Guppy, Millionenfisch

Geschätzte Lesedauer 3 Minute(n)

Guppy, Millionenfisch (Poecilia reticulata)

Der Guppy ist bei Anfängern der Aquaristik sehr beliebt. Diese Fische gehören zu den wenigen Arten, um ein Aquarium erst so richtig lebendig und bunt zu gestalten. Der Guppy ist von Mittelamerika bis Brasilien weit verbreitet.

Guppy Fische
Guppy im Aquarium

Allerdings besitzen die für Aquarien gezüchtete Varietäten des Guppys wenig Ähnlichkeit mit den Wildformen. Sie können daher sehr leicht mit anderen Fischarten verwechselt werden.

Aufgrund der selektiven Zucht sind Varietäten in unterschiedlichsten Farben und Formen entstanden.

Der Körper ist spindelförmig. Männchen können bis zu 3 cm und Weibchen bis zu 6 cm lang werden. Der Schwanzstiel ist hoch und lang und der Mund leicht oberständig. Besonders die Rückenflosse und der Schwanz sind verhältnismäßig breit, hauptsächlich beim Männchen. Sie können pigmentiert oder in den unterschiedlichsten Farben gefleckt sein.

Die Rückenflosse setzt in der Mitte des Rückens an und die Bauchflossen und die Afterflosse in der Mitte des Bauches.

Der lateinische Name leitet sich von der dunklen Zeichnung ab, welche auf dem Rücken ein Netzmuster bildet. In der Regel sind die Körper und der Schwanz der Männchen auffälliger gefärbt. Der Schwanz kann in seiner Form beträchtlich variieren. Er kann leierförmig, dreieckig, fächerförmig, schwertförmig, fahnenförmig sein oder auch spitz zulaufen.

Die Afterflosse der Männchen dient auch als Begattungsorgan.

Weibchen sind meist einfarbig silbrig weiß gefärbt. Kurz vor der Geburt erscheint auf dem Bauch ein großer schwarzer Trächtigkeitsfleck.

Nahrung: Der Guppy ist ein Allesfresser. In der Natur ernährt er sich hauptsächlich von den Larven der Stechmücke. Im Aquarium gehaltene Fische fressen sowohl Frisch- und Tiefkühlfutter wie Gemüse, Tubifex und Rote Mücken, aber auch Lebendfutter wie Artemia. Die Kost sollte recht abwechslungsreich sein, denn desto farbenprächtiger ist das Aussehen der Fische und auch die Fortpflanzung ist leichter.

Verhalten: Vertreter dieser Spezies sind sehr lebhaft, aber friedlich. Sie können sehr schnell das gesamte Aquarium in ihren Besitz nehmen, indem sie ununterbrochen geschäftig durch die Beckenmitte schwimmen.

Guppys sind in der Regel sehr leicht zu halten und sind zudem noch äußerst fruchtbar. Viele Aquarianer verwenden daher Guppys als Lebendfutter für anspruchsvollere Fischarten wie unter anderem Buntbarsche.

Es ist ratsam den Millionenfisch mit doch eher kleinwüchsigen Arten wie Schwertträgern oder Zebrabärblingen zu vergesellschaften.

Fortpflanzung: Nicht umsonst wird der Guppy auch als Millionenfisch bezeichnet, denn sie sind sehr fruchtbar.

Im Körperinneren der Weibchen erfolgt die Befruchtung der Eier. Dazu besitzen die Männchen ein besonderes Begattungsorgan, das so genannte Gonopodium. Durch dieses Gonopodium wird der Samen in den Körper des Weibchens transportiert.

Reife Eier gelangen dann zum Eileiter und werden dort schließlich befruchtet. Die Entwicklung erfolgt dann in einem sackartigen Organ innerhalb des Körpers der Mutter.

Nach der Geburt schwimmen die Jungfische instinktiv zwischen den dichten Pflanzen, um sich so zu schützen. Die Jungtiere sollten nicht in zu tiefe und große Becken gesetzt werden, da sie nach der Geburt an die Oberfläche steigen, um erstmals die Schwimmblase mit Luft zu füllen. Anfangs erfolgt die Fütterung mit stark zerkleinertem Futter. Später können sie mit pulverisiertem Futter ernährt werden.

Die Rationen sollten aber immer klein sein, um nicht das Wasser unnötig zu verschmutzen. Es ist empfehlenswert in der ersten Zeit doch mehrmals in kleineren Rationen zu füttern und dann langsam die Dosis zuerhöhen.

Generell sollten die Weibchen kurz vor der Geburt in ein kleines Geburtsbecken umgesetzt werden.

Haltung: Guppys sollten in einem geräumigen Becken mit einer üppigen Vegetation gehalten werden. Diese Fische sind in der Regel recht robust und anpassungsfähig. Sie gewöhnen sich sehr leicht an unterschiedliche Wassertemperaturen. Diese können zwischen 18 und 28 °C liegen.

Ideal wären Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Der Härtegrad des Wasser muss hoch sein, zwischen 10 und 20 °dGH und einen neutralen pH-Wert aufweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.