Pimpernelle – Gewürze Lexikon

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Pimpernelle – Sanguisorba minor

Allgemeines: Normalerweise ist die Pimpinelle eine wildwachsende Pflanze. Allerdings hat sie sich in den letzten Jahren einen Platz im Kräutergarten erobert. Die ausdauernde Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse. Man kennt sie auch unter dem Namen Wiesenknopf.

Pimpinelle / Bibernelle – Sanguisorba minor
Wie sieht Pimpernelle aus? – Sanguisorba minor

Die Heimat der Pimpinelle liegt in Europa, Asien und Nordamerika. Hier wächst sie wild auf feuchten Wiesen und Weiden und entlang von Gräben. Die mehrjährigen Pflanzen werden bis 60 cm hoch. Sie bilden buschige Horste.

Die kantig gefurchten Stängel sind mit unpaarig gefiederten, ovalen oder lanzettlichen Blättern besetzt. Die Ränder sind gesägt und die Enden stumpf. Die grünen bis rötlichen Blüten erscheinen in den Monaten Mai bis August. Die Blütenköpfchen sind in kurzen Ähren angeordnet.

In den Pflanzenteilen sind Bitterstoffe, Saponine, Gerbstoffe, Harze, Mineralstoffe und das Vitamin C enthalten.

Ernte: Die aromatischen Blätter und jungen Triebe können den ganzen Sommer geerntet werden. Zum Trocknen vorgesehene Teile sollte man zwischen April und Juli pflücken. Diese werden dann an einem schattigen und luftigen Ort getrocknet. Eine Aufbewahrung erfolgt dann geschützt vor Licht und Feuchtigkeit.

Allerdings verliert das Kraut hier an Aroma und Würzkraft. Daneben kann Pimpinelle auch eingefroren werden.

Anzucht: Jungpflanzen sollten im Frühbeet vorgezogen werden. Eine Aussaat erfolgt hier von März bis Mai. Nach dem Auflaufen ist eine Verdünnung der Pflänzchen notwendig. Ab Mitte Mai können die Pflanzen dann ins Freiland bei einem Reihenabstand von 20 cm ins Freiland umgesetzt werden. Empfehlenswert ist das Abkneifen der Blütenstängel vor Beginn der Blüte, so kann die ganze Kraft in die Blätter gehen.

Die Pflanzen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit gut durchlässigem, möglichst sandigem Boden. Die Stauden sind genügsam. Lediglich auf eine ausreichende Wasserversorgung sollte geachtet werden. Die Pflanzen sind vollkommen winterhart. Auch im Winter stehen einzelne Blatttriebe zum Pflücken zur Verfügung.

Verwendung: Der mild würzige, nussartige Geschmack der Pimpinelle ist eine klassische Beigabe bei allen Kräuterzubereitungen. Besonders frisch kleingeschnittene Blätter verfeinern Frikassee, Fisch- und Fleischgerichte, Gemüse,Suppen, Salate, Soßen, Quarkspeisen, Kräuterbutter und Mayonnaise. Bei der Zubereitung von der „Frankfurter Grünen Soße“ sollte Pimpinelle nicht fehlen. Allerdings ist zu beachten, dass das Würzkraut nicht mitgekocht wird.

Der Wiesenknopf ist auch für seine antibiotische, appetitanregende, verdauungsfördernde und zusammenziehende Wirkung bekannt. Bei einer äußerlichen Anwendung dient es als reinigendes und linderndes Mittel bei Haut- und Schleimhautentzündungen.

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