Majoran – Gewürze Lexikon

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Majoran – Origanum majorana

Allgemeines: Von Natur aus ist der Majoran eine mehrjährige Pflanze. Jedoch ist er in kultivierter Form meist nur ein- oder zweijährig. Das Würzkraut gehört zur Familie der Lippenblütler und ist auch unter den Namen Gartendost oder Wurstkraut bekannt.

Majoran - Origanum majorana
Wie sieht Majoran aus? – Origanum majorana

Seinen Ursprung hat der Majoran vermutlich in Südwest- oder Zentralasien und den Wüstengebieten Nordafrikas. Hier bevorzugt er trockenes und sonniges Brach- und Ödland. In Europa wird der Strauch als Gewürzpflanze kultiviert.

Der Halbstrauch kann eine Höhe bis 50 cm erreichen. Die Stängel sind stark verzweigt und aufrecht wachsend. Die gegenständigen Blätter sind oval bis elliptisch geformt und von einem weißen Flaum überzogen.

Die violetten oder auch rosafarbenen Blüten erscheinen von Juni bis September. Sie bilden dichte Ähren und stehen dabei in endständigen Rispen zusammen.

Der Majoran enthält ätherische Öle, welche den charakteristischen würzigen Geschmack bewirken. Daneben sind aber auch noch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Ascorbinsäure und Flavonoide enthalten.

Ernte: Frische Blätter und Stiele können laufend vor Beginn der Blüte gepflückt werden. Dazu schneidet man die Stiele ungefähr 5 cm über dem Boden ab. So kann die Pflanze erneut zum Nachernten austreiben.

Daneben eignet der Majoran sich aber auch zum Trocknen. Es werden hier dann bei sehr trockenem Wetter, kurz vor dem Öffnen der Blüten, die Stiele geschnitten und dann zu kleinen Sträußchen zusammengebunden. Anschließend hängt man sie an einem dunklen, luftigen Ort zum Trocknen auf. Im trockenen Zustand wird der Majoran zerkleinert und dann in gut verschließbaren Glas- oder Porzellangefäßen aufbewahrt.

Anzucht: Die Aussaat sollte erst nach den Eisheiligen direkt ins Freiland erfolgen. Allerdings können die Pflanzen aber schon in einer Keimbox oder im Frühbeet vorgezogen werden. Die Keimlinge müssen dann unbedingt feuchtwarm gehalten. Im Freiland werden dann immer 2 bis 3 Pflanzen bei einem Pflanzabstand von 25 x 15 cm zusammengesetzt.

Majoran liebt einen sonnigen Standort mit humosen, lockeren und nährstoffreichen Boden. Es besteht auch die Möglichkeit, das Kraut in einem größeren Topf auf der Fensterbank zu halten.

Verwendung: Der Majoran mit seinem delikaten, aromatischen und leicht brennenden Geschmack verleiht manchen Gericht erst die richtige Würze. Frische Blätter und junge Triebspitzen dienen zum verfeinern von Soßen, Suppen, Eintöpfen, Rind-, Schweine- und Lammfleischgerichten und ebenso wie Eierspeisen, Salaten und Käsegerichten.

Aber auch an Wild-, Hackfleisch- und Kartoffelgerichten, Pasteten, Pizza, Aufläufe und Quarkgerichten darf Majoran nicht fehlen. Mit Thymian zusammen entsteht eine raffinierte Würzmischung. Ein kleines Sträußchen Majoran sollte auch in keiner Weihnachtsgans-Füllung fehlen. Daneben ist das Würzkraut auch Bestandteil von vielen Kräuterlikören und Wermutwein und wichtig bei der Wurstherstellung.

Majoran ist aber auch für seine verdauungsfördernde, krampflösende, beruhigende, anregende und schweißtreibende Wirkung bekannt. Äußerlich kann er als eine antirheumatische Einreibung Anwendung finden.

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