Oleander

Oleander – Nerium Oleander

Der Oleander ist der Familie der Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae) zugehörig.

Nerium Oleander
Oleander – Nerium Oleander

Er stammt aus dem Mittelmeerraum und dem Orient. Dort in seiner Heimat wächst er hauptsächlich wild an Bach-und Flussläufen.Hier, in unseren Breiten ist der Oleander eine bekannte Liebhaberpflanze.

Wuchs: Diese Kübelpflanze hat einen breit buschigen Wuchs. Sie ist sehr locker verzweigt. Der immergrüne Strauch kann eine Höhe zwischen 1,5 und 3,0 m erreichen. Gern wird er auch als Hochstämmchen gezogen. Die Blätter sind lang, lanzettlich und ledrig.

Bei den Wildformen des Oleanders sind die Blüten ungefüllt und rosa oder weiß gefärbt. Hingegen kommen bei den Zuchtformen auch gefüllte Blüten vor. Die Farbpalette erstreckt sich hier von Dunkelrot über Orange, Lachsfarben und Rosa bis zu Weiß. Durch Züchtung entstand sogar ein Oleander mit gelben Blüten.

Sie erscheinen in doldenartigen Blütenständen. Teilweise verströmen sie einen angenehmen Duft. Dabei riechen gefüllte Sorten mit roten und dunkelrosa Blüten am intensivsten. Oleander mit weißen Blüten duftet dagegen weniger. Die Blüten können einen Durchmesser zwischen 3 und 5 cm erreichen und erscheinen zwischen Juni und Oktober.

Standort: Ab Mitte Mai kann die Kübelpflanze ins Freie umziehen. Der Platz sollte regen- und windgeschützt sein. Der Oleander ist allerdings auch ein wahres Sonnenkind. Temperaturen über 30°C sind kein Problem. Auch ein leicht beschatteter Platz ist möglich.

Pflege: Während der Sommermonate benötigt der Oleander normalerweise viel Wasser. Die Wassermenge ist hierbei von den vorherrschenden Temperaturen abhängig. Bei auftretendem Wassermangel werden die untersten Blätter schnell gelb und fallen ab.

Allerdings verträgt der Oleander kurzzeitig eine Ballentrockenheit. Das Gießwasser sollte immer abgestanden und temperiert sein. Bis August sind wöchentliche Nährstoffgaben erforderlich.

Gelegentlich schneidet man entweder im Herbst oder Frühjahr lange und zu kahle Triebe weg. Haupttriebe werden dabei an der Basis und Verzweigungen an ihrer Ansatzstelle entfernt. Dabei sollte aber zurückhaltend geschnitten werden, da bereits im Vorjahr schon die Blüten angelegt werden.

Gut entwickelte Pflanzen vertragen im Herbst leichten Frost. Hingegen sind sie dafür im Frühjahr desto anfälliger.

Der Oleander muss frostfrei überwintert werden. Ideal ist ein heller Standort bei 4 bis 8°C. Er wird dann fast trocken gehalten.

Im Frühjahr kann dann bei Bedarf umgetopft werden. Allerdings ist dies nur alle paar Jahre erforderlich. Die Pflanzgefäße müssen dementsprechend groß sein. Diese werden dann mit einer Schicht Tonscherben versehen und anschließend mit Einheitserde, vermischt mit 50 g Hornmehl.

Es können Schildläuse auftreten. Alle Teile der Pflanze sind giftig.

Vermehrung: Im Juni / Juli können Kopfstecklinge geschnitten werden. Bei einer mäßigen Bodenwärme bewurzeln diese dann sehr schnell. Sie können einfach aber auch nur in ein Wasserglas gestellt werden. Durch eine Stecklingsvermehrung lassen sich die Sorten (gefülltblühend) erhalten. Hingegen fallen bei Aussaat die Pflanzen oft in ihre ursprüngliche Art zurück.

Verwendung: Oleander brauchen viel Platz. Sehr imposant sind sie als Solitärpflanzen. Der Oleander kommt aber auch sehr gut in einem Verband mit Zitrusbäumchen, Lorbeer, Feige und Bougainvilleen zur Geltung.

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