Kinderzimmer nach Feng Shui gestalten

Das eigene Zimmer ist für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung und darf nicht unterschätzt werden. Deshalb stellt seine Gestaltung eine große Herausforderung für die Eltern dar. Die 4000 Jahre alte Lehre „Feng Shui“ kann hier wertvolle Hilfe leisten.

Feng Shui bedeutet übersetzt Wind und Wasser, beide Elemente können zerstörend wirken, wenn sie nicht harmonisch zusammenspielen. Diese Energien in Einklang zu bringen, ist das Grundprinzip von Feng Shui, dem Schlüssel für positive Einflüsse in allen Lebensbereichen.

Die neun Zonen nach Feng Shui

Das Kinderzimmer nach Feng Shui ausrichten
Feng Shui im Kinderzimmer

In der Feng-Shui-Lehre wird jedes Haus, Wohnung oder Zimmer in neun gleich große Zonen, das sogenannte Bagua, unterteilt. Jede Zone steht für einen Lebensbereich. Im Uhrzeigersinn, beginnend von der Eingangstür, gibt es den Bereich der Karriere, Wissen, Familie, Reichtum, Ruhm, Partnerschaft, Kinder und hilfreiche Freunde, in der Mitte liegt das Tai Chi, der energetische Mittelpunkt.

Wenn der Grundriss des Kinderzimmers quadratisch oder rechteckig ist, sind alle Bereiche vorhanden. Durch Balkone, Kaminschächte, große Fensterflächen oder massive Schränke können einige Bereiche fehlen oder geschwächt sein. Fehlt, z. B. der Wissensbereich kann das zu Lernschwierigkeiten beim Kind führen.

Raumaufteilung und farbliche Gestaltung des Kinderzimmers

Ein Kinderzimmer sollte möglichst groß sein, damit es in die verschiedenen Bereiche Schlafen, Lernen und Spielen aufgeteilt werden kann. Dazu ist es wichtig, die Yin- und Yang-Zonen des Raumes mit einzubeziehen. Yin ist eher ruhig und liegt von der Tür aus gesehen im hinteren Areal des Zimmers. Dieser Teil eignet sich gut für die Platzierung des Bettes. Die aktiven Yang-Zonen befinden sich im vorderen Abschnitt des Zimmers und bieten sich als Spiel- oder Lernfläche an.

Um die Bereiche optisch voneinander abzugrenzen, ist der Einsatz von farblich unterschiedlich gestalteten Wänden ein gutes Mittel. So sollte der Platz an dem das Bett steht ruhige, sanfte Farben aufweisen und die Orte an denen gespielt und gelernt wird, mit hellen, freundlichen Tönen versehen werden.

Relevant für die Farbwahl sind auch die jeweilige Entwicklungsstufe und charakterliche Eigenschaften des Nachwuchses. Stille und passive Kinder benötigen buntere, lebendigere Farben als solche die bereits sehr quirlig und laut sind, weil diese dann nur noch unruhiger werden würden. Generell ist es aber besser, wenn im Kinderzimmer auf allzu kräftige und leuchtende Farben verzichtet wird, denn diese können sich negativ auf die Konzentration und den Schlaf des Kindes auswirken.

Die richtige Position des Bettes

Der Schlafplatz des Kindes sollte sich mit dem Kopfteil zur Wand in der ruhigsten Ecke des Zimmers befinden und nicht zwischen dem Fenster und der Tür liegen. Lässt sich das nicht vermeiden, kann ein schützender Paravent vor dem Bett oder ein anderer Raumteiler Abhilfe schaffen. Auch ein Regenbogenkristall im Fenster kann in diesem Fall den Energiefluss verbessern.

Hochbetten sind eher für den selbstbewussten, extrovertierten Sprössling geeignet, sensible oder schüchterne Kinder schlafen besser in Bodennähe, weil das erdet und zentriert. Förderlich für das Einschlafen sind auch positive Familienbilder, die der Nachwuchs vom Bett aus sehen kann oder ein schönes Mobile über dem Bett. Ebenfalls beruhigend kann sich die Farbe der Bettwäsche auswirken, weshalb bei sehr lebhaften Kindern auf leuchtende Farben wie Rot oder Orange verzichtet werden sollte.

Wo steht der Schreibtisch am besten?

Optimal ist es, wenn das Kind mit dem Rücken zur Wand am Schreibtisch sitzt und sein Blick ins Zimmer gerichtet ist. Denn diese Position gibt ihm ein sicheres Gefühl und lässt es konzentrierter lernen. Unterstützend wirkt es sich aus, wenn an der Stelle, wohin der Blick des Kindes fällt wenn es den Kopf hebt, etwas Beruhigendes zu sehen ist. Ungünstig wäre ein Schreibtisch direkt vor dem Fenster, denn das verleitet zu Tagträumereien.

Keine schweren und alten Möbel

Schwere und alte Möbel gehören nicht in ein Kinderzimmer, besonders nicht in die Nähe des Bettes, denn das könnte zu Blockaden beim Heranwachsen des Kindes führen. Auch die Bagua-Zone Kinder, sollte von Schränken sowie schweren Regalen freigehalten werden, denn dieser Ort ist besser geeignet, um dort das Bett aufzustellen oder schöne Bilder aufzuhängen. Grundsätzlich ist es für die Raumatmosphäre besser, wenn die Möbel für ein Kinderzimmer leicht, hell und flexibel sind.

Ebenfalls günstig auf den Energiefluss wirken sich Möbel mit abgerundeten Ecken und Kanten aus. Scharfe Kanten und Ecken, die noch dazu genau auf Bett oder Schreibtisch zielen, werden vom Kind unbewusst als bedrohlich empfunden. Auch Pflanzen mit spitzen Blättern haben in einem Kinderzimmer nichts zu suchen.

Ordnung halten im Kinderzimmer

Die wesentliche Grundlage für den Erfolg aller Feng Shui Maßnahmen ist es, Ordnung zu halten. Deshalb muss bei der Gestaltung des Kinderzimmers auf genügend Stauraum für Kleidung und Spielsachen geachtet werden.

Spielsachen lassen sich sehr unkompliziert in großen Plastikkisten mit Deckel unterbringen, andere Dinge wie Kleidung oder Bücher finden in Schränken, Schubladen oder Regalen Platz. Um dem Zimmer einen möglichst aufgeräumten, gut strukturierten Charakter zu verleihen, müssen Schränke und Regale geschlossen sein.

Wichtig ist es, regelmäßig kaputtes Spielzeug oder Kleidungsstücke die zu klein geworden sind auszusortieren. Nur wenn das Zimmer frei von unnötigem Ballast ist, können die Energieströme positiv fließen.

Kinder sind intuitive Feng-Shui-Meister

Je jünger das Kind ist, desto ausgeprägter ist seine natürliche intuitive Begabung und es vertraut noch sehr seiner inneren Stimme. Deshalb ist es ratsam, Kinder immer in die Gestaltung ihres Zimmers mit einzubeziehen, denn sie wissen meist sehr genau was gut für sie ist und was nicht. Auf keinen Fall sollten Eltern versuchen, bei der Einrichtung etwas gegen den ausdrücklichen Willen ihres Kindes durchzusetzen.

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