Low-Carb Diät – Abnehmen & Figur halten

Was verbirgt sich hinter Low-Carb Diäten?

Viele Menschen wollen etwas an ihrer Figur ändern; fast die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig. Doch etwas Richtiges dagegen tun wollen die Wenigsten, bloß etwas weniger Essen ist der Plan. Längst schon hat auch die Industrie das boomende Geschäft der Diäten erkannt und für sich benutzt.

Low Carb
Low Carb Diät – keine Kohlenhydrate

Es gibt tausende Produkte, die zur besseren Diät verhelfen sollen und genauso gibt es tausend Tipps und Regeln, die man allesamt kaufen kann.

Auch das Internet ist überflutet mit Erfahrungsberichten und PDF-Dateien über das Thema. Besonders etabliert hat sich die sogenannte Low-Carb-Diät, die Diät ohne Kohlehydrate.

Hierbei gibt es viele verschiedene Modelle, die im Ursprung alle auf dem gleichen System beruhen: Kohlenhydrate sind eine der drei Energiequellen des menschlichen Körpers. Sie machen den größten Teil unserer Nahrung (in Kalorien) aus. Es folgen Fette und Proteine. Durch Weglassen der Kohlenhydrate, soll eine wesentlich schnellere Gewichtsabnahme erfolgen.

Befürworter stützten ihre Thesen auf verschiedene Studien und sagen, dass der Körper in der Lage sei, durch biochemische Prozesse aus Eiweißen und Fetten Kohlenhydrate herzustellen.

Im weitesten Sinne sind Kohlenhydrate Zucker. Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Sie stecken in Obst, in geringen Anteilen im Gemüse und in Getreide. Auf Früchte, Mehl, Kartoffeln und andere stark zuckerreiche Lebensmittel soll man in der Diätphase verzichten. Und das, je nach Diät, über mehrere Wochen.

Eine Metaanalyse des amerikanischen Fachmagazins „Journal of the American Medical Association“ kam zu dem Schluss, dass die aktuelle Datenlage (1966 – 2003) unzureichend sei.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält die Low-Carb-Diät für zu einseitig. Vereinfacht kann man sich das leicht selber klar machen. Unser Körper benötigt jeden Tag Energie und Vitalstoffe. Streicht man jetzt viele gesunde Lebensmittel aufgrund ihres Kohlenhydratgehaltes aus dem Speiseplan, kommt es früher oder später zur Unterversorgung mit gesunden Mineralstoffen und Vitaminen.

Ebenso ist die Versorgung durch Kohlenhydrate nicht länger gewährleistet, während Fette und Proteine weitestgehend vorhanden sind. Inwieweit das schädliche Folgen haben kann, ist noch nicht genau untersucht. Fest steht jedoch, dass bei Laborratten ein Rückgang der Gehirnmasse zu beobachten war, weil durch die Unterversorgung mit Kohlenhydraten nur die wichtigen Areale „angeschaltet“ blieben.

Zum Abnehmen bedarf es nur einem einfachen Prinzip: Weniger Essen, als man verbraucht. Das ist die Idee der negativen Energiebilanz. Und die funktioniert. Nicht umsonst haben Sportler ideale Figuren und sind auch sonst übermäßig gesund.

Für die Phase einer Diät kann und sollte der Abnehmprozess durch Sport unterstützt und verschnellert werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Diät innerhalb weniger Wochen unterbrochen werden sollte. Außerdem muss die Ernährungsumstellung (Reduktion der Gesamtkalorien, nicht nur der Kohlenhydrate) größtenteils beibehalten werden, um einen Jojo-Effekt zu verhindern.

Zusätzliche Pulver braucht es nicht. Wer hungert, verliert automatisch Gewicht. Denn der Hungerstoffwechsel verbrennt Reserven, so wie das schon zu Urzeiten bei unseren Vorfahren gewesen ist. Wer immer noch auf die Low-Carb-Diät setzt, dem sei noch eine letzte Studie gezeigt: 2012 fanden Wissenschaftler heraus, dass eine Diät mit weniger Fetten effektiver ist als eine mit weniger Kohlenhydraten.

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