Schmetterlingsfisch – Fische für’s Aquarium

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Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi)

Der ursprünglich aus Westafrika stammende Fisch führt in der Natur sein Leben direkt unter der Wasseroberfläche. Ebenso hält er sich gerne im Aquarium in den obersten Schichten auf. In seinem natürlichen Lebensraum kann der Schmetterlingsfisch bis zu 5 m weite Sprünge vollbringen, um so Insekten zu jagen. Daher zählt man ihn auch zu den wenigen „fliegenden Fischen“ der Binnengewässer.

Pantodon buchholzi
Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi)

Er kann eine Körperlänge bis 15 cm erreichen. Der Kopf ist ziemlich groß, mit einem breiten Mund und gespickt mit kleinen spitzen Zähnchen. Diese sitzen auf den Kiefern, der Zunge und auch an den Wänden der Mundhöhle. Die Brustflossen dieser Spezies sind sehr beweglich und stark in die Länge und Breite entwickelt, daher können sie wie Flügel fungieren.

Die Bauchflossen bestehen aus zahlreichen sehr langen und dünnen Flossenstrahlen. An ihrer Basis sind sie durch eine Membran vereinigt. Der ziemlich lange Schwanz ist rautenförmig und endet zentral in einem kurzen Büschel aus feinen Strahlen.

Auf dem Rücken und an den Seiten weist das Kleid eine bräunliche Färbung mit grüner und gelber, mehr oder weniger entwickelten Marmorierung auf. Hingegen besitzen die Brustflossen rote oder rosa Schattierungen. Männchen haben an ihrer Afterflosse einen tiefen Einschnitt. So kann man sie von den Weibchen unterscheiden.

Nahrung: Der Schmetterlingsfisch zählt zu den Fleischfressern. Er ernährt sich vorrangig von Lebendfutter, wie Fliegen- und Stechmückenlarven und verschiedenen Insekten, sowie auch kleineren Fischchen. Daher sollten die Fische nicht mit kleinen nahe der Wasseroberfläche lebenden Fischarten vergesellschaftet werden. Im Aquarium kann die Fütterung auch mit Flockenfutter erfolgen.

Verhalten: Wichtig ist, dass das Becken immer abgedeckt ist, da die Fische ausgezeichnete Springer sind. Diese Fischart ist aber sehr friedlich und widerstandsfähig. Für Anfänger ist die Haltung von Schmetterlingsfischen nicht zu empfehlen. Sie sollten auch mit anderen Oberflächenfischen nicht vergesellschaftet werden.

Fortpflanzung: Die Vermehrung ist nicht ganz einfach. Zur Fortpflanzung dieser Fische ist eine Temperatur von 30 °C mit einem pH-Wert bei 6 und einer Wasserhärte bis

10 °dGH optimal. Wichtig dabei ist, dass jeweils nur ein einziges Paar in ein Vermehrungsbecken gesetzt wird. Vor jeder Besamung und anschließender Eiablage wird eine komplizierte Hochzeitszeremonie durchgeführt. Nach dem Ablaichen schwimmen die Eier an der Wasseroberfläche.

Die Eltern müssen dann auch sofort wieder aus dem Becken entfernt werden, ansonsten kommt es zum Kannibalismus an den Jungfischen. Innerhalb weniger Tage schlüpfen dann die Jungtiere. Die Aufzucht der Jungfische ist recht schwierig, denn sie müssen ausschließlich mit winzigen Insekten ernährt werden.

Haltung: Die Haltung der Schmetterlingsfische ist nicht so einfach. Sie leben in der Natur in warmen und vegetationsreichen Teichen und auch in langsam fließenden oder stehenden Flussarmen. Das Becken sollte flach sein und die Bodenvegetation eher spärlich. Ebenfalls sollte die Beleuchtung spärlich ausfallen, da die Fische übermäßige Beleuchtung schlecht vertragen. Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 25 und 30 °C, bei einem leicht sauren pH-Wert und weichem Wasser.

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