Pfefferminze – Gewürze Lexikon

Pfefferminze – Mentha x piperita

Allgemeines: Die Pfefferminze ist eine altbewährte Kulturpflanze. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler. Die mehrjährige, krautige Pflanze ist auch unter den Namen Katzenminze, Teeminze oder Hausminze bekannt.

Pfefferminze – Mentha x piperita
Wie sieht Pfefferminze aus? – Mentha x piperita

Die Pfefferminze ist aus einer Kreuzung zwischen Grüner Minze (Mentha spicata) und Wasserminze (Mentha aquatica) entstanden. Sie kann eine Höhe zwischen 40 und 80 cm erreichen.

Die Pflanzen bilden an ihrer Basis Ausläufer. Die vierkantigen Stängel tragen die glänzend grünen, gegenständigen, oval-lanzettlichen oder runden Blätter mit gezähnten oder gesägten Rändern. Rosa- violette Blüten erscheinen in den Monaten Juni bis Oktober.

Sie bilden eine dichte, spindelförmige endständige Ähre. Die Stängel und die Blätter verströmen einen stark aromatischen Duft.

Die Pfefferminze enthält neben ätherischen Ölen auch Bitterstoffe und Harze.

Ernte: Die Blätter können frisch verwendet und auch laufend gepflückt werden. Daneben ist natürlich auch eine Trocknung möglich. Dazu schneidet man an einem trockenen, sonnigen Tag kurz vor der Blüte Blätter und knospende Sprossteile. Sie werden dann an einem trockenen und luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Eine Aufbewahrung erfolgt dann trocken, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt.

Anzucht: Minzepflanzen sollten in einer Keimbox oder Frühbeet vorgezogen werden. Man kann die Pflänzchen dann von Juni bis Juli an ihren endgültigen Standort umpflanzen. Die Pfefferminze hat stark wuchernde Wurzelausläufer, daher ist ein Pflanzabstand von 40 x 50 cm empfehlenswert.

Ältere und wuchernde Pflanzen können auch im Herbst ganz einfach geteilt und umgesetzt werden. Minze liebt einen halbschattigen Standort mit humusreichen Boden. Es muss eine regelmäßige Auflockerung des Bodens und Nährstoffversorgung erfolgen. Da die Pflanzen normalerweise wild an Bächen oder feuchten Böden wachsen ist ein reichliche Wassergabe notwendig.

Verwendung: Die Pfefferminzblätter entwickeln einen intensiven Geschmack, daher sollten sie in der Küche auch nur in geringen Mengen Verwendung finden. Es kann sonst leicht passieren, dass der Eigengeschmack der Speisen überdeckt wird. Am bekanntesten ist die Verwendung als Tee aus getrockneten Blättern.

Frische Blätter werden gern zur Verfeinerung von Salaten, Suppen, Soßen, Remouladen und Kalb-, Lamm- und Hammelfleisch verwendet. Daneben ist die Pfefferminze auch Bestandteil verschiedener Süßigkeiten wie Pastillen, Bonbons, Getränken und Sirupen.

Pfefferminze ist auch für die verdauungsfördernde, anregende, krampflösende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und entspannende Wirkung bekannt. Sie lindert Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Koliken. Zur Inhalation bei Atemwegsinfektionen werden Blätter und Blüten mit heißem Wasser übergossen.

Allerdings kann Pfefferminze für Personen mit Gallenleiden oftmals unverträglich sein. Daneben ist Minze für Kinder unter fünf Jahren nicht geeignet.

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