Kochen mit Kokosöl – Rezepte

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Kokosöl in der Küche

Die Kokospalme und ihre Früchte, die Kokosnüsse, begleiten den Menschen in bestimmten Siedlungsgebieten bereits seit gut 4.000 Jahren. Wirtschaftlich bedeutend und auch einem größeren Teil der Menschheit bekannt waren die Kokosnuss und damit das Kokosnussöl erst im 19. Jahrhundert.

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Kochen mit Kokosöl

Damals wurden auf den holländischen Kolonien in Ceylon die ersten Plantagen angelegt. Seit dieser Zeit stieg der weltweite jährliche Verbrauch an Kokosnussöl auf 3,3 Millionen Tonnen an.

Kokosöl ist gesund

Kokosöl zählt zu den gesündesten Fetten weltweit. So beinhaltet das Öl gesättigte Fettsäuren sowie Spuren von Aminosäuren, Calcium, Eisen, Kupfer, Kalium, Natrium, Magnesium, Phosphor, Lactone und unraffinierte Kokosöle auch Vitamin E.

Der Körper kann Kokosöl sehr schnell aufnehmen, da der größte Teil der gesättigten Fettsäuren im Kokosöl so genannte mittelkettige Fettsäuren sind, die das Verdauungssystem praktisch nicht belasten, sondern direkt als Energieträger zur Verfügung stehen. Das führt zu einem weiteren positiven Effekt.

Kokosöl hilft beim Abnehmen und Fasten. Während der Körper im Laufe einer Diät überflüssige Clucose abbaut, unterstützt das Kokosöl in Form von Keton-Körpern den Energiehaushalt.

Doch damit nicht genug. Im Zuge einer Kokosöl-Diät werden zudem Bakterien und Viren im Körper abgebaut, da diese sich überwiegend von Clucose ernähren, die nun aufgrund der Diät immer rarer wird.

Es finden sich noch weitere Aspekte, die für die Nutzung von Kokosöl sprechen. So hält die im Öl enthaltene Caprylsäure Pilzinfektionen in Schacht und dank der Laurinsäure verbessern sich die Blutfett-Werte. Wer übrigens denkt, dass Schokolade kurzfristig die allgemeine Leistungsfähigkeit verbessert, liegt damit keineswegs falsch. Es ist jedoch das Kokosfett in der Schokolade, die diesen Effekt verursacht.

Kochen mit Kokosöl

Ein weiterer großer Vorteil des Kokosöls ist dessen hoher Flammpunkt. Wird das Öl auf einem Herd erhitzt, entzündet es sich erst bei einer Temperatur von 288 Grad Celsius. Diese Eigenschaft veranlasste den Mannheimer Unternehmer Heinrich Schlinck im Jahr 1887 zur Entwicklung eines in Deutschland heute noch sehr bekannten Produktes. Palmin, so der Markenname, wird hauptsächlich zum Kochen, Backen und Frittieren verwendet.

Vor allem zum Braten von Fleisch, Fisch oder Gemüse ist Kokosöl aufgrund seiner Hitzestabilität wesentlich besser geeignet als andere Öle. Dabei ist das Öl entgegen etwaiger Befürchtungen absolut Geschmacksneutral. Mit Kokosöl lässt es sich genauso gut backen. Ein hervorragender und wesentlich gesünderer Ersatz für tierische Butter. Nicht zu vergessen das Frittieren. Selbst gemachte Pommes sind einfach lecker.

Raffiniertes oder kalt gepresstes Kokosöl

In den großen Ölmühlen wird das Kopra, der Grundstoff zur Herstellung von Kokosöl, zerkleinert und erhitzt, um die Ausbeute während der Pressung zu vergrößern. Dabei verliert das Kokosöl seine Vitamin-E-Bestandteile.

Die restlichen gesunden Anteile bleiben jedoch weitgehend erhalten. Vitamin E wiederum wird vom Menschen in der Leber und im Fettgewebe sehr gut gespeichert, sodass eine Mangelerscheinung aufgrund des im Kokosöl fehlenden Vitamins sehr unwahrscheinlich ist und wenn, dann ist sie meist die Folge einer Krankheit.

