Kochen & backen – speziell mit Kindern

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Kochen ist ein Handwerk und je nach Durchführung auch eine Kunst. Es ist daher logisch anzunehmen, dass ein Mensch sich möglichst früh darin üben sollte. Die allermeisten Haushalte jedoch haben eine strikte Rollenverteilung in der Familie.

Gemeinsam mit den Kindern kochen

Kochen mit Kindern
Gemeinsam mit den Kindern kochen

Der Mann oder die Frau im Hause kocht und serviert das Essen, während die Kinder meist nur dieses zu sich nehmen. Dabei entgeht den Eltern durchaus die Chance, ihrem Kind viele brauchbare Dinge zu vermitteln und auf den Weg zu geben.

Kinder ab einem bestimmten Alter und mit einer gewissen Reife können zu Hilfstätigkeiten beim Kochen herangezogen werden. Dabei sollte die Stimmung jedoch auch passen.

Das Kind sollte die Chance haben nebenher auch mit einem oder beiden Elternteilen zu interagieren. Sind mehrere Kinder im Haushalt vorhanden, sollte natürlich auch jedes von ihnen mit einbezogen werden. Ein Altersunterschied kann dazu führen, dass komplexere Aufgaben natürlich dem älteren Kind überlassen werden und die jüngeren natürlich mit ungefährlicheren Dingen handhaben.

Dabei sollten mehrere Dinge natürlich beachtet werden, da ein gemeinsames Kochen auch zu einem positiven Familienritual werden kann, jedoch nur unter bestimmten Umständen:

Die Eltern sollten ihre Anforderungen an die Kinder nicht zu hoch stellen, denn es noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die einfachsten Tätigkeiten, die ein erwachsener Mensch mühelos bewerkstelligt können ein jüngeres Geschöpf durchaus vor größere Probleme stellen.

Deshalb gilt immer das oberste Gebot, niemals die Kinder unbeobachtet zu lassen, insbesondere wenn sie noch jünger sind. Und ein Hackmesser gehört zum Beispiel niemals in die Hand eines Kleinkindes.

Das Ergebnis zählt beim gemeinsamen Kochen nur etwas mehr als der Weg dort hin. Denn es ist etwas erbauliches für ein junges Wesen, wenn etwas erstellt und beigetragen wurde. Dabei müssen die Paprikascheiben nicht perfekt sein und auch die Kartoffeln werden nicht bei den ersten Male einen passenden Schnitt aufweisen.

Viel Geduld beim gemeinsamen Kochen

Durch freundliche Tipps, viel Geduld und natürlich auch genügend Hilfestellung, verbessern sich die Kinder nach und nach in ihrem Handwerk. Da gemeinsam gekocht wird, kann auch gemeinsam aufgeräumt werden. Dadurch entwickelt sich auch eine Mentalität innerhalb der Familie, die dafür sorgen kann, dass die Eltern in späteren Jahren etwas entlastet werden können mit ihrer Arbeit.

Dies kann bis dahin führen, dass ab und zu, daher ausnahmsweise, dass Kind die Eltern bekocht bzw. die Kinder. Kochen soll Spaß machen, auch wenn es natürlich Arbeit bedeutet, aber es fördert auch das Verständnis der Kinder bezüglich Nahrungsmittel.

Eine gesunde Ernährung ist unbestreitbar wichtig für einen Menschen, insbesondere wenn dieser noch wächst. Kochen ist die Verarbeitung von Nahrungsmitteln und daher erscheint es logisch, dass dem Kind oder den Kindern beigebracht wird, sich gesund zu ernähren.

Viele gesundheitliche Probleme können dadurch vermieden werden. Auch ist es nicht zu unterschätzen, dass man etwas gemeinsames mit seinen Kindern macht. Dies erhöht natürlich die Bindung zueinander, die natürlich gepflegt werden sollte sowohl von den Eltern, als auch von den Kindern.

Wenn ein Kind überhaupt keine Lust hat zu kochen, sollte es nicht dafür bestraft werden. Es ist immer optional und wer sich einmal an die eigene Nase fasst, wird bemerken, dass man auch nicht immer Lust dazu verspürt. Aber die Eltern sind dazu verpflichtet ihre Kinder zu versorgen, darin liegt der Unterschied. Ein freundliches „Möchtest du mir beim Kochen helfen?“ wirkt meist mehr als ein harscher Befehl, der das Kochen mit etwas sehr negativen verbindet.

Viele Menschen in den Industrieländern leiden entweder an Übergewicht und oder an Mangelerscheinung. Eisenmangel ist zum Beispiel besonders stark verbreitet und kann zu schlimmen körperlichen und psychischen Problemen führen. Kochen ist das erste Mittel der Wahl, um solche Dinge vorzubeugen. Die Eltern sollten das gemeinsame Kochen daher auch nutzen, um ihre Kinder etwas in Augenschein zu nehmen und sich zu überlegen, welche Ernährung am besten passt. Außerdem greifen satte und zufriedene Kinder weit aus seltener in die Süßigkeitenschublade als andere, auch wenn es natürlich nimmer-satte Exemplare gibt.

Das gemeinsame Kochen kann auch durch einen vorherigen, gemeinsamen Einkauf getätigt werden, auch können Gespräche geführt werden, was denn gekocht werden und ob die Kinder denn Ideen hätten, denn sie sind schließlich auch kreative Wesen. Dies alles im Rahmen ihrer Kompetenzen und ihrer Reife gehalten, kann einer Familie ob groß oder klein sehr viel Mehrwert verleihen ohne das sich viel mehr angestrengt werden muss.

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