Papageien als Haustier

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Papageien als Haustiere

Papageien gelten als eine der schönsten Vogelarten der Welt. Bis zu 350 Arten lassen sich unterscheiden, davon noch einmal 850 Unterarten. Die Vielfalt der Vögel kann man mittlerweile auf der ganzen Welt bestaunen, daher werden diese immer beliebter und gerne wegen ihrer Schönheit als Haustiere gehalten.

Papageien zuhause
Sind Papageien als Haustiere geeignet?

Die Vögel kommen ursprünglich aus Australien, Amerika oder Neuguinea, können aber auf der ganzen Welt gehalten und bis zu 100 Jahre alt werden.

Ist die Papageienhaltung aber nun wirklich eine Alternative zur Hunde, – Katzen, oder Meerschweinchenhaltung?

Unterbringung – Pflege – Beschäftigung – Ernährung

Für Vögel aller Art kann eine Käfighaltung nie wirklich eine artgerechte Haltung sein. Dennoch ist dies bei den meisten Vogelhaltern unumgänglich.

Daher muss unbedingt auf eine ausreichend große Voliere geachtet werden, Käfige die kleiner als 4 Meter lange und 2 Meter breit, sowie hoch sind, können Tierquälerei sein und allenfalls als Schlafplatz dienen. Tatsächlich artgerecht kann eine Papageienhaltung daher nur dann sein, wenn den Vögeln eine große Außenvoliere, inklusive einem großen beheiztem Schutzraum, zur Verfügung steht.

Anders als bei Hunden oder Katzen muss bei den Papageien zudem auf die richtige Luftfeuchtigkeit im Raum geachtet werden. Auch im Winter muss diese mindestens 60 Prozent betragen.

Wer viele Pflanzen im Raum stehen hat kann damit zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit beitragen. Zudem können die Papageien mehrmals täglich mit etwas Wasser besprüht werden. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, können diese Vögel schwere Lungenerkrankungen bekommen und daran schließlich sterben.

Auch die Inneneinrichtung der Volieren sind enorm wichtig. Plastik, – oder Buchenholz-Sitzstangen sollten durch Naturzweige, etwa von Obstbäumen, Weiden oder Linden, ersetzt werden. Die Rinden sind weicher und die Stangen nicht zu gleichmäßig. Somit kann einer Entzündung der Füße vorgebeugt werden.

Der Sand in den Volierenböden sollte nicht staubig sein, stattdessen eignet sich ein Grund aus Zeitungspapier, welches täglich gewechselt werden sollte. Auch Buchenholzhäcksel eignen sich als Belag.

Um bei den Papageien eine Schwermetallvergiftung zu vermeiden, welche durch ständiges knabbern an allem ausgelöst werden kann, sollten die Volieren keine Pulverbeschichtung oder Lackierung haben. Volieren aus Edelstahl sind da besser geeignet.

Das im Handel erhältliche Körnerfutter für Papageien ist zur Ernährung geeignet. Allerdings sollte auch hier auf eine ergänzende Fütterung geachtet werden. Obst und Gemüse kann man den Papageien täglich zur Verfügung stellen. Fast alle Sorten sind geeignet und beliebt.

Von Natur aus sind Papageien nämlich keine reinen Körnerfresser sondern brauchen den ständigen Zugang zu Früchten. Die Belastung mit Schimmelpilzsporen in den Körnerfuttern sollte ebenfalls extra reduziert werden. Dafür eignet sich ein Sieb und Wasser.

Das Futter kann leicht feucht verfüttert werden, muss aber mindestens zwei mal täglich erneuert werden. Für eine ausreichende Wasserversorgung sollte stilles Mineralwasser gekauft werden. Leitungswasser würde zu viel Natrium enthalten und die Nieren der Papageien stark schädigen.

Täglicher Freiflug sollte zur Gesunderhaltung zum Tagesprogramm gehören. Vögel die nicht fliegen können, werden schnell krank, bekommen Abszesse oder Lungenerkrankungen.

Wer sich einen Papagei zulegen möchte, aber nicht weiß, dass Papageien sehr gesellige Tiere sind, sollte sich die Anschaffung noch einmal überlegen.

Einen Papagei in Einzelhaltung zu zwingen, kann für den Vogel tödlich sein. Angefangen können die Papageien schwere Depressionen bis hin zur Futterverweigerung entwickeln und schließlich total vereinsamen und sterben. Jedoch sollten nicht unterschiedliche Arten von Papageien gehalten werden, sondern möglichst die selbe Gattung gewählt werden.

Egal wie viel der Papagei auch von den Menschen beschäftigt wird, einen Ersatz stellen diese nicht dar. Beschäftigungsmöglichkeiten für Papageien gibt es viele, denn diese zählen auch zu den intelligentesten Tieren. Das lernen von Tricks fordert das Köpfchen.

In Büchern oder auch im Internet findet man zahlreiche Tipps und Tricks rund um die Beschäftigungsmöglichkeiten von Papageien.

Vogelschule für Papageien und Sittiche - Ann Castro

Warnung vor Handaufzuchten

Leider ist diese Art Wohnungsvögel zu halten sehr beliebt. Natürlich wünschen sich Besitzer, dass die Papageien möglichst handzahm und anhänglich sind. Dennoch können sich daraus erhebliche Verhaltensstörungen entwickeln und sogar Fehlprägungen sind möglich. Diese können sich beispielsweise in der Selbstverstümmelung des Papageien zeigen, wenn dieser sich die Federn rupft und regelrecht durchdreht.

Einige Hand aufgezogene Papageien können sogar sehr aggressiv dem Menschen gegenüber werden. Besonders bei Amazonen, Kakadus und Aras ist Vorsicht geboten.

Wer um das Wohl des Papageien besorgt ist, sollte sich und dem Papagei einen Gefallen tun und einen kaufen, welcher bereits das Leben in den Gruppen kennt und von den Elterntieren aufgezogen wurde. Auch solche Papageien können mit viel Geduld und Ruhe zahm werden.

Eignen sich Papageien für Kinder?

Für Kinder ist ein Papagei eher nicht geeignet. Selbst die zahmsten Tiere können mit ihren Schnäbeln Verletzungen verursachen.

Außerdem kann lautes Kindergeschrei und ein eher hektischer Alltag die Tiere auf Dauer stressen. Außerdem ist eine Awirklich artgerechte Haltung eine kostspielige Angelegenheit und muss wohl überlegt werden, zumal Papageien sehr alt werden können und es gut möglich ist, dass diese einen selbst überleben. Die weitere Versorgung der Vögel sollte also auch dann garantiert sein.

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