Hunde Ratgeber Hundekauf – Erziehung

Erziehung der Hunde

Welpen

Bei Welpen brauchen sie eines: VIEL GEDULD! und Verständnis. Die Kleinen können sich noch nicht lange konzentrieren und brauchen einfach länger bis sie Dinge verstanden haben.

Husky-Welpen
Tipps zur Erziehung von Welpen

Glauben Sie mir, hätte ich gewusst, wie schnell mein Hund lernt wenn er älter wird, hätte ich viele Sachen im Welpenalter gelassener gesehen. Wichtig ist es auch konsequent zu bleiben. Zeigen Sie ihrem Hund wer die Hosen anhat und zeigen Sie ihm, dass Sie der Rudelführer sind und dieser Aufgabe gewachsen sind.

Er muss merken, dass richtiges Verhalten zu Lob führt. Das heißt nicht, dass Sie ihn jedes Mal wenn er was gut gemacht hat mit Leckerchen vollstopfen müssen, nein ein Hund freut sich auch über Streicheleinheiten oder lobende Worte. Ihr Welpe wird viel aushecken, über das Sie sich wahrscheinlich wahnsinnig ärgern werden, doch halten sie sich vor Augen ein Hund ist kein Mensch!

Beispielsweise kam ich einen Tag vom Einkaufen zurück und mein kleiner Welpe hatte meine teuersten und liebsten Schuhe (Frauen wissen was ich meine), im wahrsten Sinne des Wortes im ganzen Hausflur verteilt. Als ich nach Hause kam knabberte er noch genüsslich, schwanzwedelnd am Absatz. Ich wollte ihn in dem Moment am liebsten im Tierheim abgeben (nicht wirklich natürlich), doch er kam zu mir und begrüßte mich freudestrahlend.

In diesem Moment hätte es nichts und rein gar nichts gebracht mit ihm zu schimpfen oder ihn zu bestrafen, er hätte den Zusammenhang nicht verstanden und hätte gedacht ich schimpfe, weil er mich begrüßt. Wenn Sie ihn also nicht auf frischer Tat ertappen, kann schimpfen, das Gegenteil bewirken. Hunde verstehen Zusammenhänge nicht wie wir, er weiß nicht wie teuer die Schuhe waren und hat kein schlechtes Gewissen.

Neben der Stubenreinheit, muss ein Welpe außerdem noch die Grundkommandos lernen: Sitz! Platz! Bleib! Hier! Aus! Und Fuß! Wobei ich bei dem letzten Kommando skeptisch bin, ob viele verstehen wobei es dabei geht. Wir haben in der Hundeschule gesagt bekommen, dass der Hund auf Kniehöhe gehen muss. Oft habe ich mich gefragt wozu und habe einfach unser eigenes „Bei Fuß!“ definiert, solange die Rute des Hundes in der Nähe meines Knies ist, genügt mir das, denn hier geht’s wirklich darum, dass der Hund zum Beispiel im Wald nicht zu weit wegläuft, wenn es gerade unübersichtlich wird.

Natürlich sind die Grundkommandos wichtig und müssen erlernt werden. Wichtig und essentiell ist jedoch auch, dass sie viel Disziplin und Konsequenz haben und mit dem Hundekind üben, üben, üben und nicht nur kuscheln weil der Welpe so süß ist. Ihre Zuneigung muss ein Hund sich erarbeiten. Erst üben, disziplinieren und dann Zuwendung!

Wir hatten für unseren Hund ein Kennel für die Nacht bzw. wenn wir mal nicht zu Hause waren. Das unterstützt merklich bei der Stubenreinheit. Wichtig ist s auch wirklich alle 2-3 Stunden mit dem Hund rauszugehen, immer nach dem Essen, nach dem Spielen und Schlafen. Hier ist es eigentlich wie bei Kindern, manche brauchen länger manche nicht. Und bitte niemals mit dem Hundekind schimpfen oder gar die Nase in die Pfützchen stecken, das bringt gar nicht und schadet dem Hund nur. Säubern sie die Stelle wo es passiert ist immer sehr gründlich und das wars! Hunde haben nämlich die Tendenz öfter auf dieselbe Stelle zu machen.

