Plötzlicher Kindstod Ursachen

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In Deutschland sterben täglich 1-2 Kleinkinder an einem plötzlichen Kindstod. Aus medizinischer Sicht konnte die Ursache bisher nicht eindeutig geklärt werden.

Was ist Plötzlicher Kindstod

plötzlicher Kindstod
Der plötzliche Kindstod

Plötzlicher Kindstod trifft meist Babys zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat, wobei bei den Todesfällen rund 60 Prozent Jungen zu den Betroffenen zählen. Meist passiert dies ohne vorherige Anzeichen und völlig unerwartet im Schlaf.

Aus medizinischer Sicht wird von plötzlicher Kindstod gesprochen, wenn bei der im Anschluss stattfindenden Untersuchung, Autopsie und der Berücksichtigung eventueller familiärer Vorbelastungen, keine präzise Todesursache festgestellt werden kann.

Mögliche Ursachen für den plötzlichen Kindstod

Weltweit wird geforscht um einer möglichen Ursache auf den Grund zu gehen. Die Gehirnfunktion und die Regulation des Blutdruckes können dabei eine Rolle spielen.

Eine Entwicklungsstörung d. h. wenn Atem und Regulation des Blutdruckes noch nicht so ausgebildet sind, wie es sein sollte, kann ebenso zum Risikofaktor werden. Auch Impfschäden oder Schadstoffbelastungen sind in der Diskussion. Kommt ein Baby dann zusätzlich in eine Situation, wo das Atmen erschwert wird, besteht Lebensgefahr. Begünstigt wird dies, wenn der Säugling auf dem Bauch schläft, Kohlendioxid zum Beispiel durch Rückatmung oder Zigarettenrauch eingeatmet wird.

Möglich ist auch, dass der Blutdruck im Schlaf stark absinkt. Laut Forschungsergebnissen kann bei einer Störung der Ausschüttung des Botenstoffes Serotonin die natürliche Atmung und der Aufwachreflex beeinträchtigt sein. Aber auch ein schwaches Abwehrsystem, der sog. Stellreflex, der dem Baby die Kraft gibt, in gefährlichen Situationen mit Strampeln oder Kopfheben zu reagieren, kann der Grund für Ersticken sein.

Wichtigste Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod

Risikogruppen: Kinder drogenabhängiger Eltern, Frühgeburten, untergewichtige Kinder, Mehrlingskinder, Geschwister von Kindern die an Kindstod starben.

  • Schlafen: Bauch- und Seitenlage sollte so lange es geht vermieden werden. Mit einer stabilen Lage auf dem Rücken, kann das Risiko um 40 Prozent gesenkt werden. Hilfe bieten hochwertige Schlafsäcke. Matratzen sollten atmungsaktiv sein um eine Rückatmung zu vermeiden. Eine Überhitzung oder Unterkühlung des Babys sollte vermieden werden. Die optimale Zimmertemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad. Die Auswahl von Matratzen, Kissen und Bett ist sorgfältig zu treffen, z. B. schadstoffarmes Material, keine Gummimatten als Unterlage. Am besten einfach nur einen Schlafsack verwenden. Das Schlafverhalten sollte beobachtet werden z. B. starke Schweißausbrüche, wiederholtes Blau- oder Blass-werden, längere Atempausen.

Inzwischen gibt es eine Auswahl von Geräten, die per Bewegungssensoren die Atmung überwachen und mit einem Babyphone sowie Thermometer ausgestattet sind.

Selbsthilfe plötzlicher Kindstod

Für die ganze Familie ist der Tod eines Kindes ein schrecklicher Verlust meist verbunden mit großen Schuldgefühlen und der ungeklärten Frage nach der Ursache. Nicht selten kann ein tiefer seelischer Schmerz zu Depressionen führen. Hilfe erhalten Betroffene in einer Selbsthilfegruppe oder durch psychologische Betreuung.

Quelle: http://ploetzlicher-kindstod.com

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