Ökologische Lebensmittel beim Kochen

Ökologische Lebensmittel und die moderne Lebensweise

Viele Stoffwechselprobleme und deren Folgeerkrankungen sind ein Zeichen unserer modernen Lebensweise. Wer sie vermeiden möchte, achtet auf eine ausreichende Bewegung, Zeit zur Entspannung sowie auf eine ausgewogene Ernährung. Bei Letzterer spielen ökologische Lebensmittel eine wichtige Rolle.

Ökologische Lebensmittel
Ökologische Lebensmittel – frisch, lecker und ein gutes Gefühl

Sie versorgen den Körper mit den lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien und Vitalstoffen, die er nicht oder nur begrenzt selbst herstellen kann.

Diese wiederum gleichen die durch Stress, körperliche und geistige Überanstrengungen beziehungsweise den Bewegungsmangel entstehende Übersäuerung des Körpers aus und tragen dazu bei, dass die Zellen länger funktionsfähig bleiben.

So beweisen unter anderem verschiedene wissenschaftliche Studien zu den Ursachen der Entstehung einer Arthrose, dass die gezielte Auswahl hochwertiger biologischer Lebensmittel der Prävention dient.

Was ist das Besondere an biologischen Lebensmitteln?

Als biologische Lebensmittel dürfen diejenigen Produkte bezeichnet werden, deren Zutaten aus einer ökologischen Landwirtschaft stammen. Der Begriff Bio-Lebensmittel ist innerhalb der Europäischen Union gesetzlich geschützt.

Bio-Produkte werden nicht mit Pestiziden, Kunstdüngern oder Abwasserschlämmen behandelt und nicht gentechnisch verändert. Die Düngung und Schädlingsbekämpfung erfolgen ausschließlich mit ökologischen Mitteln, beispielsweise mit Brennnesseljauche.

Für tierische Produkte, welche die Bezeichnung Bio-Lebensmittel tragen dürfen, gelten adäquate Regelungen. Das setzt eine artgerechte Haltung der Tiere voraus, die in der EG-Öko-Verordnung von 2007 geregelt ist. Antibiotika dürfen nicht präventiv, sondern nur im Einzelfall zur Anwendung kommen.

Bei der Zubereitung der Lebensmittel wird auf die ionisierende Bestrahlung verzichtet. Zusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe finden bei der Herstellung kaum Anwendung.

Wo kann ich ökologische Lebensmittel kaufen?

Wer Bio-Lebensmittel kaufen möchte, wählt diejenigen Produkte, die mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet sind. Dieses wurde in Deutschland im Jahr 2001 eingeführt. Es garantiert den ökologischen Ursprung der Zutaten.

Ökologische Lebensmittel lassen sich im Reformhaus oder im Bioladen erwerben. Zudem bieten viele Bio-Bauern den Direktvertrieb über einen hauseigenen Hofladen an. Sie vertreiben ihre Produkte teilweise auch über das Internet, beliefern regionale Supermärkte, Restaurants oder den Endverbraucher.

Naturkost ist nicht automatisch auch Bio

Lebensmittel, die als Naturkost angeboten werden, müssen nicht zwangsläufig Bio-Lebensmittel sein, da der Produzent nicht alle Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen muss. Dennoch dürften die Anbieter an hohen Qualitätsstandards interessiert sein. Kleinere Unternehmen, die biologische Produkte herstellen verzichten häufig auf das Bio-Siegel, da die Produktmenge und der Aufwand für die Beantragung in keinem Verhältnis zueinander stehen würden. Auch viele Hobbygärtner sind an einem ökologischen Obst- und Gemüseanbau interessiert.

Ökologische Lebensmittel stehen für Nachhaltigkeit

Ökologie steht allerdings nicht nur mit der Qualität der Produkte, sondern auch mit der Nachhaltigkeit im Zusammenhang. Die Böden profitieren von einer ökologischen Bearbeitung. Im konventionellen Anbau kommen fast ausschließlich Kunstdünger zum Einsatz, die den Ertrag an Früchten deutlich steigern sollen.

Dabei übersieht man allerdings, dass über Jahre hinweg Raubbau betrieben wird. Die Böden laugen aus, sie enthalten kaum noch lebenswichtige Nährstoffe für ein gesundes Mikroklima und für die Versorgung der Pflanzen. Insbesondere der Mineralstoff Magnesium geht ihnen verloren. Dafür düngt man immer mehr mit Kalium nach. Der pH-Wert gerät aus der Balance. Irgendwann ist in solchen Böden kein Leben mehr möglich.

Im ökologischen Anbau hingegen achtet man auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Nährstoffen. Bei Bedarf wird gezielt nachgedüngt. Die Erträge fallen häufig geringer aus als im konventionellen Anbau. Dafür können die Böden über viele Jahre genutzt werden.

In Sachen Nachhaltigkeit spielen auch die Transportkosten für die Lebensmittel eine wesentliche Rolle. Wer seine Produkte in der Umgebung kauft, trägt zum Umweltschutz bei. Zudem wird man beim Bio-Bauern um die Ecke hauptsächlich Gemüsearten der Saison kaufen können.

Diese sind bei der Ernte voll ausgereift, während konventionelle Lebensmittel häufig zu früh geerntet werden, damit sie den langen Transportweg unbeschadet überstehen. Der Nährstoffgehalt bei Bio-Lebensmitteln aus der Region sollte also um ein Vielfaches höher sein als bei exotischen Produkten.

Die konventionelle Lebensmittelherstellung ist im Vergleich zum ökologischen Anbau und zur artgerechten Tierhaltung preiswerter und weniger zeitaufwändig. Dies lässt sich unter anderem an der Haltung von Schlachtvieh belegen. Ohne den präventiven Einsatz von Antibiotika kann es beim Ausbrechen von Krankheiten zum Totalverlust kommen.

Wer auf die Gabe von Wachstumshormonen verzichtet, muss das Vieh länger mästen. Werden zur Behandlung von Krankheiten natürliche Mittel eingesetzt, dauert es häufig länger, bis sie wirken. Nicht zuletzt können aus einem ökologisch bearbeiteten Boden keine Spitzenerträge gewonnen werden. All diese Faktoren beeinflussen die Preisgestaltung von Bio-Lebensmitteln.

Preise von Bio-Lebensmitteln

Bio-Lebensmittel müssen im Vergleich zu konventionellen Produkten teurer sein, damit sich für den Bio-Bauern eine Wirtschaftlichkeit ergibt. Wenngleich viele Kunden inzwischen auf den Ursprung der Lebensmittel achten, zieht der Großteil von ihnen immer noch die niedrigen Discounter-Preise vor. In den wenigsten Fällen lösen finanzielle Aspekte die Billig-Einkäufe aus.

Eher handelt es sich um die unbedachte Auswahl von Produkten, in der die Quantität an erster Stelle steht. Dies hat nicht nur für die Existenz der Bio-Bauern negative Auswirkungen. Auch die Gesundheit des Einzelnen und die Natur leiden.

Dabei hat es jeder Mensch selbst in der Hand, einen aktiven Beitrag für das eigene Wohl zu leisten und zur Nachhaltigkeit unserer Welt beizutragen.

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