Redewendung Jemandem einen Bären aufbinden

Woher stammt die Redewendung „Jemandem einen Bären aufbinden“

Die Ferien sind vorbei und die Schüler sollen im Unterricht über ihr schönstes Ferienerlebnis berichten. Tina meldet sich und erzählt, dass sie mit ihrem Onkel angeln war und dabei einen riesigen Fisch aus dem Wasser gezogen hätte. Dabei nimmt sie ihre Arme zur Hilfe und zeigt, wie groß dieser Fisch war.

Redewendung "Jemandem einen Bären aufbinden"
Woher stammt die Redewendung „Jemandem einen Bären aufbinden“

Der Lehrer lacht und sagt: „Na, Tina, da willst du uns aber einen Bären aufbinden!“, womit Tina leider nichts anfangen kann.

Sie fragt nach, was diese Redewendung bedeutet und der Lehrer erklärt: „Ich meine, jetzt übertreibst du aber und flunkerst uns an. So groß kann der Fisch doch gar nicht gewesen sein, den du an der Angel hattest.“

Die Schüler wollen wissen, warum es „einen Bären aufbinden“ heißt, wenn jemand in seiner Erzählung übertreibt oder sogar lügt.

Der Ursprung dieser Redewendung ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich hat diese Redewendung germanische Wurzeln, da das Wort „bar“ im germanischen „tragen“ oder „Last“ bedeutet. Doch damit ist nicht begründet, warum dieses Wort etwas mit einer Lüge oder einer Flunkerei zu tun hat.

Der Volksmund hat sich eine Reihe von Anekdoten überlegt, um sich diese Redewendung zu erklären.

Eine davon besagt, dass ein Bär so eine schwere Last sei, dass man ihn niemanden auf den Rücken schnallen kann. Will man jemanden eine Geschichte aufbinden, die nicht war ist, und erkennt dieser die Lüge sagt er: „Du willst mir doch einen Bären aufbinden.“

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