Lagerfeuer Rezepte zum Kochen

Wilde Küche am Lagerfeuer- Rezepte am Feuer

Das Lagerfeuer im Freien hat schon seit Menschengedenken eine wichtige Funktion. Es wärmt den Körper, trocknet Bekleidung, vertreibt Tiere, dient als Notsignal und es können warme Speisen in entspannter Weise zubereitet werden.

Lagerfeuer mit Kindern
Rezepte zum Kochen am Lagerfeuer

Doch bevor es losgeht, wird trockenes Brennholz zu einer Art Pyramide gestapelt und angezündet. Wenn das Feuer lodert, kann nach Bedarf Holz nachgelegt werden. Nun ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um mit dem romantischen Kochen in der freien Natur zu beginnen.

Es gibt Garmethoden und tolle Rezeptideen, die überraschend simpel sind. Wer mag kann zu jedem Anlass,  ein ganz persönliches Lagerfeuer-Menü zusammen stellen.

Garmethoden, Rezeptideen und Zubereitung

Unsere Urahnen kochten in ausgehöhlten Steintöpfen oder grillten die Beute an der offenen Feuerstelle. Heute dagegen werden Kessel, Töpfe, Pfannen, Roste oder Spieße genutzt. Neben ganz simplen Überlebensmethoden gibt es selbstverständlich ganz moderne Techniken samt den passenden Kochutensilien. Hier einige Rezepte zum Ausprobieren und schmecken.

Lagerfeuer Rezepte – Deftiger Kessel-Eintopf

Zutaten 6 Personen

  • 6  Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 frische Paprika
  • 1 Chili-Schote
  • 4 EL Öl
  • 1 kg  Rinderhackfleisch
  • 2 Dosen geschälte Tomaten
  • 6 geschälte, gewürfelte Kartoffeln
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose rote Bohnen
  • 1 Dose weiße Bohnen
  •   Salz, Pfeffer
  • 1 Bund frischer Majoran

1. Geschälte Zwiebeln und Knoblauch würfeln. Paprika entkernen und mit dem Chili klein schneiden. Den Kessel oder Topf über dem Lagerfeuer hängen oder stellen. Warten bis er genügend Hitze hat.

2.  Öl hineingeben, Zwiebeln, Paprika, Chili glasig werden lassen. Hackfleisch dazu geben und gut anbraten lassen.

3. Dosentomaten und Kartoffeln zum Hack geben, mit Salz, Pfeffer kräftig würzen. Etwa 45 Minuten unter gelegentlichem Umrühren langsam köcheln lassen. Bei Bedarf etwas Wasser nachfüllen, damit nichts anbrennt.

4. Nun Mais, Bohnen abgießen und in den Topf geben. Nochmals abschmecken, frischen Majoran kleinhacken, den kurz vor dem Servieren zum Eintopf geben, verrühren und kurz durchziehen lassen.

Statt Rinderhack, kann Gulasch, Rehrücken, Kassler, Geflügel verwendet werden.

Tipp: Als Beilagen eignen sich Knüppelbrot oder Folienkartoffeln. Letztere in Folie fest einpacken und bedeckt in der heißen Asche für 30 Minuten garen.

Leckerer Kinderglühwein am Lagerfeuer für kalte Tage

Kinderglühwein ist genau das Richtige für kalte Tage. Ob nach einem Waldspaziergang oder einer Schlittenpartie – Kinderglühwein durchwärmt alle kältetauben Glieder, schmeckt lecker und lässt sich selbst in einer Thermoskanne gut mitnehmen. Und warum nicht mal ein Lagerfeuer im Winter im Schnee veranstalten?

Aber wie wird der Kinderglühwein auch so richtig lecker? Rezepte gibt es ja wirklich zuhauf. Natürlich gibt es nicht das eine Rezept, das allen schmeckt, und jedes Kind hat eigene Vorlieben. Aber sehr beliebt ist der Mix aus folgenden Zutaten.

Kinderglühwein aus Traubensaft und Orangensaft

Das Rezept mit Apfelsaft, Zucker und Zimtstangen kennt fast jeder. Eine ganz andere Mischung, die dem Klassiker aber in nichts nachsteht, ist die Kombination aus Traube und Orange.

