrennen teilnimmt, hat naturgemäß einen wesentlich größeren Energiebedarf als ein Schäferhund, der überwiegend Überwachungsaufgaben übernimmt.

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