Kochen mit Kurkuma

Curcuma longa – die Gelbwurz, auch bekannt als Kurkuma, gehört zur Familie der Ingwergewächse.  Die Pflanze mit der hübschen weißen, oft auch rosaroten Blüte, hat es gerne warm. 18° sind das mindeste, was sie toleriert, dazu sollte aber auch noch regelmäßig und ausreichend Regen fallen, damit sie sich richtig entfalten kann.

Mit Kurkuma den Körper fit und gesund halten

Das tropische Asien ist ihre Heimat, heute wird sie hauptsächlich in Indien angebaut und dort auch zu 80% verbraucht. Bis zu einem Meter hoch kann sie werden, ihre gelben Rhizome werden aber erst dann geerntet, wenn die oberirdischen Pflanzenteile bereits verwelkt sind.

Indisches Kurkuma zum Kochen
Kurkuma und Kurkuma-Pulver

Die Wurzeln haben es in sich. Auffallend ist die kräftig gelbe Farbe und es empfiehlt sich, bei der Verarbeitung Handschuhe zu tragen, denn der Farbstoff hinterlässt Spuren.

In der Lebensmittelindustrie findet er Verwendung in Senf, Konfitüre, Wurst oder Margarine. Pulverisiert ist er in dem Gewürz Curry ein wichtiger Bestandteil und verleiht ihm seine leuchtend gelbe Farbe.

Dem Inhaltsstoff des Rhizoms, Curcumin, wird Bemerkenswertes nachgesagt. Bei den unterschiedlichsten Krankheiten soll er hochwirksam sein, wobei auch bei hoher Dosierung generell nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Er ist frei verfügbar und verglichen mit manchen Medikamenten unschlagbar preisgünstig. Sein Nachteil ist die geringe Bioverfügbarkeit. Kombiniert mit anderen Stoffen, beispielsweise Piperin (Inhaltsstoff des Pfeffers), kann dies verbessert werden.

In Indien gehört Kurkuma zum täglichen Leben, denn als Gewürz ist es aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken, die ayurvedische Medizin verwendet die Pflanze erfolgreich bereits seit hunderten von Jahren. Alzheimer und Krebs kommen dort wesentlich seltener vor als in westlichen Ländern.

Medizinische Wirkung von Kurkuma

Inzwischen hat eine Vielzahl von detaillierten klinischen Studien die hohe Wirksamkeit von Curcumin bei Krankheiten wie Verdauungsbeschwerden, Gallenblasenentzündungen, Alzheimer, hohem Cholesterinspiegel und vor allem Krebs, bei dem es den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann, zweifelsfrei belegt (- um nur einige der Krankheiten zu nennen).

Das exotische Gewürz ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung und sollte im Hinblick auf seine gesundheitsfördernde Wirkung auch hier Einzug in die Küchen halten.

Rezept aus der Ayurvedaküche mit Kurkuma

Indisches Linsengericht – Zutaten

30 g Butterschmalz
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 Zwiebel, gehackt

1 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel
Chilipulver nach Geschmack
1 TL Garam Masala (Gewürzmischung)

1 kg pürierte Tomaten, gegebenenfalls Tomaten aus der Dose
175 g rote Linsen
600 ml Gemüsebrühe
300 ml Kokosmilch
etwas Zitronensaft

Salz
Pfeffer

zur Deko
Koriander od. Petersilie gehackt
in Spalten geschnittene Zitrone

Zubereitung

Arbeitszeit: 30 min. Ca. 330 Kalorien pro Portion

  • Butterschmalz in einem Topf zerlassen.
  • Knoblauch und Zwiebel 2 – 3 Minuten unter Rühren andünsten.
  • Die vermischten Gewürze einstreuen und weitere 30 Sek. dünsten.
  • Tomaten, Linsen, Zitronensaft, Gemüsebrühe und Kokosmilch dazugeben und aufkochen.
  • 25 – 30 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.
  • Sollten die Linsen zu trocken sein, noch etwas Wasser hinzufügen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken, beim Anrichten mit Koriander und Zitronenspalten garnieren.

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