Kinderkrankheiten – Masern

Masern erkennen und richtig behandeln

Unter Kinderkrankheiten versteht man eine Reihe infektiöser Erkrankungen In den ersten Lebensjahren die eine langwahrende oder dauernde Immunität (Giftfestigkeit) herbeiführen. Erwachsene die solche Krankheiten als Kinder durchgemacht haben sind später also dagegen gefeit.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat die Gefährlichkeit der Kinderkrankheiten, die früher bei Masern, Scharlach, Keuchhusten und Diphtherie erheblich war, ganz entscheidend abgenommen.

Das hängt zum Teil mit den Verhütungs- und Behandlungsmaßnahmen der modernen Medizin zusammen, aber auch mit der Veränderung der Infektionserreger. Was jede Mutter über die einzelnen Krankheiten wissen sollte sei hier aufgeführt. Im Zweifelsfall aber immer frühzeitig einen Kinderarzt konsultieren!

Masern

Kinderkrankheiten erkennen und richtig behandeln
Ansteckende Kinderkrankheiten – Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken

Masern sind eine Viruserkrankung. Sie werden vor allem durch in der Luft schwebende Tröpfchen übertragen. Die Inkubationszeit (d .h. die Zeit zwischen Ansteckung und Beginn der Krankheit) beträgt zwischen 7 und 14 Tage. Charakteristisch für Masern Ist ein tiefroter Hautausschlag (Masern Exanthem), der gewöhnlich am 3. oder 4. Krankheitstag erscheint beginnt zumeist an der Stirn und Gesicht dann geht er auf Rücken Brust und den ganzen Körper über. In derselben Reihenfolge verschwindet er auch wieder.

Noch vor dem Ausschlag bilden sich in der Regel kleine rötliche Flecken mit weißem Mittelpunkt im Mund an der Schleimhaut beider Wangen – nach ihrem Entdecker Kopliksche Flecken genannt.

Die Masern sind mit oftmals hohem Fieber verbunden. Das braucht nicht zu beunruhigen denn es deutet darauf hin, dass der kindliche Körper sich energisch gegen die Infektion wehrt. Vielfach sind auch die Schleimhäute stark in Mitleidenschaft gezogen an den Augen (Bindehautentzündung), was die Kinder lichtscheu macht; an der Nase (katarrhalische Absonderung) an den (geschwollenen) Mandeln an Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien, wo Heiserkeit oder ein quälender, trockener Husten die Entzündung anzeigt.

Bei normalem Verlauf der Masern geht die Temperatur etwa 2 Tage nach vollem Erscheinen des Ausschlages wieder zurück. Steigt sie dennoch an so kann das auf eine Komplikation hindeuten etwa eine Lungen-oder Mittelohrentzündung.

Bei Fieber Ins Bett

Solange die Kinder sich krank fühlen, matt sind und Fieber haben, gehören sie ins Bett. Nachdem die akuten Erscheinungen abgeklungen sind ist es oft nicht leicht lebhafte kleine Patienten im Bett zu halten. Man muss dann wenigstens dafür sorgen, dass in der erwärmten Wohnung keine Zugluft entsteht.

Bei allen Kinderkrankheiten beachte man die Kleinen nicht zum Essen zwingen oder anregen, wenn sie keinen Appetit haben! Sobald es ihnen besser geht holen sie ohnehin alles nach, was Sie auf diesem Gebiet versäumt haben. Angezeigt sind Getränke in jeder Form kalt oder warm Die zugeführte Flüssigkeit trägt dazu bei die Wirkung der Krankheitsgifte durch Verdünnung aller Säfte herabzusetzen.

Der sicherste Weg Vorbeugen

Speziell zur Masernverhütung impft man seit Jahren infektionsgefährdete Kinder mit spezifischen Schutzstoffen. Eine einzige Schutzimpfung mit „Lebendimpfstoff“ die dem Kind im Alter von einem Jahr gegeben wird reicht aus um ihm Immunität gegen Masern auf Lebenszeit zu verleihen. Keine Mutter sollte auf eine derartige Vorbeugung verzichten, denn die Folgen von Masern können sehr ernst sein.

3,8 Prozent der erkrankten Kinder bekommen hinterher Lungenentzündung, 2,5 Prozent Mittelohrvereiterung. Als späte oft erst nach Jahren auftretende Folgen stellen sich immer deutlicher auch psychischen Schaden und Intelligenzdefekte heraus deren Ausmaß größer zu sein scheint als bisher angenommen.

Wenn ein Kind der Ansteckung mit Masern ausgesetzt war, sollte man den Hausarzt informieren. Vielleicht hält er es für angebracht ihm Gammaglobulin zu geben einen Schutzstoff, um die etwaige Erkrankung milder zu gestalten.

Ein masernkrankes Kind muss isoliert werden, und zwar nicht nur, weil es andere Kinder anstecken konnte sondern auch im eigenen Interesse. Es muss vor Personen geschützt sein die erkältet sind einen Schnupfen, Halsweh oder ähnliches haben. Gerade die sekundäre Infektion mit solchen Keimen kann beim masern- kranken Kind zu Komplikationen führen.

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