Granatapfelbaum

Granatapfelbaum – Punica granatum

Der Granatapfel gehört zur Familie der Granatapfelgewächse (Punicaceae). Er stammt aus Vorderasien. Hier ist der sommergrüne Strauch vom Balkan bis zum Himalaja weit verbreitet.

Punica granatum
Granatapfelbaum – Punica granatum

Um die Jahrhundertwende war der Granatapfel eine bekannte Kübelpflanze in den Orangerien.

Wuchs: Der Strauch hat meist einen buschigen Wuchs. Gern wird er auch als Hochstamm gezogen. Als Strauch kann er eine Höhe zwischen 0,5 und 2 m erreichen.

Die Blätter sind klein, glänzend grün und eiförmig bis spitz zulaufend. Sie sitzen paarig an rötlichen Stielen.

Die dekorativen, granatroten, trichterförmigen Blütenkelche hängen zu mehreren an dicken Kurzzweigen. Der Kelchrand ist fleischig verdickt. Aus dem Kelch ragen lange Staubfäden. Die Blütenpracht erstreckt sich von Juni bis September.

Teils ist der Strauch auch in unseren Breiten fruchtend. Allerdings reifen die Granatäpfel nur im Wintergarten. Diese Früchte enthalten Gerbsäure. Flecken auf Textilien sind auch kaum durch eine chemische Reinigung zu entfernen.

Standort: Ab Mitte Mai kann der Granatapfel ins Freie gestellt werden. Der Platz sollte sonnig und windgeschützt sein. Unbedingt muss Zugluft vermieden werden.

Pflege: Im Februar oder März wird die Pflanze etwas zurückgeschnitten, damit sie auch schön buschig bleibt. Während dieser Zeit wird dann auch die Gießmenge dem Pflanzenwachstum angepasst und ständig erhöht.

Während der Sommermonate wird dann bis Ende Juli reichlich gegossen. Danach wird der Granatapfel trockener gehalten. Ab April ist eine wöchentliche Gabe von phosphorbetonten Flüssigdünger notwendig.

Diese Kübelpflanze verträgt etwas Frost. Allerdings sollte sie doch rechtzeitig in ihr Winterquartier umziehen. Der Standort sollte dann hell sein und die Temperatur zwischen 2 bis 8 °C betragen.

Bei Bedarf kann im Frühjahr umgetopft werden. Dazu eignet sich Kompost- oder Gartenerde mit Torf und Sand vermischt, aber auch Einheitserde ist möglich.

Es können gelegentlich Schildläuse und die Rote Spinne auftreten.

Vermehrung: Der Granatapfel kann entweder durch Stammstecklinge im Frühjahr oder durch Kopfstecklinge im Sommer vermehrt werden. Die 10 cm langen Stecklinge bewurzeln schnell unter Glas bei einer Bodenwärme zwischen 25 und 30 °C.

Daneben besteht auch die Möglichkeit einer Vermehrung durch Samen.

Die Jungpflanzen müssen dann mehrmals gestutzt werden.

Verwendung: Sehr anmutig sieht auch ein Granatapfel als Hochstämmchen gezogen aus. Diese Kübelpflanze bereichert jedes mediterrane Pflanzenarrangement.

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