Redewendung Auf 180 sein

Woher stammt die Redewendung „Auf 180 sein“

Als die Lehrerin morgens in den Unterricht kommt, ahnt Hendrik, dass der Vokabeltest nicht gut ausgegangen ist. Die Lehrerin schaut lange in die Runde und sagt dann: „Als ich den Test am Wochenende durchgeschaut habe, war ich auf 180. Hat irgendjemand von euch eigentlich die Vokabeln gelernt? Ich befürchte, wir müssen den Test wiederholen.“

Auf 180 sein
Woher stammt die Redewendung „auf 180 sein“?

Hendrik atmet erleichtert aus. Der Test wird wiederholt. Er hatte wirklich nicht dafür gelernt und somit hatte er schon Angst vor der Zensur. Im nächsten Moment überlegt er jedoch, was seine Lehrerin damit meint, sie sei auf 180 gewesen? Nach einer Weile meldet er sich und fragt nach.

Die Lehrerin erklärt, dass jemand auf 180 ist, wenn er wütend ist. Die Zahl 180 stammt aus dem Straßenverkehr. Fährt jemand 180 Kilometer pro Stunde, nennt man dies Rasen. Da man auch bei starker Wut von „rasend vor Wut“ spricht, wurde die Zahl für die rasende Geschwindigkeit auf die Wut übertragen.

Dieser Vergleich stammt aus einer Zeit, in der die Höchstgeschwindigkeit noch nicht wie heute bei über 200 h/km lag. Somit könnte man heute auch sagen: „Ich war auf 220!“, dies wäre die moderne Version der Redewendung, würde auch verstanden werden, ist aber natürlich nicht geläufig.

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