Riesenbovist – Langermannia gigantea Pilze

Riesenbovist – Riesentäubling / Langermannia gigantea

Merkmale: Der Fruchtkörper kann hier nicht in Hut und Stiel eingeteilt werden, sondern er ist eher kugelig und ungestielt. Schnell kann er einen Durchmesser bis zu 1 m erreichen. Es ist auch ein Gewicht von 20 kg nicht selten.

Riesenbovist
Riesenbovist -Langermannia gigantea

Der Riesenbovist entwickelt sich verhältnismäßig schnell, mitunter während nur einer Nacht. Die äußere Hautschicht (Exoperidie) ist dabei zunächst glatt und lederartig. Sie wird dann bei älteren Exemplaren schnell brüchig und blättert ab. Im Jugendstadium ist diese Haut weiß, später verfärbt sie sich gelb- bis olivbraun.

Unter der Exoperidie liegt die Innenhaut (Endoperidie). Sie ist weiß bis graugelb gefärbt. Beide Schichten schützen das sich im Inneren des Pilzes befindliche Fruchtfleisch (Gleba). Zunächst ist es weiß und später dann bräunlich getönt. Bei jungen Pilzen ist die Fruchtschicht schmierig und mit zunehmenden Alter ist sie von pulverartiger Konsistenz.

Das Fruchtfleisch ist von gelblichen Fäden durchzogen, den so genannten Kapillitiumfasern. Hier sind die Sporen angewachsen. Sie sind gestielt und können rundlich, glatt oder auch feinwarzig sein .Das Sporenpulver ist bräunlich gefärbt.

An der Basis des Riesenbovistes befinden sich dicke Myzelstränge. Diese stellen die Verbindung mit dem Substrat her.

Die Boviste verströmen einen angenehmen Geruch. Allerdings ist der Geschmack nicht besonders ausgeprägt.

Standort: Diese Pilze kommen recht häufig vor. Bevorzugt wachsen sie auf Weiden und Wiesen. Sie lieben stickstoffhaltigen Boden. Seltener findet man den Riesenbovist in Gärten, Parkanlagen oder auch lichten Laubwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Juli bis Oktober.

Wert: Riesenboviste sind essbar. Allerdings sind nur junge Pilze, solange das Fleisch noch weiß ist, schmackhaft. Sie können dann auch in rohem Zustand Verwendung in Salaten finden.

Verwechslungsgefahr: In der Regel wird der Riesenbovist aufgrund seiner Größe und auch Aussehens kaum mit anderen Pilzen verwechselt.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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