Redewendung Ein Brett vor dem Kopf haben

Geschätzte Lesedauer 2 Minute(n)

Was bedeutet die Redewendung „Ein Brett vor dem Kopf haben“?

David schaut nun seit einer Minute auf die Rechenaufgabe und weiß nicht, wo er anfangen soll. Irgendwie will ihm die Aufgabe heute nicht gelingen, obwohl er sonst so gut in Mathe ist.

Ein Brett vor dem Kopf haben
Was bedeutet die Redewendung „Ein Brett vor dem Kopf haben“?

Die Lehrerin schaut ihm über die Schulter, gibt einen kleinen Tipp, aber bei David macht es immer noch nicht Klick.

„Na, David, hast du heute ein Brett vor dem Kopf?“, fragt die Lehrerin, worauf David nickt.

Nachdem die Lehrerin ihm kurz die Rechenschritte erklärt hat, schlägt sich David an die Stirn und sagt: „Ach, das war ja jetzt einfach! Wieso habe ich das nicht gleich verstanden?“

 David möchte nun aber von der Lehrerin wissen, woher die Redewendung „ein Brett vor dem Kopf haben“ stammt und da muss seine Lehrerin gestehen, dass sie es selbst nicht weiß und diese Frage erst in der nächsten Stunde beantworten kann. Hat nun die Lehrerin ein Brett vor dem Kopf?
Die Redewendung stammt aus dem Mittelalter, als der Acker noch mit einem Ochsengespann gepflügt wurde. Die Tiere bekamen ein Brett vor die Augen gespannt, damit sie nichts sehen konnten. So blieben die Tiere leichter zu bändigen, denn wenn ein Ochse ausbrach, war es sehr schwer, den Pflug zu halten.
Andere Quellen behaupten, die Redewendung stamme aus der Zeit, als dem Ochsen das Brett nicht mehr vor die Augen, sondern vor die Stirn gespannt wurde. Dieses sogenannte „Stirnjoch“ diente als Kraftübertragung, sodass die Zuglast nicht nur von der Muskulatur, sondern auch vom Kopf her auf das Geschirr und den Pflug übertragen wurde.
Da Ochsen als dumm galten, könnte sich daraus die Meinung gebildet haben, ein Brett vor dem Kopf hindere am Denken und so sagen wir heute noch, wenn wir etwas nicht auf Anhieb sehen, erkennen oder es uns nicht einfällt, dass wir ein Brett vor dem Kopf haben.
Wenn wir etwas aber nicht wissen, weil wir es vorher nie gehört haben, dann haben wir kein Brett vor dem Kopf. Diese Redensart bezieht sich nur auf Dinge, die irgendwo in unserem Gedächtnis schon abgespeichert sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.