Kinderkrankheiten – Mumps

Mumps erkennen und richtig behandeln

Das Kind kommt aus der Schule, seine eine Gesichtshälfte ist stark geschwollen, besonders in der Gegend des Kieferwinkels. Es fühlt sich wohl, doch der Lehrer schickte es heim. Er hatte Verdacht, dass es sich um Mumps handelte und wollte die Ansteckung anderer Kinder vermeiden.

Mumps Symptome
Mumps erkennen und behandeln

Es war in der Tat Mumps, auch Ziegenpeter genannt oder Wochentölpel. Die Krankheit ist ansteckend, wenn auch nicht so sehr wie Masern oder Windpocken. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 11 und 26 Tagen. Mumps wird durch einen Virus vermutlich im Speichel übertragen.

Der wissenschaftliche Name für Mumps ist epidemische Parotitis, d h. Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Diese liegt vorn unter dem Ohr und umgibt von unten her halbkreisförmig das Ohrläppchen. Bei Mumps ist diese speichelliefernde Drüse vergrößert und verschwollen, das Gesicht macht einen entstellten Eindruck. Fieber ist oft mit der Krankheit verbunden.

Die Schwellung kann auf Nervenäste drücken und dadurch Schmerzen in Mund oder Ohr hervorrufen. Der Mund selbst ist schwierig zu öffnen, die Kinder essen deshalb lieber gar nicht. Nach zwei oder drei Tagen wird oft auch die Ohrspeicheidrüse der anderen Seite ergriffen.

Doch schon am vierten Tag beginnt die Rückbildung der einen Schwellung; nach acht bis zehn Tagen. Ist die Krankhelf meist überstanden und da Komplikationen selten sind, vergessen. Mumps gibt in der Regel eine lebenslange Immunität. Nur in 7 bis 10% der Fälle wurde eine spätere Wiederholung beobachtet.

Wärme tut wohl

Eine, eigentümliche Erscheinung ist es, dass bei mumpskranken männlichen Erwachsenen – nur selten bei Knaben, — zuweilen die Geschlechtsdrüsen erkranken, die Hoden. Bei geeigneter Behandlung und Bettruhe geht die Entzündung im Allgemeinen rasch zurück.

Die Behandlung von Mumps beschränkt sich auf allgemeine Maßnahmen. Man wird das kranke Kind warmhalten, vor Zug behüten und kann ihm warme Hüllen oder einen Schal um den geschwollenen Gesichtsteil geben. Bei Fieber ist Bettaufenthalt angezeigt, sonst kann man die Kinder ruhig aufstehen lassen, sollte sie aber im Zimmer halten, um eventuelle Ohrkomplikationen zu verhüten.

Da die Patienten nur schwer und schmerzhaft beißen können, ist Nahrung in flüssiger und breiiger Form angezeigt. Gurgeln mit den üblichen Mundwässern oder warmem Salzwasser sorgt für Reinhaltung der Mundhöhle.

Warme Umschläge oder elektrische Heizkissen, auf die kranke Stelle gelegt, werden von manchen Kindern angenehm empfunden. Gesunde Geschwister sollten nicht das gleiche Trink- und Essgeschirr oder Handtuch benutzen wie das mumpskranke Kind.

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