Redewendung Bauklötze staunen

Was bedeutet die Redewendung „Bauklötze staunen“?

Am Abend trägt Luisa ihren Eltern ein Gedicht vor, das sie für die Schule lernen sollte. Die Eltern sind verwundert und fragen nach, ob sie das Gedicht wirklich an einem Tag auswendig gelernt habe, was Luisa bejaht.

Bauklötze staunen
Was bedeutet die Redewendung „Bauklötze staunen“?

Der Vater ruft aus: „Ich staune Bauklötze, wie schnell du Texte auswendig lernen kannst! Von mir hast du das nicht, ich kann mir so etwas nicht merken.“

Doch woher hat der Vater diesen Ausdruck „Bauklötze staunen“? Luisa fragt ihren Vater, was das bedeutet und woher es stammt?

Der Vater kann zwar beantworten, dass er seine Überraschtheit damit zum Ausdruck bringen möchte, weiß aber nicht woher die Redewendung „Bauklötze staunen“ stammt. Ein Blick ins Internet hilft der Familie weiter.

Diese für uns eigenartige Redewendung stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und kam in Berlin auf. Sie wurde aus dem Berliner Dialekt entwickelt, in dem es heißt: „Jlotzen machen“, wobei dieses wiederum eine Kurzform des Begriffs „Jlotzoogen“, also Glotzaugen, ist.

Aus den „Jlotzoogen“ wurde im Laufe der Zeit „Jlotzen“. Durch fränkische Einflüsse wurde dieser Begriff in das Wort „Klozzer“ umgewandelt und durch den Einfluss der hochdeutschen Sprache geriet die eigentliche Bedeutung immer mehr in Vergessenheit und wurde dann in das heutige „Bauklötze staunen“ verwandelt.

Somit stammt diese Redewendung aus der Wendung „Glotzaugen machen“, besagt heute aber noch das Gleiche wie schon vor 200 Jahren. Jemand macht vor Erstaunen große Augen und genau dies machen wir ja auch, wenn wir sehr überrascht sind. Achtet einmal auf die Augen Eures Gegenübers, wenn er überrascht ist, wie groß diese werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.