Violetter Rötelritterling – Lepista nuda Pilze

Geschätzte Lesedauer 2 Minute(n)

Violetter Rötelritterling

Merkmale: Bei jungen Pilzen ist der Hut anfangs gewölbt. Später breitet er sich dann flach aus und ist leicht gewellt. Der Hut hat einen Durchmesser von 7 bis 16 cm. Zunächst ist die Huthaut eingerollt und bei älteren Exemplaren dann eher wellig verbogen. Bei jungen Pilzen ist der Hut leuchtend violett gefärbt.

Lepista nuda
Violetter Rötelritterling – Lepista nuda

Mit zunehmendem Alter ist er dann von der Mitte her grau oder auch grauviolett. Allerdings kann im Alter die Farbe verblassen. Die Huthaut ist glänzend und glatt. Der verhältnismäßig stämmige Stiel ist zylindrisch. Seine Oberfläche ist etwas flockig überfasert. Er kann 5 bis 10 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm dick werden.

Die Stielbasis ist leicht keulig verdickt und mit einem violetten Myzelfilz umgeben. Die sehr dünnen Lamellen sind unterschiedlich lang und lassen sich recht leicht vom Hut lösen. Sie sind ausgebuchtet, stehen dicht gedrängt und sind am Stiel angewachsen.

Anfangs sind die Lamellen violett getönt, später verfärben sie sich dann braun- violett. Im Hut ist das hellviolette Fleisch sehr zart und auch feinfaserig. Hingegen ist es im Stiel doch recht zäh. Im Alter verfärbt sich das Fleisch weiß oder auch gelb-grün.

Der Violette Rötelritterling hat einen sehr süßlichen, aber angenehmen Geruch. Im Geschmack ist er sehr würzig.

Standort: Diese Pilze kommen in ganz Europa verhältnismäßig häufig vor. Bevorzugt wachsen sie in Laub- und Nadelwäldern in der Waldbodenstreu. Sie lieben hier besonders mulchige und humose Stellen. Daneben findet man sie mitunter auch in Parkanlagen und Gärten. Sehr oft steht der Violette Rötelritterling in Reihen oder Kreisen. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten September bis Dezember. Manchmal kommen erste Pilze auch schon im Frühjahr zum Vorschein.

Wert: Der Violette Rötelritterling ist essbar. Allerdings sollte er niemals im rohen Zustand gegessen werden, denn er kann hier leichte Magenbeschwerden verursachen. Daher ist es ratsam, diese Pilze immer ausreichend zu kochen. Der Ritterling kann vielseitig zubereitet werden.

Verwechslungsgefahr Violetter Rötelritterling: Eine große Ähnlichkeit besteht hier mit dem Lilastieligen Rötelritterling, dem Blassen Rötelritterling und dem Violetten Schleierling. Allerdings kann der Violette Rötelritterling auch sehr leicht mit dem giftigen Lila Dickfuß (Cortinarius traganus) verwechselt werden.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.