Passionsblume

Passionsblume – Passiflora caerulea

Die Passiflora ist der Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) zugehörig. Sie ist im tropischen Südamerika beheimatet. In ihren großen und attraktiven Blüten glaubt man, Symbole für das Leiden von Christi zu erkennen.

Passiflora caeruleaPassionsblume - Passiflora caerulea
Passionsblume – Passiflora caerulea

Lange Zeit war die Passionsblume fast in Vergessenheit geraten. Heute ist sie als Liebhaberpflanze wieder sehr gefragt. Es gibt über 400 verschiedene Arten. Alle Pflanzen dieser Familie besitzen sehr dekorative Blüten, aber nur wenige Pflanzen tragen essbare Früchte.

Wuchs: Der immergrüne Kletterstrauch kann eine Höhe zwischen 1 und 2 m erreichen, ungestutzt ist sogar eine Höhe über 6 m möglich. Die rankenden Triebe sind mit wunderschönen 5 bis 7 lappigen Blättern versehen.

Die dicken, grünen Knospen bilden sich an den Stängeln. Daraus entwickeln sich dann bis zu 10 cm große Blüten. Sie bestehen aus fünf weißen Kelchblättern und fünf weißen Kronblättern von gleicher Länge, welche in einem Kreis aus blau-purpurn, in der Mitte weiß gebänderten Staubfäden stehen. Aus der Mitte ragen sehr auffällig fünf goldgelbe Staubbeutel und drei braune Narben empor. Später entwickeln sich aus den Blüten orangegelb gefärbte, eiförmige Früchte. Es gibt hier verschiedene Sorten mit Farbvarianten. Die Blüten erscheinen in den Monaten April bis Oktober.

Standort: Die Pflanze sollte nicht vor Ende Mai ins Freie geräumt werden. Hier benötigt sie zum Gedeihen einen hellen, luftigen und sonnigen Standort. Die pralle Mittagssonne wird nicht vertragen.

Pflege: Während der Wachstumsperiode muss regelmäßig reichlich gegossen werden und wöchentlich gedüngt. Die Pflanze ist auch sehr dankbar für eine gelegentliches Übersprühen mit gefiltertem Wasser.

Der Kletterstrauch braucht eine Halterung aus beispielsweise rundgebogenem Draht, ein Rankgerüst oder Bambusstäbe.

In den ersten Jahren ist im Frühjahr regelmäßig eine Umtopfung empfehlenswert. Dazu eignen sich Mist- oder Gartenbeeterde mit Sand und Torf vermischt oder auch Einheitserde.

Vor den ersten Nachtfrösten sollte die Passiflora ins Haus geholt werden. Hier benötigt sie einen hellen Standort bei 4 bis 6 °C. Vor dem Einräumen werden zu lange Triebe eingekürzt. Während der Wintermonate wird sparsam gegossen. Der Raum muss häufig gelüftet werden, denn frische Luft braucht die Pflanze zum Überleben.

In milden Wintern und geschützten Lagen kann die Passionsblume auch draußen ausgepflanzt werden. Man kann sie hier mit einer 10 cm dicken Laubdecke überwintern.

Wenn notwendig können ältere Exemplare im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden.

Es können teilweise die Rote Spinne, Woll- und Schildläuse auftreten.

Vermehrung: Von Februar bis April kann eine Vermehrung durch Kopfstecklinge erfolgen. Dazu werden etwa 10 cm lange Stecklinge mit 2 oder 3 Blattpaaren geschnitten. Zum Bewurzeln benötigen sie eine Boden-und Lufttemperatur von 22 bis 24 °C. Unter Glas bewurzeln sie im warmen Sand relativ schnell.

Daneben können Passiflora auch aus Samen vermehrt werden. Selbst aus dem kernreichen Fruchtfleisch der Passionsfrucht können neue Pflanzen entstehen.

Der Samen sollte von Frühjahr bis Juli gesät werden.

Verwendung: Die imposante Passionsblume kommt im Einzelstand besonders gut zur Geltung.

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