Meerrettich – Wildkräuter

Meerrettich – Armoracia rusticana

Synonyme: Kren, Bauernsenf, Pfefferwurzel

Allgemeines: Die krautige Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie ist mehrjährig und kann 40 bis 60 cm hoch werden. Der Meerrettich hat einen kräftigen Wurzelstock. Die derben, großen Blätter sind eiförmig verlängert. An ihren Rändern sind sie gezähnt oder gekerbt. Die kleinen Blüten besitzen vier weiße Kronblätter und stehen in großen Rispenblütenständen zusammen. Sie erscheinen von Mai bis Juni.

Meerrettich - Armoracia rusticana
Meerrettich – Armoracia rusticana

Wirkstoffe: Neben ätherischen Ölen sind im Meerrettich auch Glykoside, Mineralsalze und Allyl-Schwefelcyanat enthalten.

Verbreitung/Standort: Ursprünglich stammt der Meerrettich aus Osteuropa. Er wird heute aber in Mitteleuropa und anderen Teilen der Welt kultiviert. Die Pflanze liebt einen halbschattigen Standort.

Ernte: Die Wurzel sollte erst im zweiten Jahr und dann auch nur in der benötigten Menge ausgegraben werden, da sie schnell an Frische verliert. Beste Erntezeit ist von August bis Oktober. Frisch gerieben kann die Wurzel entweder roh verzehrt oder zu einer Sauce verarbeitet werden.

Gesundheit: Meerrettich ist für seine anregende, harntreibende, antiarthritische Wirkung bekannt. Äußerlich angewendet bringt es Linderung bei Insektenstichen und Gelenkschmerzen. Zur Anwendung kommen Tinkturen, Absude und Breiumschläge.

Küche: Frisch geriebene Wurzeln ergeben eine pikante Sauce. Diese passt besonders gut zu gekochten Fleisch- und Fischgerichten. Frische, junge Blätter sind eine ausgezeichnete Salatbeilage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.