Es ist also eher eine Glaubensfrage, ob in der Küche raffiniertes oder kalt gepresstes Kokosöl verwendet wird. Wie beim Olivenöl, so ist auch beim Kokosöl die kalt gepresste Variante aufgrund des Herstellungsverfahrens wesentlich teurer. Im Gegensatz zum Olivenöl wird jedoch das Kokosöl durch das Erhitzen bei weitem nicht so stark in der Qualität beeinträchtigt.

Was lässt sich alles aus Kokosöl machen?

In der Küche sind der Anwendung von Kokosöl keine Grenzen gesetzt. So lassen sich damit die verschiedenste Gerichte wie auch Kuchen, Nachspeisen, Snacks, Suppen, Soßen, Dips und sogar Säfte herstellen.

Rezepte zum Kochen und Backen mit Kokosöl

  • So etwa ein leckeres Gericht aus gefüllten Champignons, das sowohl als Fleischgericht wie auch als vegetarische Variante zubereitet werden kann.
    Dazu werden an 4 großen Champignons die Stiele entfernt und je nach Variante zusammen mit Hackfleisch oder Dinkelseitan sowie Tomaten fein gehackt. Das Ganze wird mit Kokosöl, Salz und Pfeffer vermischt und in die Champignon-Hüte gefüllt.
    Den Ofen auf 180 Grad erhitzen und die gefüllten Champignons 20 Minuten lang backen. Schon ist ein leckeres und bekömmliches Gericht fertig.
  • Wie wäre es mit einem Kuchen, der in nur 60 Minuten zum Kaffee serviert werden kann?
    Für den Kokoskuchen mit Banane werden 2 Tassen Vollkornmehl, 1 Tasse Kokosöl, 1 Tasse Zucker oder ein anderes Süßmittel, 3 zerdrückte Bananen, 1 Teelöffel Salz und ein Teelöffel Backpulver benötigt.
    Den Backofen auf 180 erhitzen und währenddessen die Zutaten gut miteinander verrühren und in eine Backform abfüllen. Die Backzeit beträgt etwa 45 Minuten bis 1 Stunde.
  • Eine Gemüsesuppe mit Curry und Kokosöl ist die exotische Variante eines beliebten deutschen Gerichts. Dazu werden Linsen aus der Dose benötigt sowie in Scheiben geschnittene Karotten.
    Dazu kommen wahlweise Ananasstücke oder Kartoffelstücke, eine Stange Lauch, in Scheiben geschnitten, 1 Esslöffel Curry sowie 2 Esslöffel Kokosöl und eine Prise Salz und Pfeffer.
    Die Karottenscheiben werden zuerst im Kokosöl angeschmort. Nach ein paar Minuten die Lauchscheiben dazu geben und weitere 2 Minuten schmoren lassen.
    Dann wird mit Gemüsebrühe abgelöscht und das Curry, die Linsen sowie die Ananas- beziehungsweise Kartoffelstücke beigegeben. Nach dem Aufkochen muss die Suppe noch etwa 5 Minuten garen.
  • Wer seine Abwehrkräfte gegen Erkältungen unterstützen möchte, ist mit diesem Fitnesssaft sehr gut bedient. Zur Herstellung werden 2 Stängel Sellerie, 4 Äpfel, 1 Knoblauchzehe und 1 Esslöffel Kokosöl benötigt.
    Alle Zutaten waschen, klein schneiden und in eine Saftpresse geben. Anschließend einen Löffel angewärmtes Kokosöl darunter rühren. Mit diesem Powerdrink wird der Körper sinn- und geschmackvoll bei der Abwehr von Infektionen unterstützt.

Das sind nur vier Beispiele für viele leckere Rezepte, die sich mit Kokosöl verwirklichen lassen. Dabei sind der eigenen Fantasie genauso wenig Grenzen gesetzt. Der Vorteil von Kokosöl ist neben den gesundheitlichen Aspekten die große Bandbreite an Verwendungsmöglichkeiten. Von der kalten Platte bis zum 5-Gänge-Menü.

Ein Gedanke zu „Kochen mit Kokosöl – Rezepte“

  1. super endlich neue tolle Rezepte. Ich betreibe http://www.kokosoel-blog.de leider bin ich hier noch gar nicht auf das Thema Kochen eingegangen. Ich befasse mich mehr mit den Themen Kokosöl und Gesundheit bzw. Körperpflege. Kompliment zu deiner tollen Seite. Das muss eine Riesen Arbeit gewesen sein, diese ganzen Informationen so toll zu präsentieren. Hut ab, wirklich tolle Seite.

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