Wickeln & Windeln Praxistipps

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Mein Baby richtig wickeln

Im Mittelpunkt der täglichen Pflege steht das mehrmalige Wickeln, denn die Babys sind noch nicht in der Lage ihre Ausscheidungen zu kontrollieren. Neugeborene müssen täglich sieben- bis achtmal eine neue Windel erhalten.

Windeln und Wickeln
Tipps für Windeln und das richtige Wickeln beim Baby

Mit zunehmenden Alter muss die Windel dann nur noch ungefähr fünfmal gewechselt werden. Und je öfter man das Anlegen der Windel übt, desto besser geht es und hilft damit Ihnen und ihrem Baby.

Wie oft wird gewickelt?

Oberstes Gebot ist hier: Das Kind muss neu gewickelt werden, immer wenn es nass ist. Bei der Verwendung von Stoffwindeln, fühlt man dabei ganz leicht, wenn diese durchfeuchtet sind. Im Gegensatz dazu hat man bei Windelhöschen sehr oft den Eindruck, dass das Kind noch trocken sei, obwohl es nicht der Fall ist.

Hier muss die Windel dann umso genauer kontrolliert werden. Ein untrüglicher Geruch weist daraufhin, dass das Baby ein „großes Geschäft“ gemacht hat. In diesem Fall muss die Windel schnellstes erneuert werden. Selbstverständlich ist auch eine frische Windel vor und nach jeder Schlafphase notwendig.

Es ist ratsam das Kind am besten nach jedem Füttern frisch zu windeln, so bringt man dann eine gewisse Regelmäßigkeit in den Tagesablauf. Die meisten Kinder entleeren während des Trinkens ihren Darm. Der Grund hierfür liegt darin, das der Saugreflex mit dem Entleerungsreflex gekoppelt ist. Allerdings sollte man das Kind schon vor der Mahlzeit wickeln, wenn es nach dem Trinken zum Erbrechen oder auch Spucken neigt.

Weiterhin sind immer frische Windeln notwendig, wenn das Baby für eine längere Zeit nicht auf den Wickeltisch gelegt werden kann, also unter anderem vor jedem Ausflug oder Arztbesuch. Dennoch sollten immer für den Notfall Ersatzwindeln mitgenommen werden.

Der Wickelplatz – Tipps & Infos

Am Wickeltisch verbringen die Eltern doch sehr viel Zeit mit ihrem Kind. Der Platz sollte daher besonders kuschelig und angenehm warm sein. Hier sollen sich Baby und auch die Eltern gleichermaßen wohl fühlen.

Der Wickelplatz selbst dient nicht nur der Hygiene-Prozedur. Es können hier beim Wickeln quengelige Kinder beruhigt werden. Man schäkert, schmust und spielt. Eltern und Kind genießen hier gemeinsam den engen Hautkontakt. Die Wickelfläche muss mindestens eine Breite von 80 cm und eine Tiefe von 70 cm besitzen. Spezielle Wickelkommoden leisten hier gute Dienste. Sie sollten zweckmäßigerweise im Kinderzimmer oder im Bad ihren Platz finden.

Bei extremen Platzmangel kann man sich auch mit einem Badewannenaufsatz behelfen. Diese Aufsätze werden im Handel zusammen mit einer Babywanne und Wickelfläche angeboten. Die Wickelauflage sollte gepolstert und abwaschbar sein. Als Unterlage auf der Kunststofffläche dient am besten ein Frotteehandtuch. Wichtig sind auch seitliche Erhöhungen bzw. eine erhöhte Umrandung der Kommode. Sie sorgen so für die nötige Sicherheit.

Alle Pflegeutensilien sollten grundsätzlich in Griffweite stehen, aber immer außer Reichweite des Babys. Direkt neben dem Wickelplatz positioniert man den Windeleimer. Der gesamte Pflegebereich sollte hier hell, aber dabei nicht zu grell ausgeleuchtet sein, vor allem aber wohlig warm.

Praxis des Windeln

Vor jedem neuen Windeln muss der Po des Kindes gründlich gesäubert und gecremt werden. Bei der Verwendung von Stoffwindeln werden diese wie folgt vorbereitet:

Die Baumwollwindel wird zu einem Dreieck gefaltet. Eine zweite Mullwindel wird dann gefaltet und zu einem rechteckigen Steg zusammengelegt und so mit dem Windeldreieck kombiniert. Es kann daneben aber auch eine Kombination der Stoffwindel mit einer Vlieseinlage erfolgen.

Der Po des Babys wird dann auf die so vorbereitete Windel gelegt. Der aufgelegte Windelstreifen und die Dreiecksspitze werden nun zwischen den Oberschenkeln auf den Bauch gezogen.

Im Anschluss daran werden dann die äußersten Spitzen der Dreieckswindel über dem Bauch zusammengeschlagen. Wichtig ist, dass nach dem Windeln ein Nässeschutz in Form eines Gummihöschens oder auch eines Schafwollhöschens darüber gezogen wird. So kann sich das Kind rundum wohl fühlen.

Bei der Verwendung von Höschenwindeln zum Wegwerfen wird der Po vorher ebenfalls gründlich gereinigt und gecremt. Das Baby wird dann auf die neue Höschenwindel gelegt und das Vorderteil zwischen den Beinen auf den Bauch hoch gezogen. Die oberen Ränder schlägt man dann nach außen um, so dass die Folie nicht die Haut des Kindes berühren kann. Zum Schluss wird die Schutzfolie von den Klebestreifen entfernt und die Seitenteile auf dem Vorderteil festgeklebt. Nun hat die Höschenwindel einen perfekten Sitz und das Kind kann angezogen werden.

Das Auftreten von geröteter Haut, Pickelchen und Ausschlag kann eine Reaktion auf Feuchtigkeit und ebenso aggressive Bestandteile aus Urin und Stuhl sein. Abhilfe kann hier ein öfteres Wickeln schaffen. Dabei werden wunde Stellen mit einer speziellen Wundcreme aus der Apotheke behandelt. Sehr hilfreich können auch Bäder mit Kamillezusätzen sein.

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