Kochen mit Wildblumen

Grundregeln zum Kochen mit Wildblumen

Kochen mit Wildblumen klingt nach Abenteuer und schmeckt auf der Zunge kunterbunt. Löwenzahn auf dem Teller? Gänseblümchen im Salat? Wo gibt es denn so was? Am besten in der Kinderküche!

Kochen mit Wildblumen
Kochen mit Wildblumen – Statt Fertiggerichten

Denn Wildblumen sind nicht nur schmackhaft, sie sehen auch wunderschön auf dem Teller aus und bekanntlich ist das Auge mit. Außerdem sind sie gesund und peppen einfach jedes Essen auf.

Aber welche Blüten sind essbar und wie kann ich verhindern, dass mein Kind denkt, es könnte jetzt einfach all die wunderschönen Blüten aus Wald, Feld und Wiese in den Mund stecken? Spätestens beim Fingerhut wird das nämlich lebensgefährlich!

Das Kochen mit Wildblumen nicht zu früh beginnen

Damit das oben genannte Problem beim Kochen mit Wildblumen nicht wirklich zur Gefahr wird, sollte Ihr Kind ein gewisses Alter haben, bevor sie anfangen, in der Küche mit Wildblumen zu kochen.

Es sollte wissen, dass manche Blüten essbar und manche hochgiftig sind. Eine genaue Altersangabe kann man nicht geben, denn das eine Kind lernt und begreift schneller als das andere.

Aber generell kennen die Eltern Ihr Kind gut genug, um abschätzen zu können, was der beste Zeitpunkt für das Wildblumen-Kochen ist! Das kann bei dem einen bereits im zweiten Kindergartenjahr sein und beim anderen erst beim Schuleintritt. Die nächste Frage schließt sich an: Wo sammele ich die Blumen und welche darf ich überhaupt nehmen?

Welche Blüten von Wildblumen sind essbar?

Auf jeden Fall mehr als man denkt. Vom Löwenzahn kann man die Löwenzahn-Blüten (NUR die Blüten!) für Honig verwenden, Kapuzinerkresse-Blüten passen wunderbar in den Salat, weil sie würzig schmecken, können aber auch auf jede Suppe als Dekoration gelegt werden. Gänseblümchen haben einen nussigen Geschmack, der ein wenig ins säuerliche geht.

Wie die Blüten der Kapuzinerkresse passen Gänseblümchen in Salate und Suppen, aber auch in Quark. Wer allerdings auf Korbblütler wie Kamille allergisch ist, sollte tunlichst die Finger von Gänseblümchen lassen, denn auch diese Pflanze gehört zu dieser Pflanzenfamilie. Außerdem kann übermäßiger Verzehr zu Magenschmerzen führen, also bitte nicht übertreiben.

Hibiskus und Gartennelke kann man beim Kochen mit Wildblumen kandieren und wunderbar zu Süßspeisen reichen. Auch Rosenblätter kann man kandieren oder aber auch zu Sirup verarbeiten. Ringelblumenblüten passen nicht nur zum Butterbrot, sondern auch ins Omelett oder zum Salat.

Eisbegonien sind tolle Blickfänger und sehen wunderschön auf Obsttorten aus! Ebenso Lavendelblüten: Man kann die Blüten auch in Eiswürfel einfrieren oder sie als Blickfänger oder für ein besseres Aroma in Kinderbowle geben! Kreativität ist beim Wildblumen-Kochen ebenso gefragt wie ein gesundes Maß an Vorsicht! Im Internet finden Sie viele Informationen über essbare Blüten.

Keine Wildblumen vom Wegesrand zum Kochen!

Wenn Sie beim Kochen mit Wildblumen noch in den Kinderschuhen stecken, sollten Sie die Blumen, die Sie verwenden wollen, selbst ziehen. Dies geht am besten im Garten oder auf dem Balkon. Aber auch in der Stadt kann man auf der Fensterbank die ein oder andere Blüte zum Blühen bringen.

Blumen am Wegesrand sind oft durch Tierkot verschmutzt, außerdem kann man sie auch leicht mit anderen giftigen Sorten verwechseln. Das Sammeln von Wildblumen zum Kochen im Wald oder auf der Wiese kann man lernen, am besten bei einer geführten Kräuterwanderung. Im Garten weiß man, was man angepflanzt hat, aber auch hier können natürlich Tiere die Blüten verunreinigen. Deshalb sollte man sie sehr vorsichtig abspülen, bevor man sie verwendet.

Blütenmischungen zum Kochen mit Wildblumen gibt es im Fachhandel oder auch in Baumärkten. Ihrem Kind wird es noch mehr Spaß machen, wenn Sie beide gemeinsam die Samen aussähen und die Blüten anschließend zusammen beim Wachsen beobachten und schließlich ernten. Auch beim Kochen mit Wildblumen kann es mithelfen, dann schmeckt der gesunde Salat hinterher auch doppelt so gut!

Weiterführende Tipps finden Sie in unserem Wildkräuterlexikon.

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