Petersilie – Gewürze Lexikon

Petersilie – Petroselinum sativum

Allgemeines: Die zweijährige, krautige Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler. Im ersten Jahr erscheinen nur die Blätter. Die Blütenbildung erfolgt dann im zweiten Jahr.

Petersilie - Petroselinum sativum
Wie sieht Petersilie aus? – Petroselinum sativum

Man kennt die Pflanze auch unter dem Namen Peterling, Felswurzel oder Suppenwurzel. Ursprünglich kommt die Petersilie aus dem Mittelmeerraum. Sie wird aber in ganz Europa kultiviert.

Das Kraut kann zwischen 20 und 60 cm hoch werden und besitzt eine Pfahlwurzel. Die röhrigen und aufrecht wachsenden Stängel tragen die blaugrünen glänzenden Blätter.

Diese sind zwei- bis dreifach fiederspaltig. Je nach Sorte sind die Blätter glatt oder kraus. Die gelb-grünen Blüten erscheinen in den Monaten Mai bis Juni. Sie sitzen auf 8 bis 20-strahligen Dolden.

Neben der Blattpetersilie gibt es noch die Wurzel- oder Knollenpetersilie. Hier finden nicht die Blätter Verwendung, sondern nur die fleischige Wurzel.

In der Petersilie sind die Vitamine C und A , Mineralstoffe, ätherische Öle und Pflanzenschleim enthalten. Apiol, ein ätherisches Öl kann in hoher Dosierung leicht giftig wirken, daher sollte auf eine übermäßige Verwendung von Petersilie verzichtet werden.

Ernte: Die Petersilie ist ein ständig nachwachsendes Kraut. Allerdings sollte bei der Ernte nicht die komplette Pflanze abgeschnitten werden, sondern immer nur einige Blättchen und dabei muss das Herzblatt stehen bleiben. Die Blätter können frisch Verwendung finden, aber auch eingefroren werden. Daneben ist auch eine Trocknung möglich. Allerdings verlieren hier die Blätter teilweise ihren typischen und unverwechselbaren Geschmack.

Bei der Knollenpetersilie erfolgt die Ernte der Wurzeln im Herbst. Anschließend können sie getrocknet werden.

Anzucht: Bereits ab Mitte Mai bis August ist eine Aussaat ins Freiland möglich. Die Samenkörner dürfen aber nicht tiefer als 1 cm gelegt werden und der Reihenabstand sollte mindestens 30 cm betragen. Der Samen geht nur sehr langsam auf. Ein relativ warmer Boden kann die Keimung beschleunigen. Daher wäre ein Vorziehen der Pflanzen in einer Keimbox oder Frühbeet empfehlenswert. Petersilie liebt einen leichten, feuchten und humosen Boden. Ein sonniger bis halbschattiger Standort wäre ideal.

Die Petersilie ist zwar mehrjährig, aber sie sollte trotzdem jedes Jahr neu ausgesät werden. Sie bildet im zweiten Jahr Blütentriebe und diese mindern die Qualität.

Es kann daneben auch eine Spätsaat im Sommer oder Herbst erfolgen. Allerdings sollte dann der Boden noch warm sein. In diesem Fall keimen die Samen dann auch recht schnell und die Pflanzen wachsen noch gut an. Natürlich ist aber im Jahr der Aussaat keine Ernte mehr möglich.

Petersilie kann aber auch leicht in größeren Töpfen auf der Fensterbank kultiviert werden.

Verwendung: Das Würzkraut ist sehr beliebt und auch vielseitig in der Küche einsetzbar. Es verleiht durch seinen würzigen und abgerundeten Geschmack fast jedem Gericht eine feine Note. Es wird gerne zur Verfeinerung von Fisch-, Gemüse-, Käse- und Kartoffelgerichten, Soßen, Salaten und Suppen verwendet. Die zerkleinerte Petersilie darf aber niemals mitgekocht werden, da sie hier ein Großteil ihres Aromas und Vitamingehalt verliert. Krause Petersilie wird gern zur Dekoration von kalten Platten genutzt.

Daneben ist Petersilie aber für ihre harntreibende und reinigende Wirkung bekannt.

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