Lavendel – Gewürze Lexikon

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Lavendel – Lavendula angustifolia

Allgemeines: Der mehrjährige Halbstrauch gehört zur Familie der Lippenblütler. Man kennt ihn auch unter der Bezeichnung Lafengel, Kleiner Speik oder Narde. Seinen Ursprung hat der Lavendel im Mittelmeerraum, wo er auch wild wächst. Hier bevorzugt er trockene und steinige Standorte in niedrigen Gebüschformationen und Trockenrasen.

Lavendel
Wie sieht Lavendel aus? – Lavendula angustifolia

Im Garten ist er sehr oft der Begleiter von Rosen oder anderen Gartenpflanzen. Im Kräuterbeet gepflanzt bietet der Lavendel das ganze Jahr über Schutz vor Austrocknung und Verschlämmung des Bodens.

Der Strauch kann eine Höhe zwischen 40 und 100 cm erreichen. Sein Wuchs ist aufrecht mit aufsteigenden und verzweigten Stängeln. An der Basis sind diese verholzt. Die gegenständigen graugrünen Blätter sind lanzettlich bis linealisch und an den Rändern eingerollt.

Die herrlichen violetten bis purpurfarbenen Blüten erscheinen in den Monaten Juli bis September. Sie stehen in endständigen Ähren zusammen.

Im Lavendel sind ätherische Öle, Glykoside, Gerbstoffe und Harze enthalten.

Ernte: Zur Ernte kommen blühende Blattspitzen und die Blättchen. Sie beginnt im August bis in den September hinein. Das Erntegut wird anschließend an einem schattigen und luftigen Ort getrocknet. Die Aufbewahrung muss trocken und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt erfolgen.

Anzucht: Lavendel sollte in der Keimbox oder Frühbeet vorgezogen werden. Die Aussaat kann im März oder April erfolgen. Die Jungpflanzen können dann im Juni ins Freiland gesetzt werden. Daneben ist aber auch eine Aussaat im Juni direkt ins Freiland möglich. Bereits im ersten Jahr bilden die Pflanzen holzige Büsche.

Lavendel liebt einen sonnigen Standort mit durchlässigem Boden. Staunässe verträgt er nicht. Empfehlenswert ist ein regelmäßiger Rückschnitt, unmittelbar nach der Blüte. Aber Vorsicht, dabei darf nicht ins alte Holz geschnitten werden. So bleiben die Büsche schön kompakt.

Verwendung: Hauptsächlich ist Lavendel als Duftlieferant für die Parfüm- und Seifenherstellung bekannt.

Als Gewürz werden die jungen Blattspitzen verwendet. Ihr Einsatz sollte dabei jedoch sparsam erfolgen. Sie geben Fischgerichten, Fischsoßen, Suppen, Gemüse und Fleischgerichten einen würzigen „provenzalischen“ Geschmack.

Einige Lavendelsträuße zwischen dem Grillgut verleihen ihm ein besonderes Aroma. Zur Verfeinerung von Kräuterbutter kann etwas Lavendel eingesetzt werden. Blühende Lavendeltriebe und Blüten finden daneben auch Verwendung bei der Herstellung von Tee und Kräuterölen.

Lavendel hat auch eine krampflösende und hustenstillende Wirkung. Die durch Destillation gewonnen ätherischen Öle wirken innerlich antiseptisch und beruhigend. Bei Einreibung kann Lavendel anregend, deodorierend und antirheumatisch wirken.

Badezusätze in Form von Lavendelöl helfen bei Einschlafstörungen und sind ein gutes Mittel bei niedrigem Blutdruck.

Ein Gedanke zu „Lavendel – Gewürze Lexikon“

  1. Lavendelfan? Der besondere Geschmack der Lavendelblüten sorgt im Erdbeer-Lavendel-Eis mit Zitronenmelisse für ein besonderes Aroma .Wir haben es ausprobiert und müssen sagen es schmeckt hervorragend!!

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