Gärten in der Stadt – Nutzgarten Balkon

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Gärtnern für Städter – Nutzgarten auf dem Balkon

Frühling und Sommer sind die Jahreszeiten in denen unser Naturbewusstsein wieder in den Fokus rückt. Die Sonne lockt uns nach draußen und das frische Grün an den Bäumen und auf den Wiesen ist nach dem Grau in Grau der Wintermonate eine Wohltat für unsere Augen.

Auch unsere Essgewohnheiten ändern sich mit dem Anstieg der Temperaturen und dem vermehrten Sonnenlicht. Während noch vor kurzem Glühwein, Plätzchen und Schokolade unsere Winterstimmung aufhellen mussten, wird es jetzt auch auf dem Tisch wieder grüner.

Nutzgarten auf dem Balkon
Der eigene Balkon in der Stadt als Nutzgarten

Frische Salate, Gemüse und Früchte sind wieder gefragt. Wohl dem, der einiges davon aus dem eigenen Garten ernten kann. Aber auch Stadtbewohner müssen aus Kräuter, Obst und Gemüse aus Eigenanbau nicht verzichten.

Der Balkongärtner – eine sich stark vermehrende Spezies

Wenn man durch die Straßen der kleinen und größeren Städte schlendert und dabei den Blick an den Häuserfassaden hochklettern lässt, sieht man es immer öfter: Nutzbalkone!

Nicht nur Sonnenstuhl und Schirm haben hier ihr ihren Sommersitz gefunden, sondern auch die unterschiedlichsten Nutzpflanzen in Kästen, Eimern, Kübeln und Töpfen sind hier eingezogen. Besonders bei jungen Leuten erfreut sich das „Balkony-Gardening“ stark wachsender Beliebtheit.

Keine Ausreden – selbst auf dem kleinsten Balkon ist Platz

Und das stimmt tatsächlich: Selbst wer nur einen klitzekleinen Balkon an der Wohnung sein Eigen nennt, kann trotzdem für etwas selbstgezogenes frisches Grün auf dem Teller sorgen. Kräuter sind dafür ideal. Sie brauchen wenig Raum und gedeihen auch in kleinen Töpfen auf dem Fensterbrett. Auch Blumenkästen, die am Balkongeländer befestigt werden können, sind ideal und sparen Platz.

Die Vielfalt an den meist anspruchslosen Pflanzen ist riesig. Natürlich sind da noch immer die Klassiker: Schnittlauch, Liebstöckel, Thymian, Salbei und Rosmarin waren bereits in Großmutters Garten zu finden. Heute hält jeder Gartenmarkt eine viel größere Auswahl bereit. Zitronenmelisse, Basilikum, Steinquendel, Lavendel und vieles mehr kann hier erworben werden.

Wer noch nicht viel Erfahrung gesammelt hat, dem sei der Kauf von bereits vorgezogenen Pflanzen empfohlen. Wer sich etwas besser auskennt, kann natürlich selbst aus Samen Pflanzen heranziehen.

Neben kleinen Pflanzgefäßen mit guter Kräutererde und einer Gießkanne braucht der Kräutergärtner nicht viel, um bald die ersten grünen Triebe zu ernten.
Ein kleiner Tipp wenn es im Sommer üppig wuchert auf dem Balkon: Die meisten Kräuter lassen sich problemlos schneiden, hacken und portionsweise für den Winter einfrieren oder trocknen.

Salat und Co auf dem Balkon

Wer ein wenig mehr als nur wenige Zentimeter auf dem Fensterbrett zur Verfügung hat, der kann sich auch sein Grün für die Salatschüssel selber ziehen. Besonders gut eignen sich dafür Schnittsalate. Die Samenmischung wird einfach in den Topf oder Balkonkasten gestreut und beginnt bereits nach wenigen Tagen zu keimen.

Da die Salatpflanzen kein großes Wurzelwerk ausbilden, reichen auch flache Gefäße für ein gutes Wachstum aus. Wichtig ist nur, die Pflanzen regelmäßig zu wässern. Wenn Sie bei der Ernte immer nur die äußeren Blätter schneiden und die Herzen der Pflanzen stehen lassen, wachsen diese immer wieder nach und liefern über viele Monate hinweg besten Salat. Auch Feldsalat, Brunnenkresse, Radieschen und kleine Rettiche lassen sich so auf dem Balkon kultivieren.

Kletterkünstler für den Kochtopf

Da die Bodenfläche des Balkons meist begrenzt ist, suchen viele Balkongärtner mit Erfindungsreichtum nach mehr Platz für ihre grünen Freunde. Warum nicht den Luftraum nutzen? Wer beispielsweise Bohnen ihn ein Gefäß am Bohnen pflanzt, kann diese am Geländer des Balkons oder an Rankgittern nach oben wachsen lassen.

Wer die beispielsweise die Feuerbohne wählt, kann sich im Frühling zudem über rote Blüten und einen zusätzlichen Sichtschutz durch die großen Blätter freuen. Im frühen Herbst ist dann Erntezeit. Die langen grünen Freunde machen sich im Salat und in jedem Eintopf hervorragend. Auch kletternde Gurkensorten und kleine Kürbisse können so erfolgreich angebaut werden.

In hängenden Blumenampeln gedeihen Erdbeeren über den Köpfen der Balkonnutzer. Besonders Kinder lieben die leckeren süßen Früchte zum Naschen.

Sträucher und Bäume für den Balkongärtner

Wer einen etwas größeren Balkon oder gar eine Dachterrasse sein Eigen nennt, kann in großen Töpfen, alten Wannen oder Kübeln auch Sträucher und Bäume pflanzen und so die Obst- und Beerenernte sicherstellen. Hervorragend funktioniert dies mit den genügsamen Johannisbeeren und auch ihren schwarzen Verwandte, die schwarze Johannisbeere, die Jostabeere oder auch die Stachelbeere fühlen sich an einem geschützten Platz auf dem Balkon wohl.

Findige Baumschulgärtner haben in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr kleinwüchsige Spindelbäume für kleine Gärten gezüchtet. Diese kleinen Kirsch-, Apfel- oder Birnbäume wachsen auch in großen Pflanzgefäßen auf dem Balkon. Wichtig ist nur, dass sie gut gegen Wind abgesichert werden und nicht vom Balkon oder Dach geweht werden können.

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