Edelreizker – Lactarius deliciosus Pilze

Edelreizker – Echter Reizker, Kiefernblutreizker / Lactarius deliciosus

Merkmale: Der Hut ist im Jugendstadium gewölbt, später dann flach und niedergedrückt. Er kann dann auch leicht trichterförmig und mitunter auch leicht gebuckelt sein. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 15 cm. Die Huthaut ist glatt und glänzend. Jedoch wird sie bei feuchtem Wetter leicht schmierig. Die Hutfarbe variiert zwischen orange-, hell- oder ziegelrot bis bräunlich. Bei älteren Exemplaren können aber auch grünliche Flecke auftreten. Auf der Huthaut sind konzentrische Ringzonen zu sehen.

Edelreizker - Echter Reizker
Wie sieht ein Edelreizker aus ? / Lactarius deliciosus

Der Stiel ist zylindrisch. Er hat eine Länge zwischen 3 und 7 cm und ist 1 bis 2 cm dick. Der Stiel verjüngt sich zur Basis hin. Bei jungen Pilzen ist er noch voll. Mit zunehmendem Alter ist er sehr oft hohl. Die Stieloberfläche ist mit kleinen, flachen und etwas dunkler gefärbten Gruben versehen. Der Stiel hat die gleiche Farbe wie der Hut. Teilweise kann er vielleicht etwas heller gefärbt sein. Mitunter ist er auch bereift. An der Stielbasis ist weißer Filz sichtbar.

Die Lamellen sind schmal und gabelig verzweigt. Sie sind unterschiedlich lang und stehen dicht gedrängt. Sie laufen etwas am Stiel herab und können hell- bis orangegelb gefärbt sein. Mit zunehmendem Alter und auch bei Verletzungen oder Berührungen verfärben sie sich dann leicht grünlich.

Am Hut ist das Fleisch sehr fest, aber im Stiel wird es schnell brüchig. Es kann weiß bis blassrosa oder auch gelb gefärbt sein. Bei einer Verletzung des Fleisches kommt es zum Austritt eines orange- bis karottenfarbenen Saftes. Beim Eintrocknen verblasst dieser dann etwas. Die Pilze haben einen leicht obstartigen Geruch. Der Geschmack ist leicht säuerlich mild.

Standort: Edelreizker können stellenweise sehr häufig vorkommen. Bevorzugt wachsen sie in Nadelwäldern, hauptsächlich unter Kiefern. Die Pilze lieben einen kalkhaltigen Boden. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Juli bis November.

Wert: Der Echte Reizker ist essbar. Er ist ein guter und wohlschmeckender Speisepilz. Allerdings sind ältere Exemplare nicht mehr so geschmackvoll. Hervorragend eignen sich die Hüte zum Panieren und Braten.

Verwechslungsgefahr: Sehr leicht ist hier eine Verwechslung mit anderen Reizkerarten möglich. Der Echte Reizker ähnelt besonders dem Blutreizker (Lactarius sanguifluus), dem Lachsreizker (Lactarius salmonicolor) und auch dem Fichtenreizker (Lactarius deterrimus).

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.