Für acht Kinder braucht man ungefähr einen Liter Traubensaft, einen Liter Orangensaft und einen halben Liter starken Früchtetee nach Belieben (Heidelbeere ist für den Kinderglühwein besonders lecker, oder aber auch eine Früchtemischung). Zucker nur sparsam verwenden. Alle Zutaten werden in einem großen Topf erwärmt und anschließen mit Orangenscheiben oder Zitronenscheiben garniert.

Toll zu dem Kinderglühwein ist brauner Zucker. Wer mag, kann auch ein wenig Glühweingewürz dazugeben oder Zimtstangen in den Sud geben. Der Kinderglühwein wird zudem noch gesund, wenn man hinterher noch ein wenig frisch gepressten Orangensaft dazugibt.

Diese Menge dann vorher einfach von dem Liter Orangensaft abziehen!

Puter de Luxe im Lehmmantel

Lagerfeuer Rezept ohne Topf und Co.: Nomaden benutzten früher für die Herstellung von Speisen kein Kochgeschirr, sondern kochten im traditionellen Lehmmantel. Für diese spezielle Zubereitung braucht man Lehm. Der wird in Bastel, Künstler- oder Baumärkten angeboten.

Zutaten für 6 Personen

  • 2 bis 3 kg Lehm (je nach Geflügelgröße)
  • 1frische ausgenommene Pute
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Limette
  • 6 EL frisch gehackten Kräutermix (Thymian, Minze, Rosmarin)
  • Meersalz, Pfeffer
  • Gemüseblätter

1. Knoblauch zerdrücken und Öl, Honig, Tomatenmark, Saft einer Limette und Kräutermix hinzu geben. Alle Zutaten zu einer cremigen Paste verrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Die Pute waschen, trocken tupfen. Außen und innen mit der köstlichen Würzmischung einreiben. Wer mag, kann die Pute schon einen 1 Tag früher vorbereiten und marinieren! Die Putenkeulen fest zusammenbinden und das komplette Geflügel mit Gemüseblättern (Bananen-Wirsing-Bärlauch) umhüllen.

2. Den frischen Lehm kräftig kneten, damit mögliche Luftblasen vermieden werden. Mit einem Mangelholz den „Lehmteig“ ausrollen. Nun die Pute vollständig mit der Masse umschließen.

Tipp: Mögliche Löcher einfach mit etwas Lehm und Wasser zukleistern.

3. Die Pute in eine etwa 10 bis 20 cm hohe Glutschicht legen. Wenn der Lehm trocken ist, wird der Deluxe-Lehmputer komplett mit der heißen Glut bedeckt. Je nach Gewicht dauert das Garen 2 bis 3 Stunden. Danach den gebrannten Tonklumpen aus der Feuerglut nehmen. Vorsichtig mit einem Hammer öffnen, da extrem heißer Dampf entweicht. Mit frischem Salat, Folienkartoffeln oder Stockbrot servieren.

Lagerfeuer Rezept – Schokobananen-Malheur

Zutaten für 6 Personen

  • 6 reife Bananen
  • 1 Tafel Schokolade

1. Einfach die Bananenschale (inklusive Fruchtfleisch) mit einem Messer 1,5 bis 2 cm tief einschneiden. In die vorbereitete Öffnung Schokostücke im Fruchtfleisch platzieren.

2. Die Bananen in das flammenlose Feuer legen. Achtung, die offene Seite muss sich oben befinden. Warten, bis die Bananenschale dunkelbraun gefärbt ist. Die Schokolade sollte leicht zu schmelzen beginnen. Vorsichtig herausnehmen und das Dessert genießen.

Stockbrot am Lagerfeuer schmeckt allen Kindern

Stockbrot
Stockbrot Rezept mit Hefe

Stockbrot ist ganz einfach und schnell zubereitet. Für Kinder ist es beim Grillen oder am Lagerfeuer das Größte überhaupt, vor allem, wenn es dann noch auf selbst gesammelte und angespitzte Stöcke gesteckt wird.

Am besten verwendet man Haselnuss-Äste – die sind ungiftig – und entfernt vorher noch die Rinde von der Spitze, um die der Teig dann wie eine Schlange gedreht wird.

Schließlich muss man die so vorbereiteten Stöcke samt Teig nur noch über die Glut eines offenen Feuers halten und ein wenig Geduld haben – fertig ist das selbst gemachte Stockbrot!

Stockbrot Rezepte mit Hefe

Das Grundrezept für Stockbrotteig ist ein Hefeteig und wird mit

  • einem Kilo Mehl,
  • einem halben Liter Wasser (warm),
  • einem Teelöffel Salz
  • und zwei Päckchen Trockenhefe hergestellt.

Diese Menge ergibt ungefähr fünfzehn Portionen, je nachdem, wie viel Teig man später um den Stock wickelt. Die Zutaten werden zunächst alle vermengt, so entsteht ein klassischer Hefeteig, der sehr gut durchgeknetet werden muss.

Dann lässt man den Teig für das Stockbrot fünf bis sechs Stunden ruhen, damit er aufgehen kann. Ein warmer Ort ist dafür am besten geeignet.

Anschließend wird der Teig ein zweites Mal geknetet und zu kleinen Kugeln (so viele, wie es Brote geben soll) gerollt.

Dieses Stockbrot Rezept ergibt ungefähr fünfzehn hühnereigroße Kugeln, also insgesamt fünfzehn Stockbrote. Die Kugeln lassen sich in einer Schüssel gut transportieren und können dann von den Kindern vor Ort weiter verarbeitet werden.


Stockbrotteig Rezepte einfach als Download (pdf)


Entweder sie spießen eine Kugel auf oder sie rollen diese in den Händen zu einer Schlange, die sie dann um das Stockende wicklen. Alternativ kann man natürlich statt Kugel auch direkt kleine Schlangen formen, so ist es für die Kinder einfacher.

Pikante, herzhafte Stockbrot Rezepte

Nach diesem Grundrezept kann man die Stockbrote natürlich auch ein wenig aufpeppen. Wer mag, gibt dem Teig noch Gewürze wie Fenchel, Kümmel, Koriander und sogar Knoblauch bei.

Auch Bärlauch ergibt einen feinen Geschmack und wer es mediterran mag, kann auch Kräuter der Provence in den Teig verarbeiten. Übrigens schmecken Grillkartoffeln und Würstchen sehr gut zu klassischem oder pikantem Stockbrot!

Süße Stockbrotrezepte

Auch sehr lecker und mal etwas ganz anderes ist dieses süße Stockbrot Rezept. Hierfür benötigt man

  • ein halbes Kilo Mehl,
  • 80 Gramm Zucker,
  • ein Päckchen Vanillezucker,
  • ein Päckchen Hefe,
  • eine Prise Salz,
  • ein Viertel Liter Milch,
  • ein Ei
  • und hundert Gramm Butter.

Wie oben wird zunächst ein Hefeteig aus den Zutaten hergestellt, der ebenfalls mehrere Stunden an einem warmen Ort gehen sollte, bevor er dann noch einmal gut durchgeknetet wird.

Die weitere Vorgehensweise ist dieselbe wie bei dem klassischen Stockbrot. Allerdings ergibt die hier beschriebene Menge nur ungefähr sieben bis zehn Stockbrote.

Der Clou für dieses Stockbrot Rezept: Die Spitze des Stockbrotes nach dem Backen über der Glut mit Butter bestreichen und Zimt und Zucker darauf streuen!

Stockbrotbrotvarianten

Zutaten für 6 Personen

  • 1 kg Mehl
  • 2 Würfel frische Hefe
  • 500 ml Wasser
  • 80 g zimmerwarme Butter
  • 3 EL Meersalz

1. Das Mehl in eine Schüssel geben. Mittig eine Mulde formen und dort hinein die Hefe bröseln. Etwas lauwarmes Wasser dazugeben, damit sich etwas Mehl und die Hefe zu einem Vorteig verbinden. Für 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.

2. Restliches Wasser, Butter und Salz dazu geben und alles kräftig durchkneten. Wieder abdecken, bis sich der Teig verdoppelt hat. Wer mehr Geschmack wünscht, kann zum Teig Kräuter, Gewürze, Getreidekörner, Käsewürfel, Oliven, getrocknete Tomaten oder Speckwürfel dazugeben – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

3. Den Teig portionieren, in Rollen formen und um die Astspitze eines dünnen Stockes wickeln. Mit etwas Abstand das umwickelte Teigende in die Nähe der Glut halten. Ab und zu drehen, bis das Brot rundum goldbraun ist. Direkt vom Stock essen.

Tipp: Stöcke von der Baumrinde befreien und wässern. So verbrennen sie nicht. Auf Stöcken lassen sich leckere Würste, ganze Fische, Schaschlik- oder Gemüsespieße braten.

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