Löwenzahn – Wildkräuter

Löwenzahn – Taraxacum officinale

Synonyme: Herzheil, Röhrlsalat, Maiblume, Augenmilchkraut

Allgemeines: Das Korbblütengewächs (Asteraceae) erscheint schon im zeitigen Frühjahr. Diese krautige Pflanze ist mehrjährig. Sie kann zwischen 15 und 30 cm hoch werden. Löwenzahn hat eine Pfahlwurzel. Er ist sehr tief in der Erde verankert.

Löwenzahn - Taraxacum officinale
Löwenzahn – Taraxacum officinale

Die länglich-lanzettlichen Blätter sind an ihren Rändern unterschiedlich gezackt. Sie wachsen aus einer grundständigen und dichten Rosette. Diese liegt sehr dicht auf dem Boden auf. Die einzelnen goldgelben Blüten bestehen aus vielen Zungenblüten.

Bereits im März erscheinen die ersten Blütenköpfe. Der Löwenzahn blüht bis in den Mai, mitunter auch bis Juni. Aus den Blüten entwickeln sich sogenannte Schließfrüchte, die Achänen. Sie sind mit Rippen versehen und auf ihrer Oberseite befindet sich ausgebildetes Flugorgan. Dieses besteht aus weißen Haaren.

Im Volksmund ist Löwenzahn auch als Pusteblume bekannt.

Wirkstoffe: Neben Bitterstoffen sind im Löwenzahn auch Vitamine, Gerbstoffe und Phytosterin enthalten.

Verbreitung/Standort: Löwenzahn ist weit verbreitet. Man findet ihn in den meisten Ländern Europas, Nordamerika, Nordafrika, und Asien. Das Wildkraut liebt einen sonnigen Standort mit einem durchlässigen, feuchten und trocknen Boden. Er sollte neutral bis alkalisch sein. Bevorzugt wächst Löwenzahn auf saftigen Wiesen, Feldern, Brachland und auch entlang von Wegrändern.

Ernte: Löwenzahn kann in den Monaten Mai bis September gesammelt werden. Zuerst werden im Frühjahr die Blüten und auch Blätter geerntet. Dazu sticht man am besten die Blattrosetten aus. Es sollten die Pflanzenteile frisch verwendet oder auch an einem luftigen und schattigen Ort trocknet werden.

Im Herbst gräbt man dann die Pfahlwurzel aus und entfernt die Seitenwurzeln und säubert sie. Im Anschluss schneidet man sie in Stücke und trocknet diese entweder in der Sonne oder im Backofen bei mittlerer Hitze.

Gesundheit: Das Wildkraut ist für seine seine reinigende, gallentreibende, harntreibende, abführende und antirheumatische Wirkung bekannt. Löwenzahn regt daneben die Verdauung und Leberfunktion an. Verwendung findet das Kraut auch bei Schwellungen und Entzündungen. Zur Anwendung kommen hier Aufgüsse, Tinkturen und Absude.

Küche: Die zarten Blätter finden Verwendung in wohlschmeckenden Salaten. Sie können auch zu Gemüse verarbeitet werden. Die Zubereitung erfolgt hier wie Spinat.

Aus den Blüten kann man Sirup herstellen. Dieser findet Verwendung bei der Verfeinerung von Süßspeisen und Getränken.

Wurzelsaft und auch die Blätter dienen zum Aromatisieren von Kräuterbieren und auch Erfrischungsgetränken.

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