Austernseitling – Pleurotus ostreatus Pilze

Austernseitling – Austernpilz / Pleurotus ostreatus

Austernseitling Merkmale: Im Jugendstadium ist der dickfleischige Hut gewölbt und dann mit zunehmendem Alter flach bis niedergedrückt. In seinem Aussehen erinnert er an die Form einer Muschel.

Austernseitling – Pleurotus ostreatus
Wie sieht ein Austernpilz aus / Pleurotus ostreatus

Der Hut des Austernseitlings hat einen Durchmesser von 5 bis 15 cm. In der Regel stehen hier dann mehrere Hüte dachziegelartig übereinander. Die Huthaut ist glatt, glänzend und kahl. Sie ist stahl- bis blaugrau gefärbt. Allerdings kann manchmal die Huthaut auch eine oliv bis bräunliche oder gar schwarzviolette Färbung aufweisen. Bei älteren Exemplaren verfärbt sie sich auch hell lederbraun.

Der Stiel ist zylindrisch und kann teilweise auch nach oben etwas verbreitert sein. Er kann 6 bis 12 cm lang und 1 bis 3 cm dick werden und ist seitlich am Hut angewachsen. Die Stielbasis ist haarig zottig überzogen. Die Lamellen sind unterschiedlich lang und können teilweise miteinander verwachsen sein. Sie stehen dicht gedrängt und laufen am Stiel herab.Bei jungen Pilzen sind sie cremefarben und später dann nehmen sie eine elfenbeinfarbene Tönung an.

Das Fleisch ist weiß und anfangs sehr weich und zart. Mit zunehmendem Alter wird es dann recht zäh. Der Austernpilz hat einen sehr angenehmen Geruch. Und sein Geschmack ist sehr fein und mild.

Austernseitling Standort: Die Austernseitlinge findet man an Stümpfen von Laubbäumen. Bevorzugt wachsen sie hier an Buchen, Pappeln und auch Weiden. Sie wachsen meist büschelweise. Mitunter trifft man den Austernpilz auch in Nadelwäldern an, aber da doch seltener. Die Fruchtkörper erscheinen im Spätherbst und dann bis ins Frühjahr hinein. Man kann hier in zwei verschiedene Wachstumsperioden unterscheiden. Die erste beginnt im September reicht bis in den Dezember hinein und die zweite setzt dann im Frühjahr ein.

Diese Pilzart kann auch sehr gut im Garten auf Holzstämmen kultiviert werden. Dadurch ist es möglich, einen großen Teil des Jahres immer frische Pilze zur Verfügung zu haben.

Wert: Die Austernseitlinge zählen zu den beliebtesten Speisepilzen. Sie sind sehr wohlschmeckend. Die Pilze eignen sich zum Braten und auch Dünsten. Man kann sie aber auch sehr gut trocknen. Jedoch ist es ratsam, die zähen und holzigen Stiele vor der Zubereitung zu entfernen. Der Pleurotus ist reich an Vitaminen des B-Komplexes wie B1, B2, B5, B6 und B7, enthält Folsäure und die Vitamine C und D.

Austernseitling Verwechslungsgefahr: Bei dieser Pilzart sind verschiedene Varianten bekannt. Teilweise werden sie hier oft als eigene Arten angesehen. So gehören hier unter anderem der Taubenblaue Seitling (Pleurotus columbinus) und der der hellhäutige Eichenseitling (Pleurotus drynius) dazu. Sie sind alle essbar und sie unterscheiden sich nur sehr wenig voneinander.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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