Mittelohrentzündung bei Kindern

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Die Mittelohrentzündung – wenn Kinder leiden

Eine akute Mittelohrentzündung bei Kindern gehört so ziemlich zu den schmerzhaftesten Erkrankungen, an die sich ein Kind noch lange erinnern wird.

Mittelohrentzündung bei Kindern
Mittelohrentzündung bei Kindern: Symptome und Behandlung

Rund 90 % aller Kinder müssen bis zu einem Alter von drei Jahren wenigstens eine Mittelohrentzündung durchleiden, wenn nicht noch mehrere.

Manche Kinder scheinen sogar richtig anfällig dafür zu sein, besonders im Winter ist die Erkrankungsrate ziemlich hoch.

Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

Wenn Viren oder Bakterien auf die Schleimhäute des Mittelohres gelangen, können sie dort eine Entzündung auslösen. Bei der Entstehung muss nach der Mittelohrentzündung bei Kindern durch Viren oder Bakterien unterschieden werden, auch wenn am Ende die gleichen Beschwerden warten.

Die bakterielle Ursache ist gleichzeitig auch die häufigste Form der Erkrankung. Sie wird häufig durch Pneumokokken, dem Streptococcus pyogenes, dem Haemophilus influenzae oder Staphylokokken verursacht. Pneumokokken verursachen vor allem bei kleinen Kindern schwere Infektionen, der Streptococcus pyogenes wird durch Eiter hervorgerufen und kann zum Beispiel über eine eitrige Mandelentzündung zu einer Mittelohrentzündung werden.

Eine Mittelohrentzündung bei Kindern ist eine ziemlich schmerzhafte und unangenehme Erkrankung, die auch mit Fieber einhergeht. Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche, verminderte Hörfähigkeit und sogar Übelkeit mit Erbrechen können zu den Symptomen gehören. Bei der viralen Ursache klingt die Mittelohrentzündung ohne einen Durchbruch des Trommelfells ab.

Bei der bakteriellen Erkrankung kommt es ohne Antibiotikumgabe nach ungefähr drei bis acht Tagen zum Trommelfelldurchbruch mit dem Austritt von Eiter. Ein Antibiotikum kann den Krankheitsverlauf verkürzen und einen Durchbruch des Trommelfells verhindern. Nach bis zu vier Wochen ist die Mittelohrentzündung komplett abgeheilt.

Mögliche Komplikationen

Nicht selten leiden Kinder häufig unter einer Mittelohrentzündung. Manches Kind ist einfach anfälliger als andere, manche Kinder sind in ihrem jungen Alter schon vielen Bakterien und Viren ausgesetzt oder es herrscht eine Zeit mit besonders großer grippalen Belastung.

Bei häufigen Mittelohrentzündungen können Vernarbung am Trommelfell eintreten, zu Verwachsungen der Hörknöchelchen führen und einen bleibenden Hörschaden hinterlassen.

Weitere Komplikationen sind zum Beispiel Entzündungen im Innenohr mit Schwindel und Taubheit, eine Hirnhautentzündung, eine Entzündung hinter der Ohrmuschel oder auch eine Sepsis.

Die Vorbeugung zur Vermeidung einer Mittelohrentzündung

Zur Vorbeugung und Vermeidung einer Mittelohrentzündung bei Kindern sollte im Falle einer Erkältung, einer Mandelentzündung oder eines starken Schnupfens abschwellendes Nasenspray verwendet werden.

Gerade bei kleinen Kindern ist die Verbindung zwischen den Gehörgängen und der Nase so dicht zusammen, dass eine Übertragung der Viren und Bakterien sehr schnell passieren kann.

Auch entzündungshemmende Schmerzmittel könnten eine mögliche Prophylaxe sein. Normalerweise wird eine Mittelohrentzündung ohne Komplikationen abheilen, sie ist aber für das Kind und für die Eltern eine Belastung. Abhärtung durch frische Luft und gesunde Ernährung sollte grundsätzlich schon bei gesunden Kleinkindern angestrebt werden, eine gewisse Infektanfälligkeit aufgrund des Alters ist aber immer gegeben.

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