Respekt und Achtung vor anderen Menschen

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Nur bedingt treffen wir heute noch Menschen mit dem Respekt, den wir als Kinder von unseren Eltern und in den Schulen anerzogen bekamen. Diese alten, schönen Regeln sind heute vereinfacht, kaum noch anzutreffen oder wertlos anzusehen.

Haben wir den Respekt vor Anderen verloren?

Umgangsformen, Hilfsbereitschaft und Respekt
Respekt und Achtung vor Anderen

Dabei wäre es so einfach, Respekt vor jedem Bürger zu haben, höflich zu grüßen, Achtung vor Senioren und Bedürftigen zu haben, jungen Müttern mit kleinen Kindern oder mit einem Kinderwagen zu helfen, nicht an einander vorbei zu schauen, sondern mit anzupacken, wo es angebracht wäre.

Wo sind der Respekt und die Zivilcourage geblieben, die für uns alle wichtig für das Miteinander sind?

Jeder will der Erste sein beim Ein- und Aussteigen in den Zügen, Straßenbahnen und Bussen. Das Ergattern der Sitzplätze steht an vorderer Stelle, selbst wenn gewisse Personen an der nächsten Haltestelle aussteigen wollen.

Das Platz-Machen für ältere Menschen oder Senioren mit Rollatoren, Gehhilfen oder Rollstühlen interessiert nur noch die Wenigsten. Drängeln und Schubsen scheinen überall Vorrang zu haben. Älteren Leuten aus den öffentlichen Verkehrsmitteln zu helfen, tut doch keinem weh. Müttern mit einem Kinderwagen kann auch geholfen werden, eine Treppe zu besteigen. Früher war all das eine Selbstverständlichkeit.

Wenn Sie einen Raum oder eine Einrichtung betreten, wäre ein freundlicher Gruß angebracht. Beim Begrüßen auf der Straße nahmen wir die Hände aus der Tasche, um nicht respektlos zu wirken. Männer nahmen den Hut vom Kopf, man verbeugte sich leicht und war freundlich.

Selbst die Wortwahl war eine andere. Einen Stinkefinger zeigte man nicht. Man half selbstverständlich älteren Menschen beim Tragen der Taschen.

Anstand und gute Umgangsformen gelten als lästig und antiquiert

Diese Einstellung kennen nur noch ältere Generationen, heute wird der Aspekt der Körpersprache als lästig empfunden. Man will ungezwungen und entspannt verstanden werden. „Bloß nicht anrühren“ ist die Devise. Es geht alles nur noch mit Geld, was früher eine Selbstverständlichkeit war.

Wenn einem Menschen auf der Straße auch nur ein kleines Übel passiert, das Hinfallen oder Umknicken beispielsweise, sieht die meiste Bevölkerung gerne weg, als hätten sie ja gerade nichts bemerkt.

Früher hieß es: „Kann ich Ihnen helfen? Tut Ihnen was weh?“ Man kümmerte sich und half mit ersten Notversorgung bis der Rettungsarzt kam. Heute schauen viele schandhaft drüber hinweg, versteckt hinter anderen Menschen, hinter den Fenstern und Türen der naheliegenden Gebäude.

Nachbarschaftshilfe? Heute fragt man sich wo es die noch gibt und wie so etwas funktioniert. Das Ego beherrscht die Menschheit, nicht der Respekt vor jedem Menschen, dem man begegnet oder der in der Nachbarschaft wohnt.

Der verlorene Respekt hilft keinem in der modernen Welt weiter. Die normalen zwischenmenschlichen Gesten der Höflichkeit und Hilfe, des Respektes vor allen menschlichen Berührungspunkten sollte dringend erneuert werden.

Wo bleibt die Achtung vor der Polizei, dem Lehrer und Erzieher, der Feuerwehr, den Ärzten und Sanitätern, den Eltern und dem ganz normalen Bürger auf der Straße?

Es ist wichtig, in den Kindergärten und Schulen wie auch zu Hause den Respekt vor der Gesellschaft wieder zu erlernen.

Würden diese Regeln und Gesten der Freundlichkeit und des Anstandes verbreitet werden, würde es uns allen besser gehen. Auch das ist ein Teil der Gesellschaft, der in allen Kulturen gelehrt werden muss.

Dieser notwendige Respekt gilt für alle in unserem Land

Und ja, bevor wieder alle aus den Ecken gekrochen kommen, selbstverständlich gilt diese Notwendigkeit für einen respektvollen Umgang für alle.

Jeder Mensch, ob hier oder in einem fernen Land, hat sich an die Regeln des Landes zu halten und muss sich an den Respekt gegenüber anderen Menschen und Gesetzen halten. Flüchtlinge, die unser Land betreten, haben diese Regeln genauso zu beherrschen wie Deutsche, die ins Ausland gehen, dort Urlaub machen oder Auswandern.

Der ganz normale Respekt muss wiederhergestellt werden, es ist dringend notwendig, wieder menschlich zu sein, Wärme im Herzen und Zivilcourage zu empfinden.

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