Regelmäßiger Kontakt mit anderen Hunden

Welpe sollte auch möglichst mit Hunden gleicher Größe und gleichem Alter spielen können. Die Spielzeit darf 15 Minuten nicht überschreiten.

Rüpel

Die Rüpelphase der Hunde ist noch mal eine harte Probe für Ihre Nerven und ihre Geduld. Diese Phase beginnt so ab dem 5. oder 6 Monat, ihr Liebling kommt dann in die „Pubertät“. In dieser Phase ist es wichtig ihrem Hund noch klarer zu verstehen zu geben, wer der Rudelführer ist. Das sollte ihm so schon klar sein, aber sie müssen ihre Position weiter festigen. Ihr Hund wird sich womöglich, wie die Axt im Walde verhalten und scheinbar hat er alles Gelernte vergessen. Nein hat er nicht, er will nur seine Grenzen neu austesten. Ihr Hund hat jetzt eine viel bessere Auffassungsgabe und gerade in der Zeit kann alles Erlernte nun unter Ablenkung weiter vertieft werden. Bauen sie ein Fundament für eine enge Mensch-Hund-Beziehung. In dieser Zeit gilt es wirklich noch mehr als im Welpenalter: Seien Sie konsequent!

Hundeschule

Bezüglich Hundeschulen gibt es verschiedene Meinungen, ich werde versuchen hier alles zu beleuchten und natürlich auch meine eigenen Erfahrungen einbringen. Ich denke es ist immer abhängig davon, was man möchte. Wir waren mit unserem Hund ab der 12 Woche in der Welpenstunde und auch dann anschließend in der Junghundegruppe.

Wir fanden es durchaus ganz nett dort und auch unser Hund hat sich gefreut mit Artgenossen zu spielen. Am nettesten waren die anderen Besitzer mit denen man sich in der ersten halben Stunde, in der sich die Welpen ausgetobt haben, unterhalten und austauschen konnte. Als Hundeanfänger, wusste man nicht recht wie man eine gute Hundeschule auswählt und jetzt im Rückblick gesehen, hätten wir vielleicht besser eine andere Hundeschule gewählt.

Die Trainer waren sehr altmodisch und große Fans von Würgehalsbändern, zwar aus Plastik, aber trotzdem. Wir haben uns instinktiv immer dagegen ausgesprochen, da wir der Ansicht waren, dass das einem Hund nicht gut tun kann. Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt, hat dieser das auch bestätigt. Würgehalsbänder und gerade im Welpenaltern schaden ihrem Hund sehr, da die Kehle und der Kehlkopf in dem Altern noch nicht ausgewachsen ist und erhebliche bzw. irreparable Schäden erleiden kann.

Als dann die Hundetrainerin anfing mir den Tipp zu geben, dem Hund mit der Leine zu schlagen, wenn er nicht „bei Fuß“ geht, war für mich das Thema Hundeschule eigentlich gegessen. Sicherlich, gibt es auch moderne Schulen bei denen man viel Lernen kann und die durchaus moderne Trainingsmethoden anwenden. Ich bin aber der Ansicht, dass das was der Hund vielleicht auf dem Hundeplatz lernt und dass er auf dem Hundeplatz gehorcht nicht alles ist. Unser Hund hat beispielsweise auf dem Platz perfekt gehört, nur in freier Natur hat er so getan als hätte er alle Kommandos noch nie gehört. Uns war es also wichtig, ihn gut im Wald abrufen zu können und nicht, dass er über Rampen springt, durch Ringe springt oder Slalom um Hütchen läuft. Aber das muss jeder für sich entscheiden, solange keine Gewalt im Spiel ist, ist alles gut